Wiesberger und Steinlechner mit achtbaren Ergebnissen in Johannesburg
Bernd Wiesberger und Max Steinlechner verpassen zwar bei den Joburg Open wohl die erhofften Topergebnisse, treten die Heimreise vom Houghton GC aber nach einem grundsoliden Auftritt in Johannesburg mit achtbaren Resultaten im Gepäck an.
Nachdem Max Steinlechner am Donnerstag loslegte wie die sprichwörtliche Feuerwehr und sich mit einer 64 (-6) sogar bis in die geteilte Führung spielte, hatte Österreichs Shooting Star des letzten Jahres am Freitag und Samstag mit zwei 70er (Par) Runden deutlich härter zu kämpfen. Ganz anders stellt sich die Situation bei Bernd Wiesberger dar, denn nach einer ziemlich zähen 71 (+1) zum Auftakt gelangen am Freitag mit der 66 (-4) und am Samstag mit der 67 (-3) deutlich bessere Runden.
Bei einem Gesamtscore von 6 unter Par starten die beiden Österreicher sozusagen Hand in Hand vom 28. Platz aus in den Finaltag und hätten, bei nur drei Schlägen Rückstand auf die Top 10, mit einem starken Sonntag wohl sogar noch realistische Chancen auf ein Spitzenergebnis.
Bernd startet mit anfänglichen Pars durchwegs sehr solide und ziemlich stressfrei in die letzten 18 Löcher und da er bereits auf der 4 und dem Par 5 danach einen roten Doppelpack schnürt, schließt er bereits bis auf einen Schlag zu den Top 10 auf. Nach dem Birdientermezzo ebbt der Schwung zwar wieder etwas ab, der achtfache European Tour Champion bleibt aber die gesamten Frontnine über fehlerlos.
Kaum auf den letzten neun Löchern angekommen, drückt er dann aber am Par 5 der 10 zwar mit dem nächsten Birdie wieder aufs Tempo, fängt sich auf der 11 jedoch auch das erste Bogey ein. Das bremst den Schwung auch ziemlich abrupt wieder ab, denn mit Pars macht er danach zwar nichts verkehrt, tritt aber etwas auf der Stelle. Erst auf den letzten Löchern drückt er dann noch einmal aufs Gas und zieht auf der 17 sein viertes Birdie auf die Habenseite.
Schlussendlich unterschreibt er am Sonntag erneut die 67 (-3), womit er zwar wohl knapp ein Topergebnis verpasst, den International Swing nach den hartnäckigen Problemen in der Wüste aber immerhin nun in Afrika mit seinem bis dato zweitbesten Saisonergebnis beendet und so vor der kommenden Turnierpause sicherlich mit einem besseren Gefühl die Reise zurück in die Heimat antritt.
Steinlechner mit bestem Saisonergebnis
Wie schon am Vortag startet Max Steinlechner mit einem schnellen Birdie auf der 1 erneut hervorragend in den Tag, allerdings bremst er sich mit gleich zwei darauffolgenden Bogeys nicht nur sofort wieder heftig ein, sondern rutscht so auch rasch um etliche Ränge zurück. Zwar stabilisiert er sein Spiel dann wieder, läuft auf den Frontnine jedoch vergeblich dem Ausgleich hinterher.
Erst zu Beginn der hinteren Neun kommt dann wieder Farbe aufs Tableau, nachdem er mit einem roten Doppelpack am Par 5 der 10 und der 11 nicht nur sein Score wieder gerade rückt, sondern die Runde sogar wieder in den Minusbereich dreht. Wie schon zu Beginn der Runde währt die Freude aber erneut nur kurz, nachdem er auf der 12 auch den nächsten Fehler einstecken muss.
Wieder steckt er den kleinen Tiefschlag aber bestens weg, drückt kurz danach auf der 15 die Runde abermals in die roten Zahlen und baut diese im Finish auf der 17 dann sogar noch weiter aus. Schlussendlich unterschreibt er so am Sonntag die 68 (-2), womit er zwar die Topplätze nicht mehr knacken kann, jedoch sein bislang klar bestes Ergebnis der Saison einfährt.
Auch Marcel Siem und Allen John (beide GER) können auf ein gelungenes Turnier zurückblicken, denn wie ihre österreichischen Kollegen, verpasst auch das deutsche Duo die Top 10 nur relativ knapp.
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