Geteilt im Mittelfeld
Bernd Wiesberger und Max Steinlechner starten bei den Joburg Open in geteilter Position zwar "nur" aus dem Mittelfeld in den Finaltag, bei noch überschaubarem Rückstand auf die Top 10 hätten beide mit einer guten Finalrunde aber durchaus noch Chancen auf ein Spitzenergebnis.
Max Steinlechner hatte am Freitag zwar deutlich härter zu kämpfen als noch am ersten Spieltag, machte mit einer 70 (Par) aber nicht vieles verkehrt und startet so aus durchwegs vielversprechender Position ins Wochenende. Bernd Wiesberger fand am Freitag für den Houghton GC das richtige Rezept, spielte sich dank einer 66 (-4) bis ins Mittelfeld nach vor und ließ damit im Kampf um den Cut rein gar nichts anbrennen. Da am Nachmittag eine hartnäckige Gewitterfront ein Weiterspielen unmöglich machte, muss am Samstag erst noch die 2. Runde beendet werden, ehe danach am späten Vormittag der Moving Day gestartet werden kann.
Kurz vor mittags Ortszeit startet Bernd mit allererster Startzeit auf der 1 in die 3. Runde und schnappt sich gleich auf der 2 ein frühes Birdie, womit der Start nahezu nach Maß gelingt. Auch auf den Löchern danach hat er von Tee bis Grün alles soweit im Griff, schnappt sich am einzigen Par 5 der Frontnine das nächste Birdie und schließt mit dem nächsten Erfolgserlebnis am Par 3 der 7 sogar bereits bis auf einen Schlag zu den Top 10 auf. Voll im Rollen legt er schließlich auch am Par 3 der 9 den Tee Shot perfekt aufs Grün, lässt sich auch diese Chance nicht entgehen und klopft mit dem bereits vierten Birdie zur Halbeit der 3. Runde sogar bereits vehement an den besten 5 an.
Am Weg auf die Backnine geht der sehenswerte Schwung dann jedoch etwas verloren, denn zunächst verpasst er es am Par 5 der 10 gleich noch weiter nachzulegen und muss kurz danach auf der 12 schließlich auch das erste Bogey notieren, dass er aber immerhin sofort wieder ausbessert. Dennoch geht dem Südburgenländer nicht mehr alles so selbstverständlich von der Hand wie noch vor dem Turn, was auf der 15 schließlich sogar in einem Doppelbogey mündet, womit er auch wieder bis ins Mittelfeld abrutscht. Immerhin verdaut er den wilden Ritt ziemlich gut, betreibt mit seinem sechsten Birdie des Tages auf der 17 noch sehenswerte Trauerbewältigung und spielt sich mit der 67 (-3) doch um einige Ränge bis auf Platz 28 nach vor. Bei "nur" drei Schlägen Rückstand wären am Sonntag wohl auch die Top 10 durchaus noch in Reichweite.
Steinlechner büßt etliche Ränge ein
Perfekt findet Max am Nachmittag zurück ins Geschehen, denn gleich die 1 erweist sich mit einem anfänglichen Birdie als gewinnbringend. Nachsetzen kann der Tiroler vorerst aber nicht, denn nach zunächst recht sicheren Pars, fängt er sich auf der 4 schließlich auch das erste Bogey ein. Zwar stabilisiert der 26-jährige sein Spiel sofort wieder, läuft jedoch auf den verbleibenden Löchern der Frontnine vergeblich einem weiteren Schlaggewinn hinterher und biegt so "nur" mit dem Zwischenscore von Level Par auf die hinteren neun Löcher ab.
Auch dort heißt es zunächst sich weiter in Geduld zu üben, da auch das Par 5 der 10 nichts springen lässt. Erst auf der 12 kann er den Partrott dann wieder durchbrechen und drückt die Runde mit seinem zweiten Birdie des Tages erneut in den Minusbereich. Allerdings kommt er auch danach weiterhin nicht und nicht ins Rollen und findet sich nach weiterem Fehler nach der 15 erneut nur bei Level Par wieder. Reagieren kann er darauf auf den verbleibenden Bahnen nicht mehr und bringt so nur die 70 (Par) zum Recording, was ihn angesichts deutlich besserer Scores auch bis auf Rang 28 abrutschen lässt.
Mit Marcel Siem und Allen John notieren beide Deutsche am Samstag eine 67 (-3), womit vor allem für Siem die Chance auf ein Spitzenergebnis durchaus noch lebt. Hennie Du Plessis (RSA) startet nach der 62 (-8) und bei gesamt 14 unter Par in seiner Heimat aus der Pole Position in den finalen Sonntag.
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