Bernd Wiesberger verpatzt den Desert-Swing
Bernd Wiesberger gelang beim Qatar Masters nach zuletzt freien Wochenenden zwar wieder der Sprung über die Cutmarke, mit zwei durchwachsenen Runden am Weekend im Doha GC springt am Ende aber nicht mehr als ein 62. Platz heraus, womit der diesjährige Desert-Swing der DP World Tour wohl getrost als ziemlich verpatzt eingeordnet werden kann.
Bernd Wiesberger kämpfte sich trotz einer 73er (+1) Auftaktrunde, dank der 69 (-3) am Freitag noch ins Wochenende und stemmte so den ersten Cut im neuen Kalenderjahr 2026. Eigentlich wollte der Südburgenländer das positive Gefühl mit in den Moving Day nehmen, ein eiskalter Putter ließ am Ende aber erneut nur eine 73 (+1) zu. Als 55. und mit bereits satten acht Schlägen Rückstand auf die Top 10, geht es am Finaltag nun eher darum die Selbstverständlichkeit im Spiel wieder zu finden um mit halbwegs erfreulichen Gedanken in die kurze einwöchige Spielpause auf der DP World Tour gehen zu können.
Fast schon mit einer 1:1 Kopie des Vortages startet Bernd dann in den Sonntag, denn diesmal verpasst er nach missglücktem Pitch in den Grünbunker das anfängliche Par 5 Birdie und hängt sich danach wieder am Par 3 der 3 mit einem Dreiputtbogey aus gerade mal sechs Metern den ersten Schlagverlust um. Antwort kann er darauf keine geben und da der Tee Shot auf der nächsten kurzen Bahn dann etwas zu weit nach links zieht und im H2O verschwindet, ist Bogey Nummer 2 nicht mehr abzuwenden. Da er dann auch noch am Par 5 danach einen Ball baden schickt, kommt er nach der bislang birdielosen Vorstellung sogar nur bei 3 über Par zum letzten Mal auf die Backnine.
Zwar verpufft dann mit der 10 auch die nächste lange Bahn ungenützt, allerdings stattet auf der 11 sichtlich der Putter der Finalrundenpary einen Besuch ab, denn aus sechs Metern leuchtet das bislang vergeblich gesuchte erste Birdie auf. Das scheint ihn auch sichtlich die Eisen zu schärfen, denn trotz eines verzogenen Drives parkt er die Annäherung auf der 14 nur wenige Zentimeter vom Loch entfernt und notiert so rasch ein weiteres Erfolgserlebnis. Wieder wird er danach allerdings mit der 15 nicht warm und brunmmt sich nach verpasstem Up & Down zum bereits dritten Mal in dieser Woche am Par 4 ein Bogey auf.
Nächster Stopp: Nairobi
Das beendet auch die kurze positivere Phase sofort wieder, denn einmal mehr geht am drivebaren Par 4 danach leer aus und da er sich am darauffolgenden Par 3 dann nach verfehltem Grün nicht mehr zum Par scramblen kann, hält er kurz vor Ende der Runde erneut nur bei 3 über Par. Da dann am Par 5 der 18 der Birdieputt aus zwei Metern nicht fallen will, notiert der 40-jährige am Sonntag lediglich die 75 (+3) und tritt so mit einem 62. Platz wieder die Heimreise an, was jedoch nach zuletzt freien Wochenenden zumindest sein bestes Resultat beim diesjährigen Desert-Swing darstellt.
Damit ist er aber immerhin noch etwas besser unterwegs als Landsmann Max Steinlechner, der nach dem Ausrüsterwechsel nach wie vor noch mit der Sicherheit und der Selbstverständlichkeit im Spiel zu kämpfen hat. Immer noch wartet der Rookie auf die ersten Zähler im Race to Dubai der neuen Saison. Wie Bernd Wiesberger muss er nun in der kommenden spielfreien Woche versuchen im Training an den richtigen Hebeln zu ziehen um danach bei den Magical Kenya Open neu angreifen zu können.
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