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PGA Tour oder PGA Tour? – Ein Überblick der Golfsimulationen von 2K und EA!

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Nachdem es nach der erfolgreichen "Tiger Woods PGA Tour" Golfserie von EA Sports einige Zeit eine recht unangenehme Pause der virtuellen Birdiejagd gab, kann man mittlerweile sogar aus mehreren Simulationen wählen. Golf-Live gibt für alle denen der Winter schon zu lange dauert einen Überblick über die beiden Golf-Platzhirsche von 2K und EA Sports.

Lange Zeit zählte "Tiger Woods PGA Tour" für alle virtuellen Golf-Fans als DAS Golfgame an dem es einfach kein Vorbei gab. Nach den privaten Problemen von Woods wurde der Vertrag mit dem Superstar jedoch nicht verlängert, was auch das virtuelle Golfgeschehen versiegen ließ. Kurzzeitig wagte EA Sports zwar eine Rückkehr mit Rory McIlroy als Coverheld, mit wenig Support und einem eher lieblos hingeknallten Game machte sich der kanadische Spielegigant aber keine großen Freunde. In genau diese Lücke stieß 2014 "The Golf Club". Das Indie-Projekt von dem kleinen kanadischen Entwicklerstudio HB Studios eroberte mit viel Liebe zum Detail und einem außergewöhnlichen Platzdesigner rasch die Fanherzen.

Auch 2K erkannte dies und klopfte 2018 erstmals noch ein wenig zaghaft bei den Kollegen von HB an. In einer gemeinsamen Produktion rief man schließlich "The Golf Club 2019 featuring PGA Tour" ins Leben. Sozusagen der Anfang einer strategisch hervorragenden Partnerschaft. Im August 2020 schließlich kam "PGA Tour 2K21" auf den Markt. Ausgestattet mit der vollen PGA Tour Lizenz und einem nach wie vor hervorragenden Course-Designer, der der Community völlig freie Wahl und Gestaltungsmöglichkeiten gab, wurde die Golfsimulation zu einem vollen Erfolg und läutete auch den Startschuss zu einer neuen Ära des Bildschirm-Golfs ein. 2021 schließlich übernahm 2K die HB Studios komplett und entwickelt sozusagen nun "alleine" die erfolgreiche Serie immer weiter.

2022 folgt mit PGA Tour 2K23 dann der totale Durchbruch, denn erstmals lag der Fokus auch auf spielbaren Professionals, was bedeutet, dass Gamer auch direkt als Tiger Woods oder Lexi Thompson der kleinen weißen Kugel hinterherjagen konnten. Der Erfolg der Serie blieb naturgemäß auch EA Sports nicht verborgen, was den Tech-Giganten dazu veranlasste seinerseits die Golf-Entwicklung wieder voranzutreiben. Wie bei EA üblich lag der Fokus einmal mehr auf Lizenzen, Lizenzen, Lizenzen, denn was 2K noch nicht realisieren konnte waren damals die Rechte an den Majors.

Genau diese Lücke schloss EA und hoffte damit bei der Community, die nach wie vor noch die Wunden nach dem Missglückten Rory McIlroy Game leckte, eine neue Chance zu bekommen. Plötzlich also waren zwei "Hochglanz Golf-Games" auf dem Markt. Seit Februar 2025 schob 2K nun sogar PGA Tour 2K25 nach, wobei der Fokus hierbei vor allem auf dem Simulationsaspekt liegt. Welches ist also das richtige Game für wen? Golf-Live versucht die einzelnen Punkte aufzuschlüsseln, damit am Ende keiner versehentlich zum für ihn "falschen" Spiel greift.

Verschiedene Philosophien - (fast) gleiche Lizenzen

Vorweg: Mit der PGA Tour Lizenz kommen beide Spiele. Der große Unterschied ist mittlerweile nur noch das Masters. Seit dem Release von PGA Tour 2K25 hat auch 2K die Lizenzen der übrigen drei Majors, womit nur noch Augusta exklusiv bei EA Sports beheimatet ist. Grafisch gesehen kann man den Entwicklern von EA nur gratulieren. Vor allem auf Next-Gen Systemen sieht "EA Sports PGA Tour" auch mit nunmehr schon einigen Monaten auf dem Buckel noch unglaublich realistisch aus. Gerade beim Masters wurde wirklich an nichts gespart. Sogar einzelne Magnolienblüten bewegen sich realistisch im Wind. Hier wurde wirklich "Eye Candy" betrieben.

Auch die übrigen im Spiel oder per Update enthaltenen Kurse glänzen mit hervorragender Optik. In diesem Punkt hat EA einfach wirklich rein gar nichts falsch gemacht. Wer auf Authentizität enormen wert legt ist somit hier sehr gut aufgehoben. Alles fühlt sich nach TV-Übertragung an, vom Einstieg ins Turnier, über die Inserts, die Kommentatoren, bis hin zum Siegesputt ist alles auf ein authentisches Setting getrimmt. Dies soll 2K jedoch in keiner Weise schmälern. Der Unterschied zwischen EA war bei PGA Tour 2K23 grafisch doch noch signifikant, seit PGA Tour 2K25 hat sich diese Lücke aber doch ziemlich geschlossen.

Grafisch kann auch 2K mittlerweile wirklich überzeugen. Der größte Unteschied zwischen den Spielen ist ganz klar der Realismus und die Ballphysik. EA nutzt hier die "Pure Strike" Technologie, wo der Fokus auf der Flugbahn und dem Verhalten des Balls auf den verschiedenen Untergründen liegt. Es fühlt sich sehr "echt" an, neigt aber dazu etwas verzeihender zu sein. PGA Tour 2K25 gilt unter Puristen als die härtere Simulation. Die neue "EvoSwing" Mechanik bestraft kleinste Fehler im Timing oder im Rhythmus sofort. Die Ballphysik im Rough und auf dem Grün ist oft noch einen Tick lebensechter.

Punkto Schwierigkeit und Steuerung lassen sich beide Games ganz gut einstellen, denn die Schwierigkeitsstufen reichen von "Arcade" mit Linienhilfen auf dem Grün bis hin zu "Simulation" ohne jegliche Hilfe. Erst hier trennen sich die Wege dann etwas, denn 2K25 muss man wirklich erst etwas lernen, auch im leichten Modus, während EA sozusagen als "Pick & Play" konfiguriert ist. Wer auf sofortige Erfolgsmomente setzt wäre bei EA sicherlich etwas besser aufgehoben. Auf der allerschwersten Stufe, also wirklich ohne jegliche Schwunghilfen oder optischen Anhaltspunkten, ist 2K25 dann wirklich eine echte Herausforderung. Für echte Golfer wäre es am Platz mit realen Schlägern in der Hand wohl sogar einfacher.

Wo bekommt man mehr?

Hier kippt der Vergleich der beiden Games leider ziemlich deutlich auf eine Seite, denn in diesem Punkt geht 2K als der riesengroße Gewinner hervor. Zum einen geizt EA mittlerweile doch spürbar mit Updates, zum anderen fehlt dem Spiel der Kanadier der Course Designer. Genau hier holt 2K aber die Community richtig ab. Mittlerweile gibt es unzählige Kurse die an Realismus nicht zu überbieten sind. Selbst Augusta kann ohne Probleme gespielt werden. Zwar mit anderem Namen aufgrund der Rechte, aber die unabhängigen Kursdesigner haben den altehrwürdigen Platz in Georgia längst bis auf den letzten Grashalm genau nachgebaut und online allen Spielern zugänglich gemacht.

Wer geschickt ist und Zeit hat könnte theoretisch auch seinen eigenen Heimatplatz ins Spiel integrieren und so auch während der kalten Wintermonate in seinem Club Runde um Runde drehen. Die Möglichkeiten sind hier schier endlos. Offiziell sind derzeit rund 35 Kurse im Spiel, mit der Community erhöht sich diese Zahl nunmehr auf schon über 200.000. EA hingegen hält bei 39 Kursen und ohne Course Designer und mit fast vernachlässigbarer Update-Frequenz, wird sich daran vermutlich auch nicht mehr vieles ändern. Der Langzeitspaß ist hier ganz klar bei 2K.

2K setzt online auf Societies

Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Punkt ist das Online-Gaming. Auch hier punktet 2K ganz klar. Das Spiel ist eindeutig darauf ausgerichtet, dass man sich online mit anderen misst, was jedoch nicht bedeutet, dass man alleine Abstriche machen müsste. Der Karrieremodus funktioniert perfekt, ist ausgereift und man kann seinen Pro von der Korn Ferry Q-School bis zu Major-Ehren führen. Online allerdings hat 2k seine ganze Erfahrung ausgespielt. Matchplay 1vs1, Ranked Matchmaking, Skins-Mode, Divot Derby, Topgolf, etc. alles möglich. Das Herzstück aber sind die Online Societies: Sozusagen kann man hier seinen eigenen virtuellen Golfclub gründen oder auch einem beitreten. Als Präsident legt man den Turnierkalender fest, bestimmt die Schwierigkeit und die Plätze und kann (auch) zeitversetzt seine Runden drehen und sieht sich nachher in der Bestenliste.

EA hingegen ist eher für Solisten gedacht. Online bieten die Kanadier drei Möglichkeiten an. Beim Simultanen Golfspiel sieht man bei EA zwar oft die "Ghost-Bälle" seiner Gegner in Echtzeit fliegen. Das sieht zwar nett aus, aber das klassische Matchplay-Gefühl geht so etwas verloren. Bei den Täglichen/Wöchentlichen Turnieren spielt man eine Runde gegen die Bestenlisten der Welt um sich so Belohnungen zu verdienen. Es gibt zwar auch hier ein begrenztes Matchplay, die Spielsuche dauert jedoch oft deutlich länger als beim Konkurrenten, da die Basis schlicht kleiner ist und Crossplay - die Technologie, die es Spielern ermöglicht, über verschiedene Spielkonsolen und Systeme hinweg gemeinsam oder gegeneinander zu spielen - ist gar nicht möglich. Lediglich eine Cross-Progression, also die Mitnahme von Spielständen auf verschiedene Systeme, wurde implementiert.

Fazit, Empfehlung und Verfügbarkeit

Wer überragende Grafik als einen der wichtigsten Punkte ansieht, gerne rasch Erfolge feiert und mit einer einigermaßen überschaubaren Anzahl an Plätzen zufrieden ist, ist bei EA Sports PGA Tour mit Sicherheit gut aufgehoben. Das Spiel läuft flüssig, ist ausgereift und kann in den angebotenen Punkten durchaus überzeugen. Wer Realismus pur haben will, keine Scheu hat das Spiel erst ein wenig zu "erlernen" und vor allem auf eine schier unendliche Auswahl an Plätzen wert legt, der wird bei PGA Tour 2K25 sicherlich nicht enttäuscht werden. Verfügbar sind beide Games für PlayStation 5, Xbox Series X und auf PC via Steam bzw. EA App. Ab 6. Februar 2026 wird man auch auf der Nintendo Switch 2 PGA Tour 2K25 zocken können. Preislich gibt es vor allem EA Sports PGA Tour teilweise bereits richtig günstig. Selbst um 15 Euro wurde das Spiel bereits angeboten. Für 2K25 muss man etwas tiefer in die Tasche greifen, via zum Beispiel Eneba gibt es aber auch hier immer wieder recht günstige Angebote.

Der Beitrag PGA Tour oder PGA Tour? – Ein Überblick der Golfsimulationen von 2K und EA! erschien zuerst auf Golf-Live.at.

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