Bahrainfall in der Wüste für Max und Bernd
Max Steinlechner und Bernd Wiesberger finden auch für den Royal GC bei den Bahrain Championship kein wirklich passendes Rezept und stehen wie schon in der Vorwoche erneut in der Wüste mit leeren Händen da.
Nach dem verpassten Wochenende beim Rolex Series Event in Dubai, hofften Bernd Wiesberger und Max Steinlechner in dieser Woche eigentlich auf mehr Spielglück in Bahrain. Allerdings war das österreichische DP World Tour-Duo am Donnerstag auch im Royal GC weiterhin auf der Suche nach der Form, denn mit 75er (+3) Runden pendelten sich die beiden nur im dreistelligen Leaderboardbereich ein und starten so mit mehr als nur unangenehmen Rückstand auf die erwartete Cutmarke in den Freitag.
Der erste Abschlag zieht bei Max Steinlechner am Nachmittag auf der 10 dann zwar zu weit nach links, aus der Wüste findet er aber das Grün und da der Putter aus knapp elf Metern heiß läuft, geht sich gleich am ersten Loch ein Birdie aus. Nach versandeter Attacke auf der 13 und einem verschobenen Birdieputt danach auf der 14 verpasst er es jedoch zeitnah am Par 5 Doppel der Backnine weiter nachzulegen und kommt so der gezogenen Linie noch nicht spürbar näher.
Generell zeigt sich der Tiroler aber im Gegensatz zu den letzten Runden doch deutlich verbessert und vor allem mit den Eisen sicherer. Allein der Putter will auf den Backnine nicht so recht mitspielen, weshalb er sich auch weiterhin noch mit Pars begnügen muss. Zum Leidwesen des Aufsteigers setzt sich der Trend auch nach dem Turn nahtlos fort, denn immer wieder gibt er sich durchaus machbare Möglichkeiten die das Gerät fürs Kurzgemähte jedoch nach wie vor nicht in Zählbares ummünzen kann. Am Ende steht er zwar mit einer makellosen 71 (-1) beim Recording und notiert damit die erste Runde unter Par im Kalenderjahr 2026, der Cut geht sich bei gesamt 2 über Par aber recht deutlich nicht aus.
Wiesberger erneut nur mit der 75
Bereits am Par 3 der 2 wird es für Bernd Wiesberger am Freitag erstmals unangenehm, denn nach einem etwas ungenauen Tee Shot muss er aus knapp 30 Metern den Putter dreimal bemühen und rutscht so bei durchwegs guten Scores rasch noch weiter hinter die gezogene Linie zurück. Nach einer verzogenen Vorlage verpasst er zunächst zwar am darauffolgenden Par 5 den sofortigen Konter, auf der 5 darf er dann aber jubeln, denn nach starkem Eisen spielt aus zwei Metern auch der Putter erstmals mit.
Von Tee bis Grün stabilisiert das Erfolgserlebnis dann auch über weite Strecken sein Spiel, allerdings kann er daraus auf den Frontnine noch nicht weiter Kapital schlagen und steht so nur mit dem Zwischenstand von Level Par beim Turn, womit die Cutmarke auch weiterhin in weiter Ferne liegt. Kaum auf den Backnine angekommen setzt der 14. Schläger dann sogar Eiskristalle ein, denn mit einem Dreiputtbogey aus gerade mal vier Metern, verfliegt wohl endgültig auch die letzte kleine Hoffnung den Cut doch noch stemmen zu können.
Das Bild ändert sich auch mit Fortdauer der Runde nicht, denn teils kämpft Bernd mit weiteren Ungenauigkeiten, teils mit einem nach wie vor eiskalten Putter, was am Par 5 der 14 schließlich auch im nächsten Schlagverlust mündet. Da dann auch am Par 3 der 16 mit dem nächsten Driller ein Bogey aufleuchtet, geht sich auch am Freitag wieder lediglich eine 75 (+3), womit er doch mehr als deutlich am Cut scheitert. Für beide Österreicher stellt das Qatar Masters in der kommenden Woche nun die letzte Chance dar um heuer aus der Wüste noch Zählbares mitnehmen zu können.
Den Deutschen ergeht es im Royal GC teils deutlich besser, denn Freddy Schott startet nach der 67 (-5) als erster Verfolger von Leader Calum Hill (SCO) in den Moving Day. Nicolai Von Dellingshausen ist bis auf einen Schlag an den Top 10 dran.
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