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Wie ausgewechselt

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Bernd Wiesberger präsentiert sich bei den Irish Open zum Auftakt im Gegensatz zu den letzten Monaten wie ausgewechselt und stürmt mit einer knallroten 67 (-5) vorerst sogar in die geteilte Führung. Matthias Schwab startet nach späten Bogeys im K-Club nur mit der 74 (+2).

Für Bernd Wiesberger und Matthias Schwab beginnen nun endgültig die „Wochen der Wahrheit“, denn beide Österreicher benötigen noch zwingend wichtige Zähler im Kampf um die Tourcard für kommende Saison. Bei Wiesberger gab es zuletzt zwar einen kleinen Aufwärtstrend mit zwei geschafften Cuts in Folge, dick anschreiben konnte er jedoch nicht und startet nur als 131. im Race to Dubai in Irland ins Turnier. Schwab findet sich im Jahresranking gar nur auf Position 205 wieder.

Die Irish Open könnten so jedoch womöglich sogar zur genau der richtigen Zeit kommen, denn zum einen ist das Turnier mit 6 Millionen hoch dotiert und zum anderen folgten etliche Hochkaräter dem Ruf von Schirmherr Rory McIlroy (NIR), womit es im K-Club auch durchaus fette Weltranglistenpunkte zu holen gäbe. Zum Auftakt ist Bernd Wiesberger dann gleich mit allererster Startzeit unterwegs und findet mit einem sicheren Par ziemlich stressfrei ins Turnier.

Birdierhythmus gefunden

Bereits auf der 2 wird es dann nach einem wild verzogenen Drive aber erstmals richtig stressig. Nur dank eines hervorragenden Pitches ins Grün, lässt sich am Ende der Schlagverlust noch abwenden. Das positive Gefühl vom Save nimmt er auch perfekt mit und holt sich am darauffolgenden Par 3 aus acht Metern sehenswert das erste Birdie ab. Auf den Geschmack gekommen legt er auch sofort am Par 5 der 4 aus drei Metern weiter nach. Kurz geht er es dann etwas ruhiger an, ehe er auf der 7 erneut aus drei Metern locht und sich so mittlerweile im Spitzenfeld festsetzt.

In dieser Tonart geht es auch nach dem Turn nahtlos weiter, denn auch am Par 5 der 10 kann er aus einem starken Wedge aus drei Metern wieder Kapital schlagen. Auf der 13 erwischt es ihn dann aber schließlich auch mit dem ersten Fehler, da er sich nach versandeter Annäherung nicht mehr zum Par scramblen kann. Sofort steuert der 29-jährige aber mit einem Sechsmeterputt gegen und legt auf der 15 aus drei Metern gleich noch ein weiteres Birdie nach, womit er bei 5 unter Par sogar bis an die Spitze stürmt.

Auf den verbleibenden Löchern lässt er schließlich nichts mehr anbrennen, bringt so die 67 (-5) zum Recording und teilt sich damit am Ende seiner Runde sogar die Spitzenposition mit Adrien Saddier (FRA) und Daniel Brown (ENG), bis er kurz danach von Nacho Elvira (ESP), Thorbjorn Olesen (DEN) und Romain Langasque (FRA) noch knapp überflügelt wird.

Schwab mit späten Bogeys

Just als Matthias Schwab ins Turnier starten will, setzt eine Gewitterfront dem Treiben kurzzeitig ein Ende. Die ungeplante Pause dauert aber nicht wirklich lange und Matthias zeigt sich auch einigermaßen unbeeindruckt, wie anfängliche Pars untermauern. Auch mit Fortdauer hat der Schladming-Pro vorerst alles im Griff, bis er ohne Not am Par 5 der 16 plötzlich die Vorlage wassert und so ein erstes Bogey nicht mehr verhindern kann.

Noch vor dem Wechsel auf die Frontnine belohnt er sich dann aber für eine mutige Grünattacke übers Wasser und fährt am Par 5 der 18 schließlich auch das erste Birdie ein, womit er sein Score wieder auf Anfang dreht. Ziemlich stressfrei lässt er dann auf den ersten Löchern der vorderen Platzhälfte nichts anbrennen und quetscht schließlich aus der nächsten langen Bahn den zweiten Schlaggewinn, wobei aus drei Metern sogar eine dicke Eaglechance verstreichen lässt.

So richtig mitnehmen kann er den Schwung aber nicht, denn nach vergeblichem Scrambling rutscht er postwendend wieder auf Level Par zurück. Das lässt plötzlich auch den Putter auskühlen, wie ein Dreiputtbogey direkt danach unterstreicht, womit er sogar wieder über Par abdriftet. Zu allem Überfluss gibt er dann auf der 9 mit dem nächsten Driller noch einen Schlag ab und steht so am Ende sogar nur mit der 74 (+2) und Rang 106 wieder beim Recording.

Deutschlands Vertreter verteilen sich zum Auftakt nahezu über das gesamte Spektrum des Leaderboards, wobei Matti Schmid mit einer 69 (-3) den besten Start erwischt.

Leaderboard Irish Open

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Der Beitrag Wie ausgewechselt erschien zuerst auf golf-live.at.

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