Nachrichten

Unwetterschäden in Oftersheim: War es ein Sturm oder gar eine Windhose auf dem Golfplatz?

0

Von Rolf Kienle

Oftersheim. Ob es ein starker Sturm oder eine Windhose war, die in den frühen Morgenstunden des 3. August über den Golfplatz bei Oftersheim fegte und heftige Verwüstungen hinterließ, ließ sich bislang nicht klären. Man sieht jedenfalls jetzt, vier Wochen später, noch erhebliche Folgen: 225 Bäume wurden beschädigt, 60 Bäume sind umgestürzt. Der Berg der abgeräumten Baumstämme und Äste ist beachtlich angewachsen. Der Golfplatz bleibt wohl noch zwei Wochen gesperrt.

Seit Anfang letzter Woche ist die Spezialfirma Gredler aus Karlsdorf-Neuthard auf dem Platz, um umgestürzte Bäume samt Wurzeln zu entfernen und abgebrochene Äste zu zersägen und abzutransportieren. Manche alte Bäume haben so umfangreiche Wurzeln, dass die Mitarbeiter von Franz Gredler tagelang an der Beseitigung einzelner Stämme arbeiteten.

Viele Laubbäume, Birken, uralte Buchen und Eichen hat der Sturm umgeworfen, aber auch Kiefern, die bereits seit Generationen auf dem Areal standen. Der Sturm hat auf dem gesamten Golfplatz Schäden angerichtet: Auf jeder der 18 Golfbahnen wurden Bäume umgeworfen oder wurden vom Sturm stark beschädigt. Der Golfplatz am Hardtwald entstand Mitte der 1950er Jahre, als die amerikanischen Streitkräfte entschieden, den ehemaligen Truppenübungsplatz in einen Golfplatz zu verwandeln.

2013 rollten sie ihre Flaggen vor dem Clubhouse ein und zogen ab. In dieser Zeit wurden zwar immer wieder Bäume gepflanzt, viele stammen aber noch aus den 1950ern, wie die Pappeln und Birken. Der Beginn der Aufräumarbeiten auf dem Golfplatz verzögerte sich, weil zunächst ein Gutachten über die Schäden erstellt werden musste. Außerdem verlangte die Naturschutzbehörde, dass einige Baumstümpfe wegen der jeweils vorgefundenen Käferpopulation erhalten werden müssen. Das hat die Spezialfirma Gredler jetzt zu berücksichtigen.

"Wir haben Glück, dass das Wetter in den letzten Wochen trocken ist", sagt Franz Gredler. Die Arbeiten gehen gut voran. Allerdings beschert ihnen die Tatsache, dass sie nicht mit schwerem Gerät über die Fairways und Grüns fahren können, einigen Zeitverzug. Tonnenschwere Fahrzeuge würden wiederum erhebliche Schäden auf den Spielbahnen hinterlassen. Glücklicherweise wurden auch keine Grüns durch umgestürzte Bäume beschädigt. Sie zu reparieren, hätte sicher Monate gedauert.

Nun muss vor allem Spielsicherheit hergestellt werden, damit kein Sportler beim Golfen von herabstürzenden Ästen getroffen wird. Die Golfer des Golfclubs Rheintal mussten auf die benachbarten Plätze in Wiesloch, Lobenfeld oder Limburgerhof ausweichen, was dort teilweise für Engpässe sorgte. Nur das Golf-Restaurant "Fairway" mit seiner großen Terrasse eröffnet schon mal am kommenden Samstag.

Comments

Комментарии для сайта Cackle
Загрузка...

More news:

Golfclub Repetal Südsauerland e.V.
Golfclub Schwanhof

Read on Sportsweek.org:

Golfclub Feldafing
Golf Club am Reichswald e.V.
Golfclub Abenberg
Golfclub Wasserburg Anholt

Andere Sportarten

Sponsored