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Schlosswiesensee Kürnbach: Minigolfplatz soll Abenteuer-Golfanlage werden

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Kürnbach. (db) Die Minigolfanlage am Schlosswiesensee ist in die Jahre gekommen. Das Gastronomiegebäude ist renovierungsbedürftig. Eine dauerhaft wirtschaftliche Tragfähigkeit ist für Gerd Kochlik, dem Pächter der Anlage, nur bedingt gegeben, da sie nicht das ganze Jahr über ausgelastet ist.

Um die Minigolfanlage attraktiver zu gestalten und dadurch einen dauerhaft rentablen Betrieb für die Zukunft zu erreichen, hat sich Kochlik nun mit einer Idee an die Gemeindeverwaltung gewandt: Der Minigolfplatz soll erweitert und in eine Freizeit-Adventure-Golfanlage umgestaltet werden. Auf der letzten Gemeinderatssitzung vor den Sommerferien begründete der Minigolf- und Gastronomiebetreiber seine Überlegungen.

"Minigolfbahnen werden sterben", wagte Kochlik einen Blick in die Zukunft und räumte ein, dass die Minigolfbahnen in Kürnbach nicht mehr so gut besucht werden wie früher. Auch das Gastronomiegebäude sei stark renovierungsbedürftig, da seit neun Jahren nichts mehr gemacht wurde. Da sich Risse an Wänden und Fliesen gebildet haben, führe kein Weg an einer Sanierung vorbei.

Ohne eine grundlegende Veränderung der gesamten Minigolfanlage werde der Betrieb aber auf Dauer wirtschaftlich nicht mehr zu halten sein. In der Umwandlung zur Freizeit-Abenteuer-Golfanlage sieht Kochlik jedoch eine Chance, für die er bereit wäre, eigene finanzielle Mittel zu investieren, um die Gemeinde als Eigentümer nicht zu belasten. Er setze allerdings ein langjähriges Pachtverhältnis voraus. Der derzeitige Pachtvertrag endet im Frühjahr 2020. Der Trend zu Adventure-Golfanlagen sei bereits in vielen Regionen zu beobachten. In Bruchsal und Mühlacker gebe es vergleichbare Einrichtungen.

Der wesentliche Unterschied zum Minigolf besteht darin, dass die einzelnen Spielbahnen größer sind und dass auf Kunstrasen statt auf Beton gespielt wird. Aufgrund des Platzbedarfes reicht das bisherige Areal nicht aus, sodass eine Erweiterung in Richtung Schlosswiesensee unumgänglich sei.

Bürgermeister Armin Ebhart erläuterte, dass die Gemeinde Eigentümer der östlich gelegenen Wiesenfläche mit rund 5500 Quadratmeter sei, die sich für das Vorhaben anböte. Die Erweiterung setze allerdings eine komplette Neuordnung der Flächen voraus. Zudem müsste eine ganze Reihe von Fragen geklärt werden. Darunter fallen die Nähe des Staudammes mit wasserrechtlichen Belangen, die Parksituation bei stärkerer Frequentierung der Golfanlage sowie der tatsächliche Flächenbedarf für die Erweiterung. Letzteres konnte Gerd Kochlik selbst noch nicht benennen, da er zunächst eine grundsätzliche Zustimmung des Gemeinderats benötige, um dann konkrete Planungen in Auftrag geben zu können.

Der Gemeinderat sah in der Umgestaltung und Erweiterung der Anlage durchaus einen Mehrwert für die Gemeinde und gab in einer Grundsatzentscheidung bei einer Gegenstimme grünes Licht für das Projekt. Zur Renovierung des Gebäudes wurde kein Beschluss gefasst. Dieses Thema wollte der Rat erst behandeln, wenn das Gesamtkonzept für die Neugestaltung und Erweiterung der Minigolfanlage auf dem Tisch liegt.

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