„Amateure des Jahres“: Das sind die Nominierten
Der BFV und der WESER-KURIER suchen die „Amateure des Jahres“ und jetzt stehen die Nominierten fest! Ab sofort und noch bis zum 20. Dezember könnt Ihr für euren Favoriten oder eure Favoritin abstimmen.
In insgesamt vier Kategorien werden die „Amateure des Jahres“ des Jahres erstmals seit 2019 wieder ausgezeichnet. Aus zahlreichen Vorschlägen hat eine Jury aus dem BFV und der Sportredaktion des WESER-KURIER jeweils drei Nominierte ausgewählt. Und das sind sie:
Trainerin des Jahres:
Ylenia Sachau (ATS Buntentor)
Die U 17-Mädchen des ATS Buntentor bewegen sich unter der Leitung von Ylenia Sachau wortwörtlich „zwischen den Welten“. Für viele weibliche Nachwuchsteams waren sie zu stark, doch der Schritt in die B-Juniorinnen-Regionalliga wäre sportlich noch zu groß gewesen. Das Team tritt daher in der C-Bezirksklasse gegen Jungs an und findet dort genau die richtige Herausforderung. Seit vier, fünf Jahren formt Sachau diese Mannschaft mit dem klaren Anspruch, Freude am Fußball zu vermitteln und Spielerinnen nachhaltig zu entwickeln. Der Erfolg zeigt sich jedes Jahr aufs Neue, wenn regelmäßig Talente in die Frauenmannschaft des ATS aufrücken. Dort spielt die 31-Jährige selbst seit 2014 in der Regionalliga und ist eine der erfahrensten Spielerinnen im Team.
Vanessa Lorenz (TV Eiche Horn)
Nach einer schweren Verletzung musste Vanessa Lorenz ihre aktive Karriere beenden. Ganz vom Fußball loslassen kam für die 31-Jährige jedoch nicht infrage. Statt auf dem Rasen steht sie heute an der Seitenlinie des TV Eiche Horn und hat sich dort zu einer äußerst erfolgreichen Trainerin entwickelt. Mit ihrem Team stand sie in diesem Jahr im LOTTO-Pokal Finale, holte im vergangenen Sommer die Meisterschaft und erspielte sich damit sportlich das Recht, an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga teilzunehmen. Der Schritt nach oben scheiterte damals allerdings am fehlenden Unterbau. Inzwischen ist dieser aufgebaut, Eiche Horn mischt erneut ganz oben mit, und der nächste Anlauf auf die Aufstiegsspiele ist fest ins Visier genommen.
Cynthia Beneke (TuS Schwachhausen)
Beim TuS Schwachhausen hat Cynthia Beneke maßgeblichen Anteil daran, dass der Frauenfußball wieder Fahrt aufgenommen hat. Nachdem der Bereich nahezu zum Erliegen gekommen war, war viel Aufbauarbeit nötig. Heute stellt der Verein dank ihres Engagements wieder ein konkurrenzfähiges 11er-Team in der Landesliga. Die 33-Jährige hat im Laufe ihrer Laufbahn bereits fast alle Funktionen im Frauen- und Mädchenfußball übernommen und war unter anderem beim FC Oberneuland als Abteilungsleiterin aktiv. Jetzt steht sie als stolze Trainerin der 1. Frauen in Schwachhausen an der Seitenlinie. Neben ihrem Beruf als Beamtin ist sie zudem Mutter von jungen Zwillingen und trotzdem bringt sie die Energie auf, ihre Mannschaft mit Optimismus, Struktur und Tatkraft zu führen.
Ylenia Sachau, Vanessa Lorenz und Cynthia Beneke (v.l.) sind die Kandidatinnen für die Auszeichnung als „Amateurtrainerin des Jahres“. (Fotos: Christina Kuhaupt/WESER-KURIER, iStock/wing-wing, Montage: Oliver Baumgart)
Trainer des Jahres:
Tomas Führer (TV Eiche Horn)
Tomas Führer ist seit Jahren eine echte Leitfigur beim TV Eiche Horn. Als Trainer der 1. Herren und der A-Junioren – gemeinsam mit seinem Spieler Ole Böttcher – prägt er den Verein sportlich wie menschlich und ist sich auch nicht zu Schade, selbst den Platz zu markieren. Seit der Saison 2022/2023 hat der 45-Jährige die 1. Herren von einem Bezirksligateam über die Landesliga bis in die Bremen-Liga geführt, wo Eiche trotz begrenzter finanzieller Mittel als Aufsteiger das zweite Jahr in Folge um die oberen Plätze mitspielt. Viele seiner Spieler begleitet er bereits seit der D-Jugend, was seine Vereinstreue und seinen besonderen Draht zur Mannschaft unterstreicht. Mit seiner sympathischen, fairen und bodenständigen Art steht Tomas Führer beispielhaft für nachhaltige, erfolgreiche Vereinsarbeit und wurde folgerichtig von der Jury ausgewählt.
Günter und Feyhat Tuncel (SV Hemelingen)
Sie gibt es nur im Doppelpack! Das Trainerteam Günter und Feyhat Tuncel hat bei der SV Hemelingen in den vergangenen Jahren eine Erfolgsgeschichte geschrieben, die im Bremer Amateurfußball ihresgleichen sucht. Mit Beständigkeit, Fachkompetenz und großem Feingefühl formten sie aus einem Bezirksligisten eine Spitzenmannschaft, die Meister der Bremen-Liga wurde und den LOTTO-Pokal gewann, ein historisches Double, das zeigt, was mit harter Arbeit auch im Amateurbereich möglich ist. Trotz begrenzter Mittel und in einem sozial herausfordernden Umfeld holen sie seit Jahren das Maximum aus ihrer Mannschaft heraus, sprechen die Sprache der Spieler und verbinden eine klare Linie mit Herz, Respekt und Fairness. Beide engagieren sich weit über das Sportliche hinaus und sind damit wichtige Vorbilder für Verein und Stadtteil. Der 37-jährige Günter und der neun Jahre älterer Feyhat Tuncel stehen für Leidenschaft, Integrationsarbeit und Vereinstreue.
Ralf Voigt (Bremer SV)
Ralf Voigt ist seit vielen Jahren eine zentrale Figur beim Bremer SV und verkörpert dort wie kaum ein anderer Kontinuität und Fachkompetenz. Der ehemalige Zweitliga-Spieler stand bereits in den Spielzeiten 2018/19 und 2019/20 als Cheftrainer an der Seitenlinie, bevor er nahtlos in die Rolle des Sportlichen Leiters wechselte. In dieser Saison übernahm der 59-Jährige nun die Doppelfunktion als Sportlicher Leiter und Cheftrainer und leistet mit dem wohl kleinsten Etat aller Regionalligisten hervorragende Arbeit. Der BSV befindet sich derzeit im gesicherten Tabellenmittelfeld und behauptet sich eindrucksvoll im Wettbewerb. Mit seiner Erfahrung, seinem klaren Plan und seiner Ruhe ist Voigt nicht nur ein wichtiger Orientierungspunkt für Spieler, Verein und Umfeld, sondern auch hochverdienter Kandidat für die Auszeichnung als „Amateurtrainer des Jahres“.
Tomas Führer, Günter und Feyhat Tuncel und Ralf Voigt (v.l.) kandidieren für die Auszeichnung als „Amateurtrainer des Jahres“. (Fotos: Christina Kuhaupt/WESER-KURIER, iStock/wing-wing, Montage: Oliver Baumgart)
Fußballerin des Jahres:
Neele Wegener (SC Borgfeld)
Neele Wegener ist seit vielen Jahren eine zentrale Figur beim SC Borgfeld. Die 28-jährige Sechserin spielt seit 2006 für ihren Heimatverein und führt heute als Kapitänin die 1. Mannschaft an. Auf und neben dem Platz ist sie ein echtes Vorbild: stets respektvoll gegenüber Mitspielerinnen, Gegenspielerinnen und Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter. Zudem wird sie als zuverlässig, engagiert und teamorientiert beschrieben. Ihr ist die Gemeinschaft im Verein besonders wichtig, weshalb sie auch abseits des Rasens viele gemeinsame Aktionen mit ihren Teamkolleginnen initiiert und lebt. Sportlich krönte sie ihr Engagement 2024, als sie ihr Team bis ins LOTTO-Pokal-Endspiel führte. Im Jahr drauf holte der SC sogar die Hallenmeisterschaft. Mit ihrer Vereinstreue, ihrem Charakter und ihrer Führungsstärke ist Neele Wegener eine mehr als würdige Kandidatin für die Auszeichnung als „Amateurfußballerin des Jahres“.
Annika Runge (Blumenthaler SV)
Annika Runge trägt seit 2021 das Trikot des Blumenthaler SV und ist beim aktuellen Landesliga-Spitzenreiter weit mehr als „nur“ Torhüterin. Der Verein und ihr Team liegen der 28-Jährigen spürbar am Herzen. Neben ihren starken Leistungen zwischen den Pfosten übernimmt sie viele Aufgaben abseits des Spielfeldes, organisiert unter anderem Kleidung für die Mannschaft und kümmert sich um Feiern und Teamevents – kreative Aufgaben, die sie mit großer Freude angeht. Gleichzeitig geht sie als Spielführerin mit gutem Beispiel voran: Als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin auf der Frühchen-Intensivstation kommt es vor, dass sie nach einer Nachtschicht nur wenige Stunden Schlaf bekommt, bevor das nächste Spiel ansteht und dennoch ist auf ihren Einsatz und ihre Zuverlässigkeit im Tor jederzeit Verlass.
Sarah Badenhop (OT Bremen)
Schon als Siebenjährige zog es Sarah Badenhop zu OT Bremen und damit zu dem Verein, für den auch ihr Vater viele Jahre gespielt hat. Bis heute ist der Club ihre sportliche Heimat geblieben. Mittlerweile ist die 25-Jährige Kapitänin der Landesliga-Mannschaft und eine zentrale Identifikationsfigur für den Verein. Als Bereitschaftspolizistin weiß sie, wie wichtig Zusammenhalt und Verantwortung sind, und genau das lebt sie auch auf dem Platz. Sie stärkt das Wir-Gefühl, übernimmt Führung und ist für die jungen Spielerinnen feste Ansprechpartnerin und Vorbild zugleich. Ein Abschied von OT Bremen steht für sie nicht zur Debatte. Sarah Badenhop will dem Verein auch in den kommenden Jahren als Leistungsträgerin erhalten bleiben und auch für die Experten ist ein OT Bremen ohne Sarah Badenhop kaum vorstellbar.
Neele Wegener, Annika Runge und Sarah Badenhop (v.l.) wollen „Amateurfußballerin des Jahres“ werden. (Fotos: Christina Kuhaupt/WESER-KURIER, David Dischinger/BFV, iStock/wing-wing, Montage: Oliver Baumgart)
Fußballer des Jahres:
Ömer Aslan (Brinkumer SV)
Ömer Aslan vom Brinkumer SV verkörpert den Amateurfußball in Bremen in besonderer Weise: Auf dem Platz ziehet er auf der Position des Sechsers die Fäden, überzeugt mit Technik, Schnelligkeit, Spielübersicht und Vielseitigkeit, übernimmt in entscheidenden Momenten Verantwortung und reißt sein Team mit Leidenschaft, Disziplin und Fairness mit. Mit seinem unermüdlichen Einsatz, seiner Ruhe auch in Drucksituationen und seinem Vorbildcharakter ist der 21-Jährige ein zentraler Leistungsträger und Orientierungspunkt für Mitspieler und Gegner. Abseits des Rasens engagiert er sich intensiv im Vereinsleben, insbesondere in der Jugendarbeit, unterstützt Nachwuchsspieler mit Rat und Tat und packt überall dort mit an, wo helfende Hände gebraucht werden.
Marcel Pfaar (SV Hemelingen)
Wenn man als Torhüter einen Fehler macht, resultiert hieraus meistens ein Gegentor. Marcel Pfaar von der SV Hemelingen macht in der Regel wenig Fehler und hat damit maßgeblich dazu beigetragen, dass sein Club inzwischen zu einem der besten im Bremer Amateurfußball gehört. Gemeinsam mit seinem Trainerteam, das ebenfalls nominiert ist, holte der 27-Jährige in der vergangenen Saison das Double aus Meisterschaft und LOTTO-Pokal und kann in seiner Karriere bereits auf zwei Einsätze im DFB-Pokal zurückblicken. Seit 2022 hütet er das Tor der SVH und ist dabei nicht Leistungsträger, sondern hilft mit seiner Ruhe und Souveränität auch jungen Spielern dabei, sich im Team schnell zurechtzufinden.
Ole Böttcher (TV Eiche Horn)
Beim TV Eiche Horn ist Ole Böttcher seit Jahren eine der prägenden Figuren. Mit seinem Team gewann der 21-Jährige erst die Bezirksliga, dann die Landesliga und führte Eiche bis auf Platz 5 in der Bremen-Liga, womit die erstmalige Teilnahme am LOTTO-Masters um den Sparkasse Bremen-Cup bevorsteht. Er sammelt konstant viele Scorerpunkte, trifft pro Saison mindestens zweistellig und sorgt mit Treffern sogar aus der eigenen Hälfte oder von der Mittellinie für Highlights, aber immer mit Fairness an erster Stelle. Trotz seines jungen Alters ist er ein echter Leader und Vorbild auf und neben dem Platz, der seit der Jugend für denselben Verein spielt, eine Vereinstreue, die heute selten geworden ist. Dieses Paket aus Talent, Wirkung auf dem Platz und Charakter hat auch die Jury überzeugt.
Ömer Aslan. Marcel Pfaar und Ole Böttcher (v.l.) stehen zur Wahl zum „Amateurfußballer des Jahres“ werden. (Fotos: Christina Kuhaupt, iStock/wing-wing, Montage: Oliver Baumgart)
Jetzt seid Ihr dran! Bis zum 20. Dezember um 21:00 Uhr könnt Ihr unter weser-kurier.de/adj für euren Favoriten oder eure Favoritin abstimmen. Die Bekanntgabe der Gewinnerinnen und Gewinnern gibt es dann auf großer Bühne im Rahmen des LOTTO-Masters um den Sparkasse Bremen-Cup am 20. Dezember in Halle 7 auf der Bürgerweide. Auch dort, nämlich am großen Stand des WESER-KURIER, kann noch gevotet werden.
Tickets für das LOTTO-Masters um den Sparkasse Bremen-Cup gibt es bei Nordwest Ticket unter 0421-36 36 36 oder 0441-99 88 77 66, im Pressehaus Bremen, bei allen angeschlossenen NWT-Vorverkaufsstellen sowie unter nordwest-ticket.de.
Die Tickets kosten 10,- EUR* (ermäßigt 5,- EUR* – Schüler, Studenten, Rentner, Schwerbehinderte). Kinder bis einschließlich 6 Jahren haben freien Eintritt ohne Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz. VIP-Tickets sind für 89,- EUR* erhältlich und beinhalten auch den Zugang zum VIP-Bereich (16:30 – 01:00 Uhr) inkl. Speisen und Getränken.
* – ggf. zzgl. Versand (eTicket kostenlos) und Buchungsgebühr
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