Buchen-Hainstadt: "Own Steps" begeisterten ihr Publikum (plus Fotogalerie)
Buchen-Hainstadt. (kn) In das Reich der Mitte entführte die Tanzsportgruppe „Own Steps“ ihr Publikum im Rahmen ihrer Show „Die wahre Kaiserin von China“, die am Freitagabend in der Hainstadter Sport- und Mehrzweckhalle ihre Premiere hatte. Im dreijährigen Rhythmus hat Ideengeberin, Texterin und Regisseurin Sibylle Hofer-Hasenstab wieder ein neues Werk auf die Bühne gezaubert und es sei vorweggenommen – diese Arbeit hat sich auch dieses Mal wieder ausgezahlt.
Mit minutenlangen Standing Ovations wurde die Tanzsportgruppe für ihre Darbietungen frenetisch gefeiert, die auch in diesem Jahr wieder als ein Gesamtkunstwerk aus tänzerischen- und schauspielerischen Leistungen, choreografischen Bühnenbildern und nicht zuletzt musikalischen Highlights die Zuschauer in ihren Bann zogen. Mit dabei auf der Reise durch Asien war eine große Schar von Tänzerinnen und Tänzern in farbenprächtigen Kostümen, umrahmt von einer fantasievollen Kulisse, die keinerlei Wünsche offen ließ.
Die Rahmengeschichte bot eine abwechslungsreiche und zugleich spannende Geschichte, die sich im chinesischen Reich abspielt, wo der strenge Kaiser (Klemens Gramlich) regiert und sich sehnlichst von seiner Kaiserin (Silke Flores) einen männlichen Thronfolger wünscht. Voller Erwartungen auf dieses Ereignis lässt sich der Herrscher von der Wahrsagerin Ejaschepang (Elke Gramlich) die Karten legen und die blickt tatsächlich verheißungsvoll auf ein Kind im blauen Kaisergewand.
Letztlich ist der Kaiser maßlos enttäuscht, als ein Mädchen das Licht der Welt erblickt, lässt voller Zorn die Wahrsagerin verhaften und beauftragt deren Sohn Wen Yung (Martin Schweer), das Kind umzubringen. Gleichzeitig soll dieser einen Jungen heranschaffen, ohne dass jemand etwas davon erfährt.
Damit nimmt die Geschichte ihren Lauf und Wen Yung macht sich auf den Weg durch das große chinesische Reich, nur um seine Mutter retten zu können. Um sicher zu sein, dass dessen Auftrag erledigt wird, schickt der Kaiser ihm seinen Diener Tai Ping (Michael Henk) hinterher, der beobachten soll, ob der kaiserliche Auftrag zu seiner Zufriedenheit ausgeführt wird.
Während der Reise – und zugleich auch abgelenkt von der aufdringlichen, liebesbetörten Shi Long (Julia Stich) – wird Wen Yung schnell klar, dass er der kleinen Kaiserin nichts antun kann.
Als er weitab im Norden Chinas einen neugeborenen Jungen findet, lässt er das Mädchen zurück und bringt schließlich den Jungen in den Palst des Königs. Dort kündigt der Palastsprecher (Ferdinand Winkler) das Drachenfest an, und endlich kann der Kaiser dem Volk seinen Sohn Li Hong präsentieren.
20 Jahre später zieht der Kaiser in den Krieg, um die Zukunft seines Reiches zu sichern und verlobt zuvor seinen Sohn mit einem fremden Mädchen.
Obwohl dem jungen Kaiser (Christopher Schell) das Verlassen des Palastes verboten ist, besucht er mit seinem Freund Bei Hu (Oliver Stäublin), dem Sohn des kaiserlichen Dieners Taiping, einen chinesischen Zirkus und verliebt sich dort in das Zirkusmädchen Kiomi (Tabea Ackermann). Bei Hu berichtet seinem Vater von dem Zirkusmädchen und dieser erkennt in ihr die kleine Kaiserin wieder.
Als Kiomi mit ihrer Freundin PiLeng (Stefanie Grimm) plötzlich verschwindet, machen sich Li Hong auf die Suche nach ihnen. Als der Kaiser im Krieg fällt, erkennt Li Hong, dass er nun doch seine Nachfolge antreten muss, aber nicht ehe er Kiomi gefunden hat. Tatsächlich weit weg vom Palast findet er nicht nur Kiomi wieder, sondern auch seine Eltern (Thomas Tonnier/Christiane Pfeffer) und damit steht einer Hochzeit nichts mehr im Wege – und das Zirkusmädchen wird zu dem, was sie schon immer war: Die wahre Kaiserin von China.

