Letzte Auswärtsfahrt der Saison: Wir wollen in Chemnitz an den Hinspielerfolg anknüpfen
Eine besondere Verbindung gibt es dabei auch personell: William Christmas lief in der vergangenen Saison noch für die Chemnitzer auf, wird uns jedoch – ebenso wie Till Pape und Garai Zeeb – verletzungsbedingt weiterhin fehlen.
Sepehr Tarrah (Co-Trainer SKYLINERS): "Wir wollen im letzten Spiel noch einmal alles reinwerfen – auch wenn wir aktuell mit personellen Ausfällen klarkommen müssen. In Chemnitz zu spielen ist eine große Herausforderung und sehr unangenehm. Es ist eine Mannschaft, die sich viel bewegt und auch den Ball gut laufen lässt. Deshalb wird es entscheidend sein, dass wir defensiv stabil stehen und einen Weg finden, sie zu stoppen. Auf der anderen Seite wollen wir offensiv als Team auftreten, uns die bestmöglichen Würfe herausspielen und dabei unsere Auswärtsstärke nutzen."
Formcheck: Gute erste Halbzeit gegen Bonn nicht ausreichend
Im letzten Spiel mussten wir uns den Telekom Baskets Bonn deutlich mit 72:104 geschlagen geben. Dabei zeigte insbesondere die erste Halbzeit (41:49) eine ordentliche Leistung, in der wir gut im Spiel waren und offensiv Lösungen fanden.
Nach der Pause verloren wir jedoch defensiv zunehmend den Zugriff, wodurch Bonn sich vor allem im dritten Viertel entscheidend absetzen konnte. Trotz engagierter Phasen konnten wir den Rückstand nicht mehr aufholen. Positiv hervorzuheben sind die Leistungen von Radii Caisin (16 Punkte, 4 Dreier) sowie Jacob Holt (17 Punkte, 6 Rebounds), die offensiv wichtige Akzente setzten.
Chemnitz mit wichtigem Auswärtssieg in Berlin
Die NINERS Chemnitz gehen mit Rückenwind in die Partie: Zuletzt gelang ein knapper 84:82-Auswärtssieg bei ALBA BERLIN, der neue Hoffnung im Playoff- und Play-In-Rennen gibt.
Die Chemnitzer starteten stark in die Partie, spielten aggressiv zum Korb und überzeugten durch eine geschlossene Teamleistung mit sechs zweistelligen Scorern. In der Crunchtime behielten sie die Nerven – unter anderem durch entscheidende Freiwürfe von Corey Davis kurz vor Schluss. Leistungsträger war erneut Kevin Yebo mit 18 Punkten, der gemeinsam mit Sow und Davis das Gerüst der Mannschaft bildet.
Players to Watch: NINERS Chemnitz
Kevin Yebo (16 Punkte / 6,4 Rebounds / 1,4 Assists)
Amadou Sow (12,8 Punkte, 6,1 Rebounds)
Corey Davis (ca. 12,1 Punkte / 2,2 Rebounds / 6,3 Assists)
Zahlen, die Mut machen
Ein Blick auf die Statistiken zeigt durchaus Ansatzpunkte für uns: Wir verfügen über eine bessere Freiwurfquote sowie eine höhere Offensiv-Reboundquote als die Chemnitzer. Zudem liegt unsere Dreierquote auf einem ähnlichen Niveau (jeweils rund 33 %).
Defensiv zeigen sich bei Chemnitz ebenfalls Schwächen: Sowohl bei Steals als auch bei Blocks belegen sie ligaweit den letzten Platz. Gleichzeitig gehören sie jedoch zu den effizientesten Teams bei Abschlüssen aus dem Zweipunktebereich (Platz 4).
Rückblick: Dramatischer Heimsieg im Hinspiel
Das Hinspiel gegen Chemnitz bleibt in bester Erinnerung: In einer intensiven Partie konnten wir uns knapp mit 89:86 durchsetzen – gekrönt von einem spektakulären Buzzer-Beater von Isaiah Swope.
Ausschlaggebend waren damals vor allem unsere Rebound-Dominanz sowie eine aggressive Spielweise. Offensiv führten Isaiah Swope (21 Punkte), Till Pape (17 Punkte) und William Christmas (13 Punkte, 100 % Freiwürfe) das Team an. In der Crunchtime bewiesen wir Nervenstärke von der Freiwurflinie und sicherten uns durch wichtige Offensivrebounds zusätzliche Possessions, bevor Swope mit dem letzten Wurf des Spiels für die Entscheidung sorgte.

