Die deutschen U18-Jungen stehen beim 31. Albert Schweitzer Turnier in Mannheim und Viernheim im Finale. Im heutigen Halbfinale gewann das Team von Bundestrainer Alan Ibrahimagic gegen Brasilien mit 121:98 (27:27, 24:23, 31:17, 39:31). Im Finale am morgigen Samstag um 16.15 Uhr wartet Slowenien auf die deutsche Mannschaft.
Anderson überragt
Gleich vier Nationaltrainer, Chus Mateo (Spanien), Igor Kokoskov (Slowenien), Luca Banchi (Italien) und der deutsche Headcoach Álex Mumbrú waren Zeugen der Partie. Brasilien feuerte zu Beginn vier Dreier in den deutschen Korb (6:12, 4.). Deutschland wirkte etwas aufgeregt, da tat der Dreier von Lucai Anderson gut. Der holte an der Freiwurflinie auch die erste Führung für sein Team (14:12, 5.). Caspar Vossenberg erhöhte nach schönem Anspiel von Lars Danziger, aber die Südamerikaner waren schnell wieder da (16:16, 6.). Die Führung wechselte mehrmals, Anderson überragte auf deutscher Seite (22:19, 8.). Die hochklassige Offensiv-Partie ging mit 27:27 in die erste Viertelpause.
Brasilien übernahm die Führung (29:34, 13.), die Athletik beeindruckte immer wieder. Jamie Edoka und Anton Kemmer sorgten für den Anschluss, aber drei brasilianischen Santos hielten ihr Team vorne (35:39, 15.). Beim 36:43 musste die DBB-Auswahl aufpassen, es fehlten die Stops. Anderson und Edoka verkürzten (46:47, 18.), die knapp 2.000 Zuschauer in der Mannheimer GBG Halle freuten sich. Der nächste Dreier von Anderson rauschte zum 49:47 durch die brasilianische Reuse (19.), mit einer deutschen 51:50-Führung ging es in die Kabinen.
Deutschland zieht weg
Kiehlneker und Edoka punkteten zum 60:56 (23.), Fin Borczanowski versenkte einen Dreier (63:56), ehe das DBB-Team ein paar gute Chancen liegen ließ. Dann war wieder Borczanowski für drei erfolgreich (66:59, 26.). Es war richtig Feuer in der Begegnung, die einfach Spaß machte. Der Dreier von Kenan Youdom machte die Führung zweistellig, Auszeit Brasilien. Der zweite Youdom-Dreier traf und Vossenberg vollendete einen Fastbreak, die bis dato höchste Führung war erreicht (77:63, 29.). Etwas leichtfertig ging man dann zu Werke, aber nach 30 Minuten sah es gut aus für die deutschen Youngster (82:67).
Kiehlneker eröffnete den Schlussabschnitt mit einem Ausrufezeichen: Dunk zum 84:69 und Lay-up zum 86:69 (32.). Vossenberg legte einen mächtigen Dunk nach, das DBB-Team war klar auf der Siegerstraße. Danziger schraubte den Vorsprung auf 21 Punkte, Brasilien schien geschlagen (92:71, 33.). Brasilien wirkte jetzt kraftlos, während Deutschland immer noch zulegte (96:71). William Dopfer sorgte per Dunk für den 100. deutschen Punkt. Der Dreier von Vossenberg zum 103:80 war nach 35 Minuten so etwas wie die Entscheidung, aber Brasilien steckte bis zur Schlusssirene nicht auf.
Fotos: DBB/Berger

