Die deutschen U18-Mädchen haben ihr zweites Spiel beim 31. Albert Schweitzer Turnier in Mannheim und Viernheim absolviert. Das Team von Bundestrainerin Constanze Wegner unterlag heute in der GBG Halle in Mannheim gegen Japan mit 61:81 (23:21, 18:22, 2:24, 18:14). Das erste Spiel hatten die DB-Mädchen gegen Serbien mit 56:65 verloren. Am morgigen Freitag geht es zum Abschluss des Mädchenturniers mit der Partie gegen Italien weiter (Waldsporthalle Viernheim, 17.45 Uhr).
Guter Start
Etwas überraschend attackierten die körperlich deutlich unterlegenen Japanerinnen zu Beginn mehrfach den deutschen Korb und kamen dort zum Erfolg (4:7, 3.). Die DBB-Mädchen traten aber ganz anders auf als im Spiel gegen Serbien: Energischer, aggressiver, schneller. Carla Koch sorgte mit einer schönen Bewegung für die erste deutsche Führung, Mia Wiegand setzte nach und wieder Koch traf zum 12:7 (5.), Auszeit Japan. In der Defense glänzend eingestellt und offensiv mit viel Selbstvertrauen trat Deutschland auf und hatte den Gegner anfangs gut im Griff (17:9, 7.). Mit einem Dreier und weiteren Punkten kamen die Japanerinnen nach acht Minuten heran (18:17). Deutschland hatte jetzt Probleme zu guten Würfen zu kommen und geriet in Rückstand (18:19, 9.). Mit der Schlusssirene des ersten Viertels netzte Wiegand einen Dreier aus zehn Meter Entfernung aus dem Lauf, der Jubel war groß (23:21).
27:21 hieß es nach zwei schönen Aktionen von Darina Zraychenko und Karla Paradzik (11.). Aber die wieselflinken Japanerinnen blieben immer gefährlich. Emily Haux netzte einen Dreier, der umgehend doppelt beantwortet wurde (33:31, 15.). Die DBB-Auswahl durfte sich keine Sekunde ausruhen, dazu waren die Gegnerinnen viel zu schnell. Es war bis zur Pause ein echtes Offensiv-Feuerwerk, das das Publikum geboten bekam (41:43).
Staunen
Beide Teams neutralisierten sich mit Beginn des dritten Viertels weitestgehend. Punkte waren zunächst Mangelware (41:47, 24.). Erst nach mehr als vier Minuten brachte Zraychenko die ersten Zähler für Deutschland auf die Anzeigetafel. Japan bestimmte jetzt das Spiel (43:51, 26.), Deutschland musste aufpassen den Anschluss nicht zu verlieren. Doch genau das passierte: Japan ging mit drei Dreiern deutlich in Führung (43:62, 29.). Das DBB-Team wirkte völlig ratlos und staunte nur noch ob der japanischen Überlegenheit (43:67). Wegner nahm zwei Auszeiten kurz hintereinander. Nach 16 unbeantworteten Punkten der Japanerinnen war das Spiel nach drei Vierteln entschieden.
Unverdrossen versuchten es die DBB-Youngster weiter, aber an diesem Abend war einfach kein Kraut gegen die Japanerinnen gewachsen. Morgen gibt es dann die letzte Chance auf einen deutschen Sieg beim ersten AST für Mädchen.
Fotos: DBB/Berger

