Die deutschen U18-Jungen bleiben beim 31. Albert Schweitzer Turnier in Mannheim und Viernheim ungeschlagen. Im fünften und letzten Hauptrundenspiel bezwang das Team von Bundestrainer Alan Ibrahimagic heute Japan mit 103:78 (21:17, 34:26, 28:16, 20:19). Die deutsche Mannschaft stand schon vorher als Halbfinalist fest und spielt am morgigen Freitag um 20.00 Uhr in der GBG Halle gegen Brasilien um den Einzug ins Endspiel am Samstag.
Unterhaltsam
Kenichiro Benedict agierte zu Beginn als Japans Alleinunterhalter (5:7, 2.), ehe Leonard Kröger und Lucai Anderson auf 11:7 stellten (4.). Es war viel Tempo im Spiel, nach großartigem Zuspiel von Anderson vollstreckte Anton Kemmer zum 14:9 (5.). Kröger holte sich wie schon im gesamten Turnier gefühlt jeden Rebound. Deutschland verteidigte gegen die beweglichen und wurfstarken Japaner richtig gut und kam einige Male auch ins Laufen (16:9, 7.). Japan blieb jederzeit gefährlich und ließ seine Klasse aufblitzen (16:13, 9.). Caspar Vossenberg tankte sich durch und stopfte zum 21:13. Nach einem unterhaltsamen ersten Viertel hieß es 21:17.
Deutschland geriet in Rückstand (23:24, 12.), hatte den Rhythmus etwas verloren. Nun galt es genau diesen wieder zu finden. Vossenbergs Dreier machte da einen guten Anfang und auch Anderson ließ sich aus der Ferndistanz nicht lange bitten (31:25, 14.). Japan antwortete prompt. Vossenberg präsentierte sich bärenstark und Kemmer sorgte für den ersten zweistelligen Vorsprung (38:28, 15.). Anschließend suchte man den Abschluss ein paar Mal zu schnell und war defensiv gegen Benedict unaufmerksam (43:38, 17.). Japan nutzte die deutschen Fehler eiskalt aus (45:43, 18.). Zur Pause hatte sich Deutschland etwas „befreit“, aber es war noch nichts entschieden (55:43).
Highlights
Als Borczanowski einen Dreier zum 61:43 traf (22.), hatte Japan sofort die passende Antwort, aber Anderson war ja auch noch da: 64:46 (23.). Das Spiel schien sich jetzt in Richtung der Deutschen zu neigen. Doch Japan hatte bereits mehrfach in diesem Turnier bewiesen, dass es größere Rückstände aufzuholen in der Lage ist. Edoka hämmerte den Ball zum 68:50 durch die japanische Reuse (25.), Auszeit Japan. Der „put back“ von William Dopfer war nach 27 Minuten ein weiteres Highlight. Für kleine Nadelstiche reichte es bei den Japanern aber allemal noch, die DBB-Auswahl durfte sich nicht zu sicher sein. Trotzdem sprach nach 30 Minuten nicht mehr viel für ein Comeback der Japaner (83:59).
Der Dreier von Lars Danziger zur 87:59-Führung nach 31 Minuten war dann schon etwas mehr als nur eine Vorentscheidung. Man wartete zwar förmlich auf eine Aufholjagd des Gegners, aber die kam an diesem Tag nicht mehr.
Fotos: DBB/Berger

