Die deutschen U18-Mädchen haben ihre Premiere beim 31. Albert Schweitzer Turnier in Mannheim und Viernheim bestritten. Im allerersten Spiel einer weiblichen Auswahl beim Traditionsturnier unterlag das Team von Bundestrainerin Constanze Wegner heute in der Waldsporthalle in Viernheim allerdings gegen Serbien mit 56:65 (14:15, 5:18, 20:14, 17:18). Am morgigen Donnerstag geht es mit der Partie gegen Japan weiter, das heute gegen Italien gewann (GBG Halle Mannheim, 17.45 Uhr).
Ohne Selbstvertrauen
In der sehr gut gefüllten Waldsporthalle in Viernheim herrschte eine tolle Atmosphäre. Auch durch die große serbische Anhängerschaft, die ordentlich Alarm machte. Mia Wiegand erzielte die ersten deutschen Punkte bei einem Albert Schweitzer Turnier (2:6, 3.) nach nervösem Beginn. Die große Kulisse beeindruckte die DBB-Mädchen offenbar, denn zunächst bestimmte Serbien das Geschehen (6:14, 6.). Wegner nahm eine erste Auszeit zur Beruhigung. Aber die Serbinnen agierten aggressiver und abgeklärter, hätten sogar noch höher führen können. Karla Paradzik traf zum 9:14, als schon neun Minuten absolviert waren. Langsam legten die deutschen Mädchen ihre Aufgeregheit ab, steigerten sich vor allem in der Defensive und waren nach einem Dreier von Lara Gierlich zum Viertelende auf 14:15 heran.
Serbien erzielte die ersten sechs Punkte im zweiten Abschnitt. Offensiv fehlte es auf deutscher Seite vor allem an Selbstvertrauen, was die vielen knapp verfehlten Würfe und die vielen Ballverluste erklären mag (14:21, 14.). Die deutsche Mannschaft blieb die ersten sechs Minuten im zweiten Viertel ohne Punkt, bis Carla Koch sich schön durchsetzte (16:22, 17.). Defensiv gab es nicht viel zu bemängeln, aber im Angriff wollte einfach nichts zusammen laufen bei den DBB-Korbjägerinnen. Serbien überragte keineswegs, aber es wurde ihnen insgesamt zu leicht gemacht (19:33, Halbzeit).
Andere Körpersprache
Der zweite Dreier von Gierlich eröffnete das dritte Viertel und machte Hoffnung. Die Körpersprache war jetzt eine ganz andere. Das bedeutete nicht, dass keine Fehler mehr passierten, aber man begegnete den Serbinnen jetzt viel energischer. Nala Koletzki punktete zwei Mal in Folge und machte das 30:37, Auszeit Serbien (24.). Der Dreier von Koch bedeutete das 34:40 (26.), jetzt waren auch die Serbinnen beeindruckt. Fanden aber Antworten, auch an der Freiwurfline (34:43, 27.). Der nächste Dreier von Koch fiel zum 38:43 in den serbischen Korb, man durfte wieder an einen deutschen Erfolg glauben (29.). Nach 30 Minuten hieß es 39:47 aus deutscher Sicht.
Die DBB-Mädchen investierten alles, um dem Spiel eine Wende zu geben. Aber immer, wenn es wirklich danach aussah, stand man sich selbst im Weg und gestattete den Serbinnen unnötige Punkte oder Rebounds (42:52, 34.). Beim 42:54 nach 35 Minuten sah es nicht mehr nach einem deutschen Erfolg aus, Auszeit Deutschland. Die Zeit rannte den Deutschen davon, das 48:64 war die endgültige Entscheidung (38.), auch wenn die DBB-Auswahl noch einige Punkte gut machen konnte.
Fotos: DBB/Berger

