Nachberichte ProA 30. Spieltag
04.04.2026 18:00 Uhr // SBB Baskets vs. Paderborn Baskets 69:71
Bittere Heimniederlage für die SBB Baskets in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Im direkten Duell um den Klassenerhalt unterlag sie den Paderborn Baskets vor 1.406 Zuschauern in der Wolfgang Lakenmacher Halle mit 69:71. Der entscheidende Korb fiel mit der Schlusssirene. Paderborn erwischte den besseren Start und führte nach dem ersten Viertel mit 20:11. Die Gastgeber kämpften sich bis zur Halbzeit zurück, lagen aber weiterhin knapp mit 35:36 in Rückstand. Auch nach dem dritten Abschnitt blieb Paderborn vorne und ging mit einer 57:51 Führung in das Schlussviertel. Dort entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch. Die SBB Baskets arbeiteten sich Punkt für Punkt heran und glichen kurz vor Ende zum 69:69 aus. Doch mit der letzten Aktion des Spiels trafen die Gäste zum Sieg und sorgten für große Enttäuschung auf Seiten der Gastgeber.
SBB Headcoach Achmadschah Zazai zeigte sich nach der Partie entsprechend frustriert: „Die Niederlage tut weh. Wir wollten einen wichtigen Schritt in Richtung des Klassenerhalts machen. Am Ende war die Pleite ärgerlich. Ich kann mich nur bei den Fans für den starken Support bedanken und hoffe, dass wir auch am Freitag wieder solch eine tolle Unterstützung erhalten werden. Wir müssen weiterhin positiv bleiben und gemeinsam alles für den Klassenerhalt geben.“ Bester Werfer der Magdeburger war Daivien Williamson mit 16 Punkten. Ebenfalls zweistellig punkteten DeVondre Perry mit 15 und Martin Bogdanov mit elf Zählern. Unter dem Korb überzeugte Michael Hughes mit 15 Rebounds, fünf Blocks und fünf Punkten.
04.04.2026 18:30 Uhr // Nürnberg Falcons BC vs. VfL SparkassenStars Bochum 99:58
Die Nürnberg Falcons haben am 30. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Vor rund 2.000 Fans in der Kia Metropol Arena besiegten die Mittelfranken die VfL SparkassenStars Bochum deutlich mit 99:58 und feierten damit ihren 13. Saisonsieg. Von Beginn an präsentierten sich die Gastgeber hochkonzentriert. Besonders Tom Stoiber prägte die Anfangsphase und war direkt an den ersten zehn Punkten beteiligt. Nürnberg fand schnell seinen Rhythmus und setzte sich bereits nach dem ersten Viertel klar mit 26:13 ab.
Auch im zweiten Abschnitt blieb das Team von Headcoach Ralph Junge dominant und baute die Führung bis zur Halbzeit auf 55:32 aus. Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf nichts. Nürnberg überzeugte weiterhin mit intensiver Verteidigung, starkem Rebounding und viel Spielfreude. Mit einem komfortablen 78:50 ging es in das Schlussviertel, das schließlich zum souveränen Schaulaufen wurde. Am Ende stand ein auch in der Höhe verdienter 99:58 Erfolg, durch den die Falcons in der Tabelle wieder näher an die Playoff Plätze heranrücken. Headcoach Ralph Junge zeigte sich nach dem Spiel entsprechend zufrieden: „Wir sind natürlich überglücklich. Es war eine starke Teamleistung mit 28 Assists. Dazu haben wir sehr gut verteidigt. Das macht Spaß und gibt uns viel Rückenwind für die verbleibenden Spiele.“
04.04.2026 18:30 Uhr // BG Göttingen vs. EPG Baskets Koblenz 90:60
Der BG Göttingen ist in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ein wichtiger Befreiungsschlag gelungen. Die Mannschaft von Headcoach Fabian Strauß setzte sich am Samstagabend vor 2.040 Zuschauern in der Sparkassen Arena deutlich mit 90:60 gegen die EPG Baskets Koblenz durch. Grundlage für den Erfolg war vor allem eine starke Defensivleistung. Nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase steigerten sich die Gastgeber zunehmend und erspielten sich bis zur Halbzeit eine 40:31 Führung. Besonders im dritten Viertel setzte sich Göttingen entscheidend ab, ehe eine kurze Schwächephase die Gäste noch einmal heranbrachte. Doch im Schlussabschnitt zeigten die Veilchen ihre Qualität und ließen keinen Zweifel mehr am Sieg aufkommen. Mit mehreren Läufen bauten sie den Vorsprung wieder deutlich aus und brachten die Partie souverän zu Ende. Topscorer auf Seiten der BG waren Julius Böhmer und Wes Dreamer mit jeweils 18 Punkten. Für Koblenz konnte lediglich Alex Möller zweistellig punkten.
BG Headcoach Fabian Strauß zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Als wir uns auf Koblenz vorbereitet haben, haben wir natürlich auch auf die Statistiken geschaut. Koblenz ist eines der Teams, die die meisten Punkte erzielen. Deswegen war für uns klar, dass wir defensiv deutlich stabiler sein und gewissen Druck ausüben müssen. Wir haben das über Phasen gut gemacht und dabei gut ausgesehen. Wenn wir es ein bisschen zu lasch angegangen sind, hat man die Qualität von Koblenz deutlich gesehen. Es gab eine Phase, in der wir etwas zu frech waren und zu viel zugelassen haben. Alles in allem muss ich den Jungs heute ein riesiges Lob aussprechen, weil sie nach dem ersten Viertel verstanden haben, was sie über Penetration, Ball rauspassen und harte Defense für Körbe kreieren können.“
Koblenz Coach Stephan Dohrn ordnete die Partie wie folgt ein: „Es war ein verdienter Sieg für Göttingen. Ich denke, dass für mein Team heute ein bisschen mehr drin gewesen wäre. Das soll nicht despektierlich klingen wir haben mit 30 verloren aber wir hatten Phasen, in denen wir ganz gut gespielt haben. In der ersten Halbzeit haben wir 14 Göttinger Ballverluste provoziert. Aber wir hatten heute keine Offense. Vielleicht hätten wir es ein bisschen knapper gestalten können, wenn wir im Zwei und Drei Punkte Bereich nicht so schlecht abschließen. Somit war es dann nur eine Frage der Zeit, dass so ein guter Gegner wie Göttingen zu Hause wegzieht. Da konnten wir dann am Ende nicht gegenhalten.“
04.04.2026 19:00 Uhr // GIESSEN 46ers vs. HAKRO Merlins Crailsheim 96:97
Eine Partie mit echtem Playoff Charakter lieferten sich die HAKRO Merlins Crailsheim und die Gießen 46ers. In einem intensiven und hochklassigen Spiel setzten sich die Gäste am Ende knapp mit 97:96 durch und feierten damit ihren neunten Auswärtssieg in Serie. Die Begegnung begann ausgeglichen, beide Teams lieferten sich von Beginn an einen offenen Schlagabtausch. Crailsheim fand zunehmend besser ins Spiel, doch Gießen hielt vor allem mit starken Würfen von außen dagegen. Nach einem intensiven ersten Viertel stand es 24:24. Im zweiten Abschnitt übernahmen die Gastgeber phasenweise die Kontrolle. Angeführt von einer starken Dreierquote setzten sich die 46ers zwischenzeitlich zweistellig ab. Crailsheim blieb jedoch dran und verkürzte den Rückstand bis zur Halbzeit auf 51:58.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Gießen zunächst das tonangebende Team und baute den Vorsprung erneut aus. Die Merlins kämpften sich immer wieder heran, konnten den Rückstand aber zunächst nicht entscheidend verkürzen. Mit 70:78 aus Sicht der Gäste ging es ins Schlussviertel. Dort entwickelte sich ein echter Krimi. Gießen traf weiter hochprozentig von außen, doch Crailsheim startete eine starke Aufholjagd. In der Crunchtime kippte das Momentum schließlich zugunsten der Gäste. Nach einem Dreier von Gianni Otto gelang erstmals wieder der Ausgleich. In der Schlussminute überschlugen sich dann die Ereignisse. Crailsheim nutzte Ballgewinne und Foulsituationen konsequent aus, drehte die Partie und ging in Führung. Den letzten Angriff der Gießener verteidigten die Merlins stark, Anthony Gaines blockte den finalen Wurfversuch spektakulär und sicherte so den Auswärtssieg.
Bester Akteur der Gäste war Marvin Ogunsipe mit 18 Punkten und 10 Rebounds, der damit ein Double Double auflegte. Ebenfalls zweistellig punkteten Xavier Johnson, Vinnie Shahid, Gabriel de Oliveira und Anthony Gaines. Headcoach David McCray zeigte sich nach der Partie erleichtert: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir hatten eine turbulente Woche. Anfang der Woche war die Bekanntgabe, dass ich kommende Saison hier nicht mehr Trainer sein werde, dass hat für Ablenkung gesorgt. Zusätzlich haben wir noch den Ausfall von Tyreese Blunt, den wir kurzfristig verkraften mussten. Außerdem war Moe Stuckey krank, damit haben uns zwei deutsche Leistungsträger auf einer Position gefehlt. Diese Unruhen haben sich dann auch auf das Spiel übertragen. Wir waren unkonzentriert, haben viele kleine Fehler gemacht und den Gameplan nicht so gut umgesetzt. Es war uns aber bewusst, dass das hier kein einfach Spiel werden würde. Gießen ist eine sehr gute Mannschaft, deutlich besser als ihr Tabellenplatz. Das ist traditionell ein schwieriges Spiel. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass wir mit einem Sieg hier rausgekommen sind.“
04.04.2026 19:00 Uhr // BBC Bayreuth vs. Eisbären Bremerhaven 91:86
Mit einer starken Energieleistung im letzten Viertel hat der BBC Bayreuth am 30. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA einen wichtigen Heimsieg gefeiert. Vor 2.632 Zuschauern setzten sich die Oberfranken mit 91:86 gegen das Top Team aus Bremerhaven durch. Über weite Strecken der Partie lagen die Gäste in Führung. Bayreuth tat sich zunächst schwer, vor allem von der Dreierlinie fehlte die Treffsicherheit. Dennoch blieb der BBC im Spiel und ging nach einem ausgeglichenen ersten Viertel sogar knapp in Führung. Im zweiten Abschnitt übernahm Bremerhaven mehr und mehr die Kontrolle. Dank starkem Teamplay und verbesserter Wurfquote erspielten sich die Gäste eine 49:43 Halbzeitführung. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Bremerhaven zunächst das bessere Team und hielt Bayreuth auf Abstand. Vor dem Schlussviertel lag der BBC mit 64:70 zurück und hatte zudem deutliche Nachteile beim Rebounding.
Doch im letzten Abschnitt drehte Bayreuth auf. Mit einer Umstellung auf Zonenverteidigung fanden die Gastgeber defensiv besseren Zugriff und starteten eine starke Aufholjagd. Angetrieben von den Fans gelang es, den Rückstand Schritt für Schritt zu verkürzen. In der Crunchtime übernahm vor allem KeVaughn Allen Verantwortung. Mit wichtigen Treffern, darunter ein Dreier mit Ablauf der Uhr, brachte er Bayreuth auf die Siegerstraße. Am Ende entschieden die Gastgeber das Schlussviertel mit 27:16 für sich und drehten die Partie komplett. Topscorer war Rückkehrer Lenny Liedtke mit 19 Punkten. Ebenfalls stark präsentierten sich KeVaughn Allen mit 18 Punkten sowie Willem Brandwijk, Leroy Ikejiaku und Rayshawn Mart, die allesamt zweistellig punkteten. Durch den Sieg wahrt Bayreuth die Chance auf die Playoffs. Als Tabellenzehnter liegt der BBC nur einen Sieg hinter Platz acht. Gleichzeitig ist der Klassenerhalt nun endgültig gesichert. Headcoach Lukas Hofer zeigte sich nach der Partie beeindruckt:
„Unser Plan war vor allem, das bekanntermaßen hervorragende Mannschaftsspiel der Bremerhavener so gut es geht zu stören. Hierzu haben wir Verschiedenes versucht, im Schlussviertel haben wir auf Zonenverteidigung umgestellt und konnten so den Rhythmus der Bremerhavener letztlich entscheidend stören. Letztlich kommt es mir fast unglaublich vor, dass wir das Spiel gewinnen konnten, ich bin eigentlich sprachlos. Die Kraft, dass wir zum Schluss solch ein Spiel noch rumbiegen können, ziehen wir aus unserem harten Training, es ist nicht zum ersten Mal, dass wir am Schluss ein Spiel noch rumzubiegen imstande waren. Nachdem der Klassenerhalt jetzt endgültig gesichert ist, werden wir die noch ausstehenden vier Spiele weiter so in Angriff nehmen wie zuletzt. Wenn es noch für die Playoffs reicht, freuen wir uns und ich will auch sagen, dass wir es angesichts der zuletzt gezeigten Leistungen vielleicht auch ein bisschen verdient hätten. Wenn es nicht reicht, können wir hoch erhobenen Hauptes die Saison beenden. Ein großes Kompliment auch heute wieder an unsere Fans, es macht unheimlich viel Spaß in dieser Atmosphäre in der Halle zu spielen.“
04.04.2026 19:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. Artland Dragons 77:84
Die Bozic Knights Kirchheim haben im direkten Duell um die bessere Ausgangsposition für die Playoffs einen Rückschlag hinnehmen müssen. In der heimischen Sporthalle Stadtmitte unterlagen die Teckstädter den Artland Dragons mit 77:84. In der Tabelle ziehen die Gäste damit an Kirchheim vorbei, während Verfolger Gießen ebenfalls verlor und der Abstand nach hinten bestehen bleibt. Dabei war die Ausgangslage klar: Beide Teams waren punktgleich, es ging um eine möglichst gute Platzierung, die Chance auf Heimrecht sowie die Teilnahme am Pokalwettbewerb. Die Dragons zeigten von Beginn an, dass sie diese Bedeutung angenommen hatten. Kirchheim setzte defensiv den Fokus auf die beiden Topscorer Amir Hinton und Ben Burnham. Diese Strategie ging grundsätzlich auf, doch andere Akteure übernahmen Verantwortung. Dejan Bruce, Nate Petrone und Elijah Ndi punkteten wichtig und hielten die Gäste im Spiel.
Auf Seiten der Knights überzeugte vor allem Gian Aydinoglu mit einer starken Defensivleistung. Offensiv fanden die Gastgeber nach gutem Start jedoch immer weniger Lösungen. Viele forcierte Würfe und Einzelaktionen brachten einen Bruch ins Spiel, den Artland nutzte. Nach dem ersten Viertel führten die Dragons mit 23:18, zur Halbzeit stand es 43:38. Im dritten Viertel setzten sich die Gäste zunächst deutlicher ab. Nach einem unsportlichen Foul musste Hinton vorzeitig vom Feld, was Kirchheim zurück ins Spiel brachte. Die Knights starteten einen Lauf und drehten die Partie zwischenzeitlich. Doch eine Auszeit der Dragons brachte wieder Struktur ins Spiel der Gäste. In der Schlussphase übernahm vor allem Timo Lanmüller Verantwortung. Der Flügelspieler erzielte 16 seiner insgesamt 19 Punkte in der zweiten Halbzeit und war damit der entscheidende Faktor. Immer wenn Kirchheim versuchte, Momentum aufzubauen, fanden die Dragons die passende Antwort.
Knights Coach Igor Perovic analysierte nach der Partie: „Im Schlussviertel haben die Dragons die wichtigen Würfe getroffen und unsere Versuche Energie aufzubauen im Keim erstickt. Dadurch blieb das Momentum auf ihrer Seite.“ Zudem stellte er klar: „Wir haben es insgesamt nicht geschafft eine gute Leistung zu zeigen. Wir hatten zu viele Spieler, die nicht an ihre Leistungsmöglichkeit herangekommen sind.“ Durch die Niederlage rutschen die Knights auf Platz sechs ab. Der Abstand zu den Gießen 46ers beträgt weiterhin vier Punkte, allerdings spricht der direkte Vergleich gegen Kirchheim.
04.04.2026 19:30 Uhr // PS Karlsruhe LIONS vs. Phoenix Hagen 116:109
Der 30. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA hatte es in sich. Die PS Karlsruhe LIONS lieferten sich mit Phoenix Hagen ein spektakuläres Duell und setzten sich nach Verlängerung mit 116:109 durch. Über 2.400 Zuschauer in der Europahalle erlebten ein echtes Offensiv Feuerwerk. Schon früh entwickelte sich ein Spiel auf höchstem Niveau. Beide Teams trafen hochprozentig von außen und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Karlsruhe startete stark von der Dreierlinie und hielt gegen die offensivstarken Hagener dagegen. Nach dem ersten Viertel lagen die Gäste knapp vorne. Im zweiten Abschnitt schien Phoenix zunächst davonzuziehen, doch die LIONS fanden rechtzeitig ihren Rhythmus wieder. Mit einer starken Phase kurz vor der Halbzeit drehten sie die Partie und gingen mit einer 58:54 Führung in die Kabine.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel intensiv und ausgeglichen. Hagen zeigte zwischenzeitlich die reifere Spielanlage und setzte sich im Schlussviertel etwas ab. Doch Karlsruhe kämpfte sich zurück. Angeführt von wichtigen Distanztreffern verkürzten die Gastgeber Schritt für Schritt den Rückstand und erzwangen beim Stand von 99:99 die Verlängerung. In der Overtime setzte sich der Krimi fort. Beide Teams schenkten sich nichts, doch 29 Sekunden vor Schluss sorgte Kapitän Julian Albus mit einem Dreier für die entscheidende Führung. Karlsruhe brachte den Vorsprung anschließend über die Zeit und sicherte sich einen wichtigen Heimsieg. Die Partie war geprägt von starken Quoten von außen. Hagen traf 49 Prozent seiner Dreier, Karlsruhe kam auf 44 Prozent, versuchte es aber deutlich häufiger und verwandelte insgesamt 24 Distanzwürfe.
Topscorer der LIONS war Kilian Binapfl mit 23 Punkten. Isaiah Hart und David Cohn steuerten jeweils 22 Zähler bei, während David Ejah auf 21 Punkte kam. Mit dem Sieg gegen den Tabellenführer halten die Karlsruher ihre Playoff Hoffnungen am Leben. Da Bochum parallel verlor, beträgt der Rückstand auf Platz acht weiterhin nur einen Sieg, auch wenn der direkte Vergleich aktuell gegen die LIONS spricht.
04.04.2026 19:30 Uhr // Uni Baskets Münster vs. Tigers Tübingen 77:82
Die Uni Baskets Münster haben im Kampf um den Klassenerhalt einen bitteren Rückschlag hinnehmen müssen. In einem intensiven und phasenweise hochklassigen Duell unterlagen die Münsteraner den Tigers Tübingen vor 2.150 Zuschauern in der Halle Berg Fidel mit 77:82. Die Partie war geprägt von extremen Schwankungen. Münster startete schwach und lag nach dem ersten Viertel mit 15:23 zurück. Vor allem defensiv fehlte zunächst die nötige Intensität, während offensiv kaum Würfe von außen fielen. Im zweiten Abschnitt drehten die Gastgeber jedoch komplett auf. Mit deutlich verbesserter Defensive, starker Ballbewegung und hoher Trefferquote erspielten sich die Uni Baskets eine 45:39 Halbzeitführung. Besonders Paul Viefhues setzte in dieser Phase Akzente und sorgte mit wichtigen Distanzwürfen für Begeisterung auf den Rängen. Nach der Pause kippte das Spiel erneut. Tübingen dominierte vor allem unter den Körben und nutzte seine klare Überlegenheit beim Rebounding konsequent aus.
Insgesamt sicherten sich die Gäste 48 Rebounds, darunter 18 Offensivrebounds. Ein 15:0 Lauf brachte die Tigers entscheidend in Führung und ließ Münster bis auf 57:70 zurückfallen. Im Schlussviertel stemmten sich die Gastgeber noch einmal gegen die Niederlage. Mit einem 17:4 Lauf kämpften sie sich zurück ins Spiel und verkürzten kurz vor Schluss auf 77:78. Doch die entscheidenden Würfe fielen nicht, sodass Tübingen die Partie letztlich über die Zeit brachte. Neben der Niederlage wiegt auch der Ausfall von Kapitän Cosmo Grühn schwer, der kurzfristig mit einer Muskelverletzung passen musste. Trotz einer insgesamt starken Offensivleistung von Curtis Jones Jr. mit 21 Punkten reichte es für Münster nicht zu den dringend benötigten Punkten.
04.04.2026 20:30 Uhr // Bayer Giants Leverkusen vs. RheinStars Köln 76:85
Die RheinStars Köln werden auch in der kommenden Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA spielen. Mit einem souveränen 85:76 Auswärtssieg im rheinischen Derby bei den Bayer Giants Leverkusen sicherten sich die Kölner am 30. Spieltag vorzeitig den Klassenerhalt. „Derbysiege sind natürlich mit die schönsten. Wir sind sehr glücklich über den heutigen Erfolg und über den feststehenden Klassenerhalt. Die Mannschaft spielt seit Wochen sehr stabil und hat sich dafür auch heute belohnen können“, freute sich Geschäftsführer Stephan Baeck. Baeck ergänzte: „Die Jungs haben sich das mit ihren Trainern verdient erarbeitet. Jetzt genießen wir erstmal alle mit unseren Familien das Osterfest und bereiten uns dann auf die Partie gegen Karlsruhe vor.“ Das Derby selbst war kein offensives Spektakel, sondern geprägt von Kontrolle und Disziplin. Genau das war der Plan der RheinStars, wie Headcoach Zoran Kukic erklärte: „Wir wollten das Spiel kontrollieren und sicher spielen, das haben die Jungs gemacht. Wir haben wenige Ballverluste gehabt und in der Schlussphase haben wir die Partie souverän zu Ende gespielt. Das hat mir gut gefallen.“
Nach einem etwas besseren Start der Gastgeber übernahmen die Kölner spätestens im zweiten Viertel die Kontrolle. Mit einem 11:0 Lauf setzten sie sich erstmals deutlicher ab und gingen mit einer 46:38 Führung in die Halbzeit. Im dritten Viertel kämpfte sich Leverkusen noch einmal heran, doch im Schlussabschnitt sorgten die RheinStars für klare Verhältnisse. Angeführt von Cedric Russell und Haris Hujic setzten sich die Gäste entscheidend ab und brachten den Sieg souverän ins Ziel. Herausragend war vor allem Haris Hujic mit sechs Dreiern und insgesamt 20 Punkten. Russell überzeugte insbesondere im letzten Viertel mit wichtigen Aktionen. Kenny Baptiste lieferte mit 10 Punkten und 13 Rebounds ein Double Double, während Maxi Begue defensiv eine Schlüsselrolle einnahm.

