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BUNTE BÜHNE BASKETBALL (60)

Crailsheims Cheftrainer David McCray kehrt als Sportlicher Leiter zu seinem Heimatclub MHP RIESEN Ludwigsburg zurück.

Im Mai 2024 wurde er mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedet, 670 Tage später begrüßt BBL-Club MHP RIESEN Ludwigsburg eine seiner größten Identifikationsfiguren zurück in den eigenen Reihen: Wie die Barockstädter vergangene Woche verkündeten, wird David McCray nach zwei Jahren bei den HAKRO Merlins Crailsheim ab der kommenden Spielzeit wieder bei seinem Heimatverein tätig sein. „Wir hatten turbulente Tage hinter uns“, berichtete der 39-Jährige kurz nach dem glücklichen 97:96-Erfolg seiner Jungs bei den GIESSEN 46ers. „Es war viel Unruhe hinter den Kulissen.“ Inzwischen haben sich die Wogen geglättet und es ist klar, dass McCray beruflich in heimische Gefilde und an den Ort von privatem und sportlichem Glück zurückkehren wird.

„Im Rahmen unserer strategischen Weiterentwicklung haben wir uns dazu entscheiden, zukünftig die Position des Sportlichen Leiters zu besetzen. Die Herausforderungen nehmen ständig zu, der Spielermarkt wird komplexer, wir möchten uns insbesondere mit der Besetzung dieser Position weiter verbessern. Gerade im Nachwuchsbereich gilt es, rechtzeitig Talente zu entdecken, zu entwickeln und zu binden“, so Alexander Reil, 1. Vorsitzender MHP RIESEN, zur Etablierung eines Sportlichen Leiters.

Als Spieler bestritt David McCray zwischen 2004 und 2019 insgesamt 567 Partien für die Gelb-Schwarzen. Er wurde zum Kapitän und zum Liebling der Fans. Im Anschluss daran startete der 39-Jährige seine Trainerkarriere in Ludwigsburg, in der er über fünf Jahre hinweg in verschiedenen Funktionen tätig war. In der Jugend- und Nachwuchsarbeit des Clubs setzte er in der U19-Bundesliga und dem Regionalliga-Team in Doppelfunktion Akzente, führte die Mannschaft 2022 in die ProB und wechselte dann in den RIESEN-Trainerstab. Im Duo mit Josh King führte McCray die Ludwigsburger 2023 in zwei Halbfinals und 2024 in zwei Viertelfinals und demnach im Champions-Cup, in der Bundesliga und im nationalen Pokal mindestens einmal, in der Beletage des deutschen Basketballs sogar doppelt unter die besten acht Mannschaften.

Der zweifache Familienvater erhielt vor zwei Jahren ein Angebot aus Crailsheim, das er annahm – und seither zum Gesicht des Merlins-Neustarts in der ProA wurde. In der Vorsaison führte McCray die „Zauberer“ in der Hauptrunde auf Rang drei, aktuell sind die Hohenlohe-Franken auf gutem Weg, diese Leistung zu übertreffen: Als Zweiter sind sowohl die Playoff-Qualifikation als auch der Heimvorteil im Viertelfinale bereits gesichert.

McCray, dessen Rückennummer 4 bei den RIESEN nicht mehr vergeben wird und symbolhaft unter dem Hallendach der MHP-Arena hängt, wird im Anschluss an die ProA-Playoffs nach Ludwigsburg zurückkehren und in neuer Funktion seine Arbeit als Sportlicher Leiter aufnehmen. Er ist dann in enger Zusammenarbeit mit Nachwuchsleiter Yannis Wiele sowie den Trainern aller Mannschaften im männlichen und weiblichen Leistungsbereich federführend verantwortlich. Was den 39-Jährigen laut einer Pressemitteilung der Ludwigsburger sehr freut: „Jeder Mensch, der mich kennt, weiß, wie sehr ich diese Stadt, diesen Verein und diese Menschen liebe. Ich war, als Vater und Mann, nie weg aus Ludwigsburg. Nun freue ich mich, Berufliches, Sportliches und Privates wieder miteinander zu verbinden.

Unterdessen treiben die RheinStars Köln nach ihrem durch den 85:76-Erfolg im rheinischen Derby bei den Bayer Giants Leverkusen feststehenden Klassenerhalt mit Hochdruck ihre Personalplanungen für die kommende Saison voran. Mit Björn Rohwer und Jasper Günther haben zwei wichtige deutsche Spieler ihre Verträge um zwei Jahre bis 2028 verlängert. „Wir schätzen beide sehr. Beide sind enorm wichtig für unser Team, auf und neben dem Feld“, sagt Sportdirektor Stephan Baeck. Björn Rohwer spielt mit seinen 30 Jahren aktuell seine beste ProA-Saison. Mit zwölf Punkte im Schnitt zählt er in seiner dritten RheinStars-Spielzeit zu den Top-Centern der zweithöchsten deutschen Spielklasse. In seiner Premierensaison hat auch Jasper Günther (27) die in ihn gesetzten Erwartungen bestätigen können. Der ehemalige Münsteraner Publikumsliebling hat sich gerade durch seine Energie und seine nimmermüden Defensivleistungen einen festen Platz in der Rotation erarbeitet – und legt wie in den ProA-Jahren zuvor stabile Werte auf.

Und dann sind da noch die PS Karlsruhe LIONS, die gegen Tabellenführer Phoenix Hagen aus der Entfernung ballerten, als gäbe es kein Morgen mehr. Der 116:109-Overtime-Sieg war ein kurioses Dreier-Festival, zu dem beide Teams ihren Beitrag leisteten. Die Distanztrefferquote der Südwestfalen betrug satte 49 Prozent; 18 ihrer 37 Versuche waren erfolgreich. Die „Löwen“ indes kamen „nur“ auf 44 Prozent. Da Demond Greenes Schützlinge, die ohne ihre Big Man Maurice Pluskota und Jason George antraten, aber ganze 54-mal von der Dreierlinie aus abdrückten, landeten am Ende 24 Treffer auf dem Karlsruher Konto. Der Ex-Gießener Kilian Binapfl war Topscorer mit 23 Punkten, gefolgt von Isaiah Hart und David Cohn (je 22) sowie David Ejah (21). Da nutzte es Hagen wenig, dass Spielmacher Marcus Graves auf 30 Zähler kam und Devin Schmidt nach fünf versenkten Würfen von jenseits der 6,75-Meter-Linie am Ende bei 28 Punkten stand.

Der Beitrag BUNTE BÜHNE BASKETBALL (60) erschien zuerst auf GIESSEN 46ers.

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