Die deutschen U18-Jungen haben beim 31. Albert Schweitzer Turnier in Mannheim und Viernheim den „Klassiker“ für sich entschieden. Im dritten Turnierspiel bewahrte das Team von Bundestrainer Alan Ibrahimagic seine weiße Weste und bezwang die Türkei mit 95:80 (24:20, 28:17, 14:24, 29:19). Nach dem spielfreien Tag am morgigen Dienstag geht es am Mittwoch mit dem Spiel gegen Schweden weiter (20.00 Uhr).
Tolle Atmosphäre
Fast 2.000 Zuschauer – darunter einige hundert türkische Basketballfans – waren in die Mannheimer GBG-Halle gekommen und sorgten für eine tolle Atmosphäre. Wie schon am Vortag gegen Slowenien starteten die deutschen Korbjäger nicht gut in die Partie, Ibrahimagic nahm erneut eine frühe Auszeit (2:9, 2.). Jamie Edoka kassierte früh sein zweites Foul. Deutschland versuchte es mit enorm hohen Tempo und kam zweimal in Folge durch Fin Borczanowski zu Fastbreak-Punkten (7:9, 4.). Aber Karutasu war kaum in den Griff zu bekommen. Der Dreier von Dusan Ilic traf zum 11:12 (6.) in einer intensiven Partie, Leonard Kröger stopfte zur ersten deutschen Führung (15:14, 7.), Moritz Grüß besorgte per Dreier das 18:16 (8.). Nach zehn Minuten hieß es 24:20 aus deutscher Sicht.
Lucai Anderson war per Dreier zum 29:22 zur Stelle (11.), die DBB-Auswahl versuchte den Druck hoch zu halten, Anton Kemmer hämmerte den Ball zur 3:24-Führung in den türkischen Korb (13.). Erneut Anderson sorgte für die erste zweistellige Führung der Deutschen, die Türken antworteten umgehend (36:29, 14.) und Edoka hatte wiederum die passende Antwort von der Dreierlinie parat. Anderson riss die Halle mit seinem dritten und vierten Dreier mit (46:31, 16.). Nach 20 Minuten lag Deutschland weiter zweistellig in Front (52:37).
Dritter Sieg
Deutschland kam gut aus der Kabine (56:37, 22.), doch so schnell gab sich die Türkei nicht auf und netzte zwei Dreier (56:43). Felix Kiehlneker musste mit vier Fouls auf die Bank, der Gegner nutzte die Schwächephase der Deutschen (57:48, 24.). Da kam der fünfte Dreier von Anderson genau zum richtigen Zeitpunkt. Die Türkei war wieder voll im Spiel und wehrte sich energisch. An der Freiwurflinie brachte Karutasu sein Team auf 60:52 heran (26.), Deutschland musste jetzt aufpassen. William Dopfer spürte das, versenkte einen Dreier und gab seiner Mannschaft wieder etwas Ruhe. Ein toller Pass von Ilic auf Kröger: 65:52 (28.). Aber auf der sicheren Seite war man noch lange nicht, nach 30 Minuten lautete der Spielstand nach einem türkischen Dreier mit der Sirene 66:61.
Wer hatte noch die nötigen Körner im dritten Spiel an drei Tagen? Diese Frage stellte sich nun vor dem Schlussviertel. Kemmer eröffnete mit einem Dreier und ließ einen weiteren zum 74:63 folgen (32.), Auszeit Türkei. Das DBB-Team verteidigte den Vorsprung mit vollem Einsatz, Edoka erhielt sein viertes Foul (34.). Als Anderson spektakulär am Brett punktete, gefoult wurde und den Bonus versenkte, schien die Vorentscheidung gefallen (80:67). Und so war es dann trotz einiger Schwierigkeiten auch. Deutschland holte sich den dritten Sieg beim AST 2026.
Fotos: DBB/Demirel

