Die deutschen U18-Jungen bleiben beim 31. Albert Schweitzer Turnier in Mannheim und Viernheim ungeschlagen. Im zweiten Turnierspiel setzte sich das Team von Bundestrainer Alan Ibrahimagic heute nach dramatischem Spielverlauf mit 91:89 (24:26, 20:23, 18:28, 29:12) gegen Slowenien durch. Morgen steht dann mit der Partie gegen die Türken der erste Turnier-Klassiker auf dem Programm (19.30 Uhr).
Viel Stückwerk
Slowenien erwischte den besseren Start und profitierte von haarträubenden Fehlern der DBB-Youngster (2:8, 2.). Ibrahimagic sah sich gezwungen eine frühe Auszeit zu nehmen. Anschließend gab es wegen technischen Problemen eine längere Unterbrechung. Die half der deutschen Mannschaft nicht (4:17, 4.). Dann lief es langsam besser. Defensiv gelangen einige Stops und auch offensv konnte man sich ein paar Mal durchsetzen (14:18, 7.). Es blieb aber harte Arbeit zu Punkten zu kommen, es fehlte generell eine gewisse Lockerheit im deutschen Spiel (20:24, 9.). Außerdem war die Defense im ersten Spielabschnitt definitiv nicht gut genug (24:26).
Wild hin und her ging es jetzt, allerdings nicht zum Vorteil der Deutschen (24:30, 12.). Die versuchten alles und attackierten den slowenischen Korb mit Autorität, manchmal aber einfach zu ungestüm. Slowenien wirkte abgeklärter, machte aber auch viele Fehler. 28:35 hieß es nach 13 Minuten, nach wie vor blieb vieles Stückwerk. Zu oft stand man sich selbst im Weg und machte den Gegner dadurch stärker als er war. Zur Halbzeit hatte man sich noch ein paar Punkte heran gekämpft (44:49).
Comeback!!!
Wieder kam Slowenien besser aus der Kabine (45:54, 22.). Der Dreier von Lucai Anderson tat gut, aber Slowenien hatte die passende Antwort. Die 1.218 Zuschauer in der GBG Halle litten mit ihrem Team, das mit 48:60 in Rückstand geriet (23.), Auszeit. Das DBB-Team war von der Rolle und verlor mehrfach den Ball bereits beim Ballvortrag. Viel zu einfach kamen die Slowenen zu Korberfolgen. Anton Kemmer hatte jetzt ein paar gute Szenen , aber noch gab es ein dickes Brett zu bohren (55:67, 26.). Deutschland stemmte sich gegen die Niederlage und verkürzte durch Leonard Kröger (62:69, 28.). Slowenien konterte eiskalt, nach drei Vierteln gab es nicht mehr viel Hoffnung für die DBB-Auswahl (62:77).
Deutschland investierte noch einmal alles um ins Spiel zurückzukommen. Die ersten sieben Punkte im Schlussabschnitt gelangen den jungen DBB-Korbjägern und machten Hoffnung (69:77, 35.). Fin Borczanowski setzte sich stark durch und traf zum 71:79 mit noch fünf Minuten auf der Uhr. Lars Danziger stellte an der Freiwurflinie auf 73:79, Anderson netzte zwei Dreier zum 79:83 (37.). Alles war wieder drin, es war jetzt ein Kampf auf des Messers Schneide. Slowenien wackelte, als Anderson einen weiteren Dreier versenkte: 84:87 (38.). Caspar Vossenberg verkürzte an der Freiwurflinie: 8:87 (1’53). Riesengroß war der Jubel, als Danziger 23 Sekunden vor dem Ende per Dreier den Ausgleich besorgte (89:89). Mit fünf Sekunden Restspielzeit gewann das DBB-Team den Ball und hatte damit die Chance auf den Sieg. Jamie Edoka traf 0,8 Sekunden vor Schluss zum umjubelten Sieg.
Fotos: DBB/Berger

