Es ist der letzte Spieltag der diesjährigen WNBL-Saison bevor wir unseren Fokus auf das TOP4 in Berlin richten. Zwei Teilnehmer stehen mit den TG Main Sharks Würzburg und der TS Jahn München bereits fest. Vier Mannschaften hoffen noch. Im ersten Do-or-Die erwartet ALBA Berlin den USC Freiburg. Das zweite Entscheidungsspiel findet in Hagen statt, wo Phoenix den MTV Stuttgart begrüßt.
Viertelfinale
ALBA Berlin – USC Freiburg (1/1)
Freiburg bewies vor einer Woche eindrucksvoll welche Willenskraft im Team herrscht. Mit dem Ausfall von Frederike Askamp musste sich das Team für die Playoffs neu sortieren. Mehr Verantwortung auf den den Schultern von Karla Paradzik und Lara Gierlich, die bislang der Aufgabe gewachsen scheinen. Zudem traten auch Lola Hadzidedic und Amelie Mbah mehr ins Scheinwerferlicht und ergänzten eine insgesamt immer noch sehr junge Rotation, die nun in ihrer Premiere-Saison am Halbfinale schnuppert. Auf der anderen Seite steht der Favorit aus Berlin. ALBA hofft logischerweise den Heimvorteil für sich zu nutzen und würde das TOP4 im eigenen Wohnzimmer nur sehr ungern von der Seitenlinie verfolgen. Nachdem man es im Rückspiel ohne Lilli Schultze nicht geregelt bekam, würde es uns wundern wenn Head Coach Antonio Canamero auch am Sonntag auf den amtierenden WNBL-MVP verzichtet. Hat ALBA alle an Bord, sind sie für uns leicht im Vorteil und sollten das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden.
TSV Hagen – MTV Stuttgart (1/1)
Es dauerte bis in den März, ehe Hagen sein erstes Pflichtspiel der Saison 25/26 verlor. Damit riss die Serie von 15 Siegen am Stück und nun blicken wir gespannt in die Sporthalle Altenhagen. Bei den Phoenixen fehlt seit einigen Wochen Nele Erfeld, die in der Vorsaison auf der Point Guard Position gesetzt war und auch defensiv sowie vom Playmaking zu den besten Spielerinnen zählte. Nun heißt es diese Aufgaben unter den verbliebenen Guards zu verteilen. Besonders Lia Wasielewski und Hannah Abramowski dürften dabei eine Rolle spielen. Darina Zraychenko und Emma Huppertz werden ebenso gefordert sein. Auf der Gegenseite stehen drei Neuzugänge im Fokus. Die beiden ehemaligen RegioTeam-Spielerinnen Diana Ivancic und Mia Mandic waren im Rückspiel sehr wertvoll. Ebenso am aufblühen war Katara Lischka, die sich nach einer eher unauffälligeren Hauptrunde in die Playoffs deutlich steigern konnte. Stuttgart ist in der Spitze etwas schwächer besetzt, hat aber in der Breite noch viele Spielerinnen, die wichtige Impulse liefern. Wir erwarten ein ausgeglichenes Spiel, sehen stand jetzt aber die Gastgeber mit den besseren Chancen.
Abstiegsrunde Nord
Metropolitain Girls (2/3) – Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel (3/2)
Die Gastgeber brauchen dringend einen Sieg, sonst ist der vorläufige Abstieg besiegelt. Nachdem man das erste Aufeinandertreffen in Braunschweig knapp verlor, braucht im Optimalfall eine Differenz von mindestens acht Punkten. Braunschweig hingegen könnte mit dem dritten Sieg in Serie den Klassenerhalt sichern und seine ziemlich verkorkste Saison retten. Die Gäste sind leichter Favorit obgleich auch Recklinghausen bislang in den Playdowns gute Ansätze zeigte.
TG Neuss Junior Tigers (2/3) – Mitteldeutsche Basketball Academy (3/2)
Für Neuss und die MBA gelten ähnliche Voraussetzungen. Beide müssen für den Klassenerhalt gewinnen. Sollte dies sowohl Neuss als auch Recklinghausen tun, käme es zu einem Vierervergleich. Da die MBA das Hinspiel mit zehn Punkten verlor, könnte es für den aktuellen Tabellenführer der Abstiegsrunde Nord in diesem Fall eng werden. Wir rechnen aber mit einem Auswärtssieg.
Abstiegsrunde Süd
Porsche BBA Ludwigsburg (1/4) – Rhein-Main Baskets (5/0)
Keine Spannung in Ludwigsburg. Die Gastgeber sind bereits abgestiegen, während die Baskets mit fünf Siegen am Stück schnell für klare Verhältnisse im Abstiegskampf sorgen konnten. Mit einem spannenden Roster sind wir durchaus optimistisch was die Playoffs in der kommenden Saison angehen. Am Sonntag sollte sich das hessische Team auf jeden Fall durchsetzen.
RegioTeam Stuttgart (1/4) – Talents BonnRhöndorf (3/2)
Gleiches Bild in Stuttgart. Die Talents können befreit aufspielen, während das RegioTeam einen neuen Anlauf in der Qualifikation gehen müsste. Bonn reist mit drei Siegen im Gepäck zu den Schwaben und ist aus unserer Sicht auch Favorit im Rückspiel.

