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„Dieser Weg wird kein leichter sein“

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Mit dem Gassenhauer der Fußball-WM 2006 im Ohr reisen die GIESSEN 46ers nach sechs Siegen in Serie selbstbewusst zum BBC Bayreuth.

„Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer“, sang einst der Gründer der „Söhne Mannheims“, Xavier Naidoo, der inzwischen ob seiner Äußerungen durchaus umstrittene Xavier Naidoo. Der Song wurde ein Hit. Er thematisiert persönliche Herausforderungen, Durchhaltevermögen und das Lernen aus schwierigen Erfahrungen. Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 hatte ganz Deutschland ihn auf den Lippen. 

Ob „Frenki“ Ignjatovic den Ohrwurm verinnerlicht hat, ist nicht bekannt. „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer“, steht aber wie kein anderer Liedtext für die Crunchtime der Saison der GIESSEN 46ers, deren Achterbahn-Runde an einem Punkt angekommen ist, an dem sich die Profis nur noch bücken müssen, um das Geleistete aufzuheben. Um es einzusammeln. Vor allem, um es nicht liegenzulassen. 

Sieben Partien stehen noch auf dem Programm, die erste an diesem Samstag als Gast des BBC Bayreuth (19 Uhr, Oberfrankenhalle). Danach: In Hagen, in Bochum, in Bremerhaven. Und gegen Crailsheim, gegen Köln, gegen Koblenz. Drei Brocken, drei Playoff-Anwärter. „Dieser Weg wird steinig und schwer.“ Auch nach zuletzt sechs Siegen des Altmeisters, durch die er überhaupt erst auf den Weg in Richtung K.o.-Runde eingebogen ist. 

„Natürlich ist unser Selbstvertrauen gewachsen, natürlich sind wir über den Zusammenhalt des Clubs glücklich, natürlich wissen wir es zu schätzen, dass unsere Fans uns bedingungslos unterstützen. Noch aber haben wir nichts erreicht, noch sind wir nur auf dem richtigen Weg“, hat Ignjatovic offenbar doch ein wenig Xavier Naidoo im Hinterstübchen, wenngleich sich der 59-Jährige weniger mit dem Weg, denn mit dem nächsten Stopp beschäftigen möchte. „Von Spiel zu Spiel denken“, nennen das diejenigen, die gerne mal fünf Euro in irgendein Phrasenschwein stecken, wenngleich im Profisport klar ist, dass nur das nächste Wochenende, nur das nächste Match und nur der nächste Kontrahent wichtig sind. 

Bei einem Gegner, der zwar irgendwo im Nirgendwo rangiert und nicht den Eindruck erweckt, absteigen oder in die Playoffs rutschen zu können, der aber nach dem BBL-Abstieg ein Jahr nach Gießen stets mit großer Vorfreunde auf die 46ers wartet. Schließlich gingen beide bisherigen Auseinandersetzungen an die Wagnerstädter, die sowohl am 9. Dezember 2023 mit 87:70 als auch am 9. März 2025 knapp mit 78:77 die Oberhand behielten. 

Zur Erinnerung an die, so Branislav Ignjatovic, „dümmste Niederlage in meinen bisher zweieinhalb Jahren in Gießen“: Erst glitt Kevin McClain die Kugel bei einer 77:76-Führung der Mittelhessen aus der Hand, dann brachte er es nicht fertig, einen Korbleger zum Sieg abzuschließen. Und das nach einem zwischenzeitlichen 16-Punkte-Vorsprung (34:18). „Es wird also Zeit, endlich aus Bayreuth Zählbares mitzubringen“, möchte der Cheftrainer das von seinen Profis zuletzt beschworene Momentum nutzen und auch den siebten doppelten Punktgewinn hintereinander einfahren. 

Und dies aller personeller Probleme zum Trotz. Aiden Warnholtz trägt weiter eine Manschette, der kanadische Pechvogel ist mittlerweile schon im vierten Match zum Zuschauen verurteilt, nachdem er zuvor mit einer angebrochenen rechten Wurfhand noch drei Partien bestritten hatte. Nachwuchs-Center Kai Müsse, zuletzt im Aufwind, ist in der Regionalliga-Begegnung der Gießen Pointers in Schwenningen umgeknickt und kann nicht mitfahren. Simon Krajcovic, zuletzt nach seiner schweren Hüftprellung beim Match in Göttingen fitgespritzt, hat indes wieder normal trainiert, was auch notwendig ist, denn der BBC verfügt laut Ignjatovic über eines der stärksten Pointguard-Duos der gesamten Liga. 

Tehree Horn und KeVaughn Allen punkten so gut wie immer zweistellig, auch der aus Mazedonien nachverpflichtete Kyle Sturdivant hat eingeschlagen und legt wie zuletzt beim 78:72-Erfolg gegen Karlsruhe schon mal 25 Punkte auf. Da auch Rayshawn Mart (wie im Januar gegen Paderborn) 28 Zähler zum Erfolg beisteuern kann, der deutsch-amerikanische Forward Cantia Rahming vor einer Woche 16 Rebounds einsammelte und der im Winter aus Frankreich gekommene niederländische Nationalspieler Willem Brandwijk fast immer 30 Minuten gibt und dabei beide Bretter beherrscht. 

Was aus Bayreuther Sicht auch notwendig ist, denn Center Nat Diallo fällt erkrankt aus, außerdem standen die starken deutschen Flügel Moritz Plescher und Lenny Liedtke zuletzt nicht im Aufgebot. „Das macht Bayreuth umso gefährlicher“, weiß „Frenki“ Ignjatovic, dass das neue Trainerduo Lukas Hofer und Nils Scheller den Club nach der weihnachtlichen Entlassung von Florian Wedell bei sieben Siegen und sieben Niederlagen stabilisiert und auf einen guten Weg geführt hat. 

Einen Weg, der für die GIESSEN 46ers noch steinig und schwer ist …

Der Beitrag „Dieser Weg wird kein leichter sein“ erschien zuerst auf GIESSEN 46ers.

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