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Akkordarbeit mit Revanchegelüsten

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Gießen 46ers müssen am Wochenende im Kampf um die Playoff-Teilnahme gleich zweimal antreten.

Akkordarbeit für die Gießen 46ers! Akkordarbeit am Wochenende! Während der heimische Basketball-Zweitligist am Freitag (20 Uhr) in der Osthalle die Paderborn Baskets empfängt, geht es bereits am Sonntag (15 Uhr) zum Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten BG  Göttingen. Ein wegweisendes Wochenende im Kampf um die Playoff-Teilnahme. Derzeit belegen die 46ers den siebten Rang in der ProA, dürfen zwar noch oben blicken, müssen sich aber zugleich nach unten absichern. Ein Sieg zuhause gegen Paderborn und eine achtbare Niederlage beim Spitzenteam am Sonntag? Wären Sie einverstanden, Herr Ignjatovic? „Es gibt keine achtbaren Niederlagen“, antwortet der Trainer erst mit Nachdruck und dann einem Schmunzeln: „Wir wollen beide Spiele gewinnen. Und ich will sowieso immer gewinnen.“ Doch das Gewinnen fällt den Mittelhessen in dieser Saison schwerer als zuvor. Die Würfe wollen oftmals nicht fallen. Die Mannschaft wurde immer mal wieder neu justiert. Die Konstanz fehlte. Die Konstanz aber schien zuletzt ebenso gefunden wie mit Adnan Arslanagic ein dringend benötigter Playmaker. Doch als es lief, als vor allem beim Sieg in der Wetzlarer Buderus-Arene gegen Nürnberg starke Überzeugungsarbeit geleistet wurde, lief doch nichts mehr. Zwei Wochen Pause folgten. Eine Pause zur Unzeit für „Frenki“ Ignjatovic: „Wir können uns das nicht aussuchen. Wir haben nur drei Tage freigegeben und dann wieder mit dem Training begonnen. Eigentlich hätten wir die Zeit benötigt, um Adnan Arslanagic zu integrieren. Aber unser neuer Mann war ebenso wie Simon Krajcovic bei seiner Nationalmannschaft. Dann kann man sich ja vorstellen, wie unser Training ohne einen einzigen Playmaker aussah.“ Und dennoch: Mit der Übungsarbeit seiner verbliebenen Mannen war der Trainer komplett einverstanden. Ob diese Übungsarbeit nun auch Früchte trägt, wird sich bei der Akkordarbeit am Wochenende zeigen.

Das Personal:

Daniel Norl und Robin Benzing waren zuletzt beide angeschlagen, konnten aber in dieser Woche wieder gut trainieren. Schlimmer scheint es Aiden Warnholtz erwischt zu haben. Der Kanadier hat sich am Handgelenk verletzt. Derzeit trägt er eine Schiene. Ob der Pointguard am Wochenende auflaufen kann, entscheidet eine Untersuchung bei einem Spezialisten. Der neue Spielmacher Arslanagic wiederum konnte jetzt nur zweimal mit den Kollegen trainieren. Da dürfte noch nicht alles nach Wunsch laufen. Aber immerhin: Bei seinem Debüt vor der Länderspielpause zeigte der Kroate mit bosnischem Pass eine vielversprechende Leistung. Eine Leistung, die auch am Freitag in Osthalle und am Sonntag in Göttingen nötig sein wird, um zwei starke Gegner zu bezwingen.

Gegner Paderborn:

Eine starke Mannschaft, die bislang unter ihren Möglichkeiten geblieben ist. So charakterisiert „Frenki“ den Auftaktgegner. „Das“, so führt er aus, „ist ein Team mit Playoff-Qualität. Dass es dort unten steht, spricht für die hohe Qualität der Liga. Das wird alles andere als ein Spaziergang. Wir müssen ihre individuelle Klasse kontrollieren.“ Zuletzt trumpfte Paderborn auch in Göttingen groß auf und verpasste einen Auswärtssieg nur, weil am Ende zwei Freiwürfe verdaddelt wurden. Im Hinspiel wiederum kassierten die 46ers nach langer Führung eine ganz bittere 93:100-Niederlage. Wiedergutmachung ist angesagt.

Gegner Göttingen:

„Das“, so unterstreicht Ignjatovic, „ist eine absolute Topmannschaft, die auf jeder Position doppelt stark besetzt ist. Und Göttingen dürfte nach der Pause jetzt noch stärker sein, weil sie ihren Neuzugang Wesley Dreamer besser integriert haben dürften.“ Im Hinspiel unterlagen die 46ers in der Osthalle am Ende deutlich mit 61:83. Da dürften auch am Sonntag mittelschwere Revanchegelüste mitschwingen. „Ich glaube“, so der Trainer weiter, „dass die Mannschaft gewinnen wird, die besser mit den Belastungen des Freitagspiels klarkommt.“ Belastungen, die für Göttingen fast noch höher sein dürften. Schließlich steht für den Rangzweiten am Freitag das Spitzenspiel bei Tabellenführer Hagen an.

Das sagt der Trainer:

„Ich denke, es wird bei uns bis zum Saisonende weiterhin Auf und Abs geben. Wir hatten zuvor drei Jahre, in denen es relativ ruhig in der Mannschaft zuging. Und dann kommt eben auch mal ein Jahr, in dem es nicht so gradlinig läuft und du sogar froh sein musst, nicht ganz unten zu stehen. Die zwei Wochen Pause hätten wir benötigt, um die Mannschaft mit Arslanagic zusammenzuschweißen. Aber das ging nicht. Perfekt ist das alles nicht. Aber so ist das nun mal. Wir wollen trotzdem beide Spiele gewinnen. Das ist klar. Solche Spieltage ohne echte Pause sind natürlich nicht gut. Man hat keine Zeit zu regenerieren und die Mannschaft auf den Gegner vorzubereiten.“

Der Podcast:

Das Gießener Podcast-Trio von „Erstklassig zweitklassig“ mit Simon Schornstein, Lukas Becker und Thorsten Dlugosch wird nach dem Spiel in Göttingen eine Liveaufnahme mit Publikum veranstalten. In der Lounge des BG-Trainingszentrums sprechen die drei 46ers-Experten mit Göttingen-Trainer Fabian Strauß.

Der Beitrag Akkordarbeit mit Revanchegelüsten erschien zuerst auf GIESSEN 46ers.

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