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Auf Spurensuche

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Was machen die letztjährigen Profis der GIESSEN 46ers, Kevin McClain, Mladen Vujic und Nico Brauner, in dieser Saison?

Sieben sind geblieben, drei sind verschwunden, einer ist zurückgekehrt: Von den elf Profis, die im Mai (am Ende erfolglos) im Playoff-Halbfinale mit Science City Jena um den BBL-Aufstieg rangen, stehen aktuell mit Aiden Warnholtz, Kyle Castlin, Robin Benzing, Jonathan Maier, Luis König Figge, Roland Nyama, Viktor Kovacevic und Simon Krajcovic noch immer acht im Aufgebot von Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic. Nur Kevin McClain, Mladen Vujic und Nico Brauner zog es weg aus Gießen; teils aus privaten, teils aus sportlichen Gründen. 

Wie ist es dem Trio im vergangenen Dreivierteljahr ergangen? Eine Spurensuche …

Kevin McClain

Der heute 29-Jährige war der Abgang, der den Altmeister am meisten schmerzte. Denn der Deutsch-Amerikaner, der im Sommer 2024 von den Frankfurt Skyliners nach Gießen kam, lieferte zuverlässig. In seinen 28 Partien durchschnittlich fast 15 Punkte. Nach der vergangenen Saison zog es ihn zu den MLP Academics Heidelberg, mit denen er in der BBL aktuell gegen den Abstieg kämpft. Eine tragende Rolle, die er einnehmen wollte, hat er am Neckar nicht. Weshalb ihm nicht nur bei seinen Besuchen in der Osthalle immer mal wieder Rückkehr-Wünsche zu den 46ers nachgesagt wurden. In 20 Partien für Heidelberg stand er im Schnitt gut 14 Minuten auf dem Parkett, besorgte vier Punkte und markierte zwei Assists. Nicht üppig für den Mann aus Florida, der mit DJ Horne, der schon mal sechs Dreier zu versenken pflegt, und Michael Weathers (15 Punkte im Schnitt) aber auch hochkarätige Konkurrenz auf der Guard-Position hat. Immerhin stand Kevin McClain in der Champions League sechsmal auf dem Feld, schied jedoch in den Play-ins fürs Achtelfinale 0:2 gegen ERA Nymburk aus Tschechien aus.

Mladen Vujic

Den Gießener Publikumsliebling zog es nach nur einer Saison an der Lahn zurück nach Frankreich, wo er in der „France Elite 2“, der 2. Bundesliga, für AS Alsace aufläuft. Bereits in der Saison vor seinem Wechsel nach Mittelhessen hatte der 27-Jährige für Lille Metropole Basket im französischen Unterhaus gespielt. Der Club aus dem Ballungsraum Straßburg, der erst vor fünf Jahren gegründet wurde und seine Heimspiele entweder in Gries oder in Souffelweyersheim austrägt, belegt nach 23 Durchgängen Rang elf der Tabelle. Wie einst auch in Gießen, hat der serbische Center bislang keine Partie verfehlt. Seine Stats können sich dabei sehen lassen: Vujic steht durchschnittlich 23 Minuten auf dem Parkett, markiert zehn Punkte und sammelt fünf Rebounds ein. Bei den Siegen gegen Vichy Basket und die Sharks Antibes kam der Big Man jeweils auf 19 Zähler. Beim Overtime-Erfolg von Alliance Sport Alsace Gries-Souffel, so der offizielle Name des Clubs, gegen Hyeres-Toulon Var Basket fielen ihm elf Abpraller in die breiten Arme.

Nico Brauner

Der 31-Jährige hat einen, wie er sagt, „ereignisreichen Sommer“, hinter sich. Nach seinem Abschied von den 46ers war er zunächst auf der Hochzeit seines ehemaligen Gastbruders in Michigan, von wo aus es ihn einige Wochen ins mexikanische Tulum zog. „Tolles Essen, viel Kultur, abends auf die Zocalos, Live-Musik, Tanzkurse“, schwärmt Brauner auch Monate später noch von seinem Aufenthalt auf der Halbinsel Yukatan. Mit seinem Gießener Body Luis Figge war er schließlich in den Bergen und auf dessen Hochzeit einschließlich zweier Übernachtungen bei 46ers-Teammanager Jan Heppner. Junggesellenabschied Nummer drei führte Brauner nach Amsterdam, ehe sein Freund aus Wiesbadener Zeiten in Spanien heiratete. Danach: Vier Wochen Vietnam, ein Abstecher zu einem alten Kumpel nach Japan, zwei Wochen Kambodscha, mit dem Bus nach Vietniane, der Hauptstadt von Laos, um mit dem Motorroller Land und Leute kennenzulernen, ehe es auf die Philippinen ging. „Basketball zocken mit Einheimischen, ein Traum“, so der Pointguard, An Weihnachten war Nico Brauner wieder zu Hause in der hessischen Landeshauptstadt und auf der Suche nach ein wenig sportlicher Betätigung. „Ich hatte kurz Kontakt zu den 46ers und auch zu anderen ProA-Ligisten, habe aber gemerkt, dass ich nicht mehr so richtig Lust auf professionellen Basketball hatte. Der Körper sendet Signale, auf die sollte ein Mensch hören.“ Inzwischen trägt der Weltenbummler das Trikot des Regionalligisten ASC Theranesium Mainz. „Zwei-, dreimal Training pro Woche, darauf hatte ich noch Lust.“ Bisher sechs Partien, zwei Siege, vier Niederlagen, das Scoring immer zweistellig. Und parallel eine „berufliche Umorientierung“, auf die der 31-Jährige aber noch nicht näher eingehen möchte. Nach Mittelhessen wird es ihn bestimmt wieder verschlagen. Ende März nach Lich, wo sein neuer Club zu Gast ist. Und sicher auch in die Osthalle, in der einer wie er, der vergangene Rückrunde, aber auch in der Spielzeit 2022/23 alles gegeben hat, ein gern gesehener Gast ist.

Der Beitrag Auf Spurensuche erschien zuerst auf GIESSEN 46ers.

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