Vorberichte ProB Süd 22. Spieltag
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21.02.2026 17:30 Uhr SV Fellbach Flashers vs. Dresden Titans
Im Kampf um die K.O. – Phase steht für die Titans eine wichtige Standortbestimmung an. Gegen einen defensivstarken Gegner und einem anspruchsvollen Restprogramm vor Augen, geht es darum, Stabilität zu finden und eine solide Ausgangsposition für die kommenden Wochen zu schaffen.
Die Flashers konnten ihre Neujahresvorsätze bislang nur phasenweise umsetzen. In den vergangenen zehn Partien standen vier Niederlagen bei sechs Partien zu Buche. Eine Bilanz, die nicht ganz den eigenen Ansprüchen entsprach. Zuletzt zeigte die Formkurve jedoch wieder nach oben: Mit wichtigen Erfolgen gegen Coburg und Langen, stabilisierte das Team seine Leistungen und verteidigte den vierten Tabellenplatz vehement.
Den maßgeblichen Anteil an den jüngsten Erfolgen hat Nik Philip Schlipf. Der großgewachsene Schütze erzielt im Schnitt 15,3 Punkte, trifft starke 38,6 Prozent von jenseits der Dreierlinie und verteilt zudem 3,9 Assists pro Partie. Im Kontrast zu seinen Gegenspielern hat Brian Butler in dieser Saison noch keinen einzigen Dreier geworfen. Der ProA-erfahrene Veteran sucht konsequent den Weg zum Korb und kommt so dennoch auf 9,4 Punkte sowie 3,9 Rebounds pro Spiel. Neben den Beiden gilt es vor allem das Guard-Gespann um Tyseem Lamel Lyles (13,6 PPG) und Jakob Hanzalek (10,4 PPG) sowie Big Man Nelson Okafor (10,2 PPG) unter Kontrolle zu bekommen.
Im Kollektiv liegt die große Stärke der Flashers in der Defensive. Mit nur 78,2 zugelassenen Punkten pro Spiel zählen sie zu den stabilsten Abwehrreihen der Liga. Besonders aggressiv agiert das Team in den Passwegen: 9,8 Steals pro Spiel bedeuten die Platzierung an der Ligaspitze und unterstreichen den hohen defensiven Druck, den die Fellbacher über 40 Minuten hinweg ausüben.
Nach zuletzt drei Siegen in Folge mussten die Elbriesen am vergangenen Samstag einen Dämpfer im Kampf um die K.O.-Phase hinnehmen. Gegen den direkten Konkurrenten aus Leitershofen, offenbarten die Dresdner vor allem in der Defensive Schwächen und ließen mit 97 Gegenpunkten zu viele Punkte zu.
Im verbleibenden Saisonprogramm wartet zudem ein anspruchsvolles Restprogramm: Mit Ludwigsburg, Ulm, Coburg und Speyer, stehen noch die aktuell drei besten Teams der Liga und ausgewiesene Playoff-Kandidaten auf dem Plan. Wollen die Titans weiterhin ein Wörtchen im Rennen um die Endrunde mitreden, ist eine klare Leistungssteigerung gefragt. Das Team von Cheftrainer Valentino Lott muss defensiv wieder an Stabilität gewinnen und zugleich Selbstvertrauen für die anstehenden Schlüsselspiele sammeln.
Titans Headcoach Valentino Lott –„Wenn es ein Team in der Liga gibt, das weiß, wie man enge Spiele gestaltet und am Ende auf seine Seite zieht, dann ist es Fellbach. Umso wichtiger ist es, von Beginn an physisch präsent zu sein und die Kontrolle über die Bretter zu übernehmen. In den letzten Partien (Bayern ausgenommen) haben wir defensiv zu viele Punkte zugelassen, da müssen wir in den wichtigen Situationen klarer und aufmerksamer agieren. Es ist wichtig, dass wir über 40 Minuten eine höhere Intensität und konstante Energie auf das Feld bringen und ihnen 1-2 Dinge offensiv wegnehmen können.“
21.02.2026 18:00 Uhr OrangeAcademy vs. CATL Basketball Löwen
Im Spitzenspiel der BARMER ProB Süd fährt die OrangeAcademy einen wichtigen 89:80-Auswärtssieg beim FC Bayern Basketball 2 ein. Am kommenden Samstag wartet bereits mit den CATL Basketball Löwen Erfurt der nächste Herausforderer.
Der souveräne Lauf der jungen Uuulmer hält weiter an. Nach den Erfolgen über den TV Langen und die SKYLINERS Juniors besiegten die Doppelstädter auch die zweite Mannschaft des FC Bayern Basketballs. Ohne Leistungsträger Teo Milicic konnten sich die Schützlinge von Cheftrainer Florian Flabb allen voran auf Joel Cwik verlassen. Der Doppellizenzspieler lieferte 23 Punkte, die dem jungen Aufgebot verlässliche Stabilität gaben. Zudem klauten die Orangenen ganze 14-mal den Ball und profitierten von 20 Assists.
„Wir hatten einen schwierigen Start ins Spiel. Lange hat uns der Rhythmus gefehlt, weswegen wir Defensiv auch anfällig waren. Nach der Pause haben wir mehrere Stops generieren können und immer besser zu unserem Spiel zurückgefunden. Besonders gefallen hat mir die Ausgeglichenheit im Team. Jeder Spieler hatte wichtige Impulse zum Sieg beitragen können“, betont Cheftrainer Flabb nach dem Erfolg und blickt bereits auf das nächste Spiel in kurzer Zeit: „Erfurt hat ein gutes Momentum mit zwei Siegen in Serie. Sie haben gut nachverpflichtet und treten sehr selbstbewusst auf. Wir müssen von der ersten Sekunde an wach und fokussiert sein, um diesen hochtalentierten Gegner schlagen zu können“, so Flabb. Mit einem Sieg könnte die OrangeAcademy mit fremder Schützenhilfe die Playoff-Qualifikation bereits fünf Spieltage vor Hauptrundenende festigen. Im Kampf um die Spitzenplätze wäre ein Erfolg ebenfalls ein wichtiger.
Die CATL Basketball Löwen Erfurt bewegen sich in dieser Spielzeit im Tabellenmittelfeld. Fünf Spieltage vor Hauptrundenende befinden sich die Thüringer in der unspektakulären Zone. Zwei Siege Vorsprung weißen sie auf den Tabellenletzten aus Würzburg auf, wohingegen der Rückstand auf einen Playoff-Platz bereits drei Erfolge beträgt. Zuletzt zeigte die Form allerdings sichtbar nach oben.
Mit den Erfolgen über die BG Hessing Leitershofen und die Ahorn Camp Baskets Speyer reißt das Team von Cheftrainer Florian Gut mit breiter Brust an den OrangeCampus. US-Amerikaner Mike Mitchell ist aktuell die tragende Säule im eigenen Aufgebot. Mit 20.7 Punkten, 4.2 Assists und 2.7 Steals ist er kaum zu stoppen. Tatkräftige Unterstützung erhält er von den Guards Musa Abra (18.4 Punkte), Ivan Kucan (17), sowie den beiden Big-Men Noah Kandem (14.1) und Paul Albrecht (13.1).
21.02.2026 19:00 Uhr SKYLINERS Juniors vs. VR-Bank Würzburg Baskets Akademie
In den vergangenen Wochen überzeugten die Juniors vor allem mit Moral, Geschlossenheit und defensiver Konzentration. Besonders erfreulich: Jamie Edoka wird gegen Würzburg wieder im Kader stehen, nachdem er am vergangenen Wochenende beim NBA „Basketball Without Borders“-Camp in Los Angeles zu Gast war.
Die Gäste aus Unterfranken, trainiert von Alex King, reisen mit viel Druck nach Frankfurt. Die Würzburger stehen aktuell auf dem letzten Tabellenplatz und konnten im Jahr 2026 bislang erst einen Sieg einfahren. Bei nur noch sechs verbleibenden Spielen im Kampf um den Klassenerhalt zählt für sie jeder Erfolg. Verstärkung erhielten sie kürzlich durch Christoph Philipps, ein in Frankfurt bekanntes Gesicht. Der Forward spielte in der vergangenen Saison für das BBL-Team der SKYLINERS, ehe ihn eine schwere Verletzung ausbremste. Nun soll er helfen, den Abstiegskampf noch einmal neu zu beleben.
Die Juniors wollen ihre Intensität und Konzentration erneut über 40 Minuten aufs Parkett bringen und den positiven Trend fortsetzen. Ein weiterer Sieg würde die Position im engen Playoff-Rennen weiter stärken.
„Wir sind gut in Form, aber wir wissen auch, dass jedes Spiel jetzt enorm wichtig ist. Entscheidend wird sein, dass wir mit der gleichen Energie und Disziplin auftreten wie in den letzten Wochen. Wenn wir unseren Fokus behalten, können wir den nächsten Schritt machen,“ betont Markus Klusemann vor der Partie.
21.02.2026 19:00 Uhr BBC Coburg vs. TSV Oberhaching Tropics
Nur sechs Tage nach dem souveränen 83:68-Heimerfolg gegen Ludwigsburg steht für den BBC Coburg bereits das nächste Spiel in heimischer Halle im Terminkalender. Gegner der Mannschaft von Cheftrainer Patrick Seidel sind die Oberhaching Tropics, die sich mit 86 Punkten im Durchschnitt als die beste Offensiv-Mannschaft der Liga etabliert haben.
Bevor es danach in eine einwöchige Länderspielpause und den anschließenden Saisonendspurt geht, wartet mit den Tropics viel Firepower auf die Vestestädter. Mit Jonathan Zeisberger stellen die Oberbayern den über die komplette Saison gesehen besten Scorer der Liga. 24,5 Punkte markiert der 19-jährige pro Partie. Darüber hinaus verteilt Zeisberger mit 5,7 Assists nach BBC-Kapitän Nico Wenzl (6,4 Assists) die zweitmeisten Vorlagen in der ProB Süd. Aufgrund seiner beeindruckenden Rookie-Saison wurde vor kurzem bekannt gegeben, dass der Aufbauspieler mithilfe einer Doppellizenz nun auch die Chance erhält, seine Qualitäten eine Liga höher für den BBC Bayreuth zu zeigen. Ob Zeisberger am Samstagabend für die Tropics in Coburg oder doch beim zeitgleich stattfindenden ProA-Heimspiel des ehemaligen Bundesligisten gegen Köln auflaufen wird, ist unklar.
Mit nur zwei Siegen zu vier Niederlagen aus den sechs Spielen seit der Weihnachtspause haben die Tropics ihr Mojo aus der ersten Saisonhälfte ein wenig verloren. Zwar gab es mit dem ungefährdeten Auswärtserfolg in Speyer und dem Last-Second-Sieg zuhause gegen Fellbach zwei Highlights zu verbuchen, mit den Klatschen gegen Ludwigsburg und Langen, der Heimniederlage gegen die auswärts zuvor noch sieglosen Würzburger und der deutlichen Pleite gegen Frankfurt zuletzt überwiegen jedoch die Schattenseiten.
Das Hinspiel war hingegen das erste Coburger Lowlight der Saison. Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit (37:57) unterlagen die Vestestädter den Tropics mit 85:99. Der BBC, der auf den damals angeschlagenen Dylan Fasoyiro verzichteten musste, kämpfte sich nach zwischenzeitlichem 26-Punkte-Rückstand im letzten Viertel tatsächlich noch einmal bis auf Zähler heran. Am Ende war die Hypothek aus Durchgang eins aber zu groß. Es war die erste Saisonniederlage für die Mannschaft um Julian Günther und Co. Der BBC-Youngster weiß daher aus eigener Erfahrung um das enorme Oberhachinger Offensiv-Potenzial.
Für das Rückspiel mahnt der 17-jährige trotz der hervorragenden Coburger Heimbilanz nicht ohne Grund zur Vorsicht: „Mit Oberhaching haben wir alles andere als einen leichten Gegner vor der Brust. Bereits im Hinspiel haben sie gezeigt, dass sie uns das Leben sehr schwer machen können. Deshalb wird es für uns vor allem darauf ankommen, mit der richtigen Einstellung und ohne Leichtsinn ins Spiel zu gehen. Wir wollen zeigen, dass wir es besser machen können als noch im Hinspiel. Daher sind wir gleich umso mehr motivierter, den nächsten Heimsieg zu holen.“
21.02.2026 19:30 Uhr BG Hessing Leitershofen vs. Ahorn Camp Baskets
Fünf Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde bleibt die Lage in der Liga spannend bis dramatisch. Die Plätze drei und neun im Klassement trennen aktuell nur 4 Punkte. Es geht nicht nur um das Erreichen der Saisonverlängerung ab April, sondern auch um die beste Ausgangslage im Klassement bezüglich des Heimrechtes. Oder auch darum, im Play-Off Achtelfinale den besten Teams aus der starken Nordgruppe aus dem Weg zu gehen. Demzufolge zählt aktuell jeder Sieg praktisch doppelt, denn auch die direkten Vergleiche von zwei oder mehreren punktgleichen Teams werden am Ende zu Rate gezogen.
Den Gegner aus Speyer verbindet neben der Punktgleichheit mit der BG auch, dass beide Teams des Samstags zuletzt jeweils den Basketball Löwen Erfurt hauchdünn in den Schlussminuten unterlag. Die Kangaroos vor 14 Tagen mit 83:85, die Pfälzer letzte Woche mit 87:90. „Wir waren uns am Ende zu fein, ordentlich zu verteidigen“, wurde Speyers Coach Carl Mbassa (47) etwas verärgert nach dem Auftritt der Seinen zitiert. Die Fans dürfen sich also auf ein erneut spannendes und wahrscheinlich bis zum Schluss ausgeglichenen Match freuen.
Die Baskets weisen einen der ausgeglichensten Kader der Liga auf. Gleich zehn Spieler scoren durchschnittlich zwischen 6 und 12 Punkten, allen voran das starke Importtrio um den US-Amerikaner Daryl Woodmore (34), den Österreicher Felix Angerbauer (22) und den nach langer Verletzung wieder zurückgekehrten Spanier Carlos Hidalgo Guijo (28). Besagter Coach Mbassa, seit vielen Jahren in der Domstadt an der Seitenlinie aktiv und davor auch prägender Spieler der Ahorn Camps, hat aber auch unter dem Korb Klasse, statt Masse aufzubieten: Center David Aichele (27/212cm)) weist ebenso wie der Ex-Ehinger Leon Geisler (19/206cm) Gardemaß direkt am Brett auf, dazu kommen sehr gut ausgebildete Akteure wie Oskar Humpert (20), Dennis Diala (22) und Dreipunktespezialist Christoph Rupp (31). Zusammengefasst stellt Speyer einen sehr guten Mix aus routinierten Spielern und hoffnungsvollen Talenten und wird im vierten Auswärtsspiel in Folge versuchen, den dritten Sieg einzufahren. Denn nur in Erfurt war man zuletzt unterlegen, davor hatte man in Langen und bei Bayern München deutliche Siege in der Fremde eingefahren.
Die Stadtberger werden sicherlich den Gegner sehr gut studiert haben, wollen aber natürlich auch auf eigene Stärken setzen. In Dresden landete man einen zwar knappen, aber trotzdem hochverdienten Sieg, weil man spielerisch die bessere Mannschaft war. Und besonders wichtig, das Team behielt auch in engen Situationen die Nerven. Allen voran Kapitän Jannik Westermeir, der an der Elbe allein im letzten Viertel sagenhafte 13 Punkte erzielte und dabei Brain Dawson im Spielaufbau nachhaltig entlastete.
BG-Chefcoach Emanuel Richter blickt mit einer besonderen Statistik auf die Partie: „In den letzten sechs Spielen insgesamt standen unsere Gegner 146-mal an der Freiwurflinie, wir nur 110-mal, das sind objektiv betrachtet 33% mehr Optionen. Das muss ein Ansporn sein, dass wir noch disziplinierter auftreten und noch konsequenter den Weg zum Korb suchen. Wir müssen defensiv sauber arbeiten und brauchen im Angriff Klarheit im Kopf. Wir wollen unser Spiel zu Hause durchsetzen, mit physischer Präsenz und reifer Mentalität“, so Richter. Der Kader war in der Trainingswoche erstmals wieder vollständig, der zuletzt verletzte Ferenc Gille wird wieder ins Team zurückkehren. Nochmals Richter: „Wir freuen uns, dass er wieder dabei ist, er soll am Samstag erste Minuten bekommen“.
22.02.2026 15:00 Uhr Porsche BBA Ludwigsburg vs. FC Bayern Basketball II
Bericht folgt in Kürze.

