BUNTE BÜHNE BASKETBALL (51)
Ex-Gießener Viktor Ziring verlässt die Bayer Giants Leverkusen und schließt sich dem West-Regionalligisten BBA Hagen an.
Viktor Ziring, in der vergangenen Saison ein gutes halbes Jahr – aus Iserlohn kommend – für die GIESSEN 46ers am Ball, hat abermals einen neuen Club gefunden. Der 27-Jährige, der seit Januar 2025 für die Bayer Giants Leverkusen auflief und mit den Farbenstädtern auch den Aufstieg in die ProA feierte, spielt nun für die Basketball Akademie Hagen in der 1. Regionalliga West. „Viktor war mit seiner Rolle in Leverkusen nicht zufrieden. Es war für ihn an der Zeit, eine neue Herausforderung zu finden. Für uns war klar, dass wir ihm bei diesem Vorhaben keine Steine in den Weg legen möchten“, erklärte Leverkusens Sportdirektor Hansi Gnad. Und Cheftrainer Mike Koch, der mit seinem Team am Sonntag beim 72:95 bei den Nürnberg Falcons die zwölfte Niederlage in Serie kassierte, ergänzte: „Ziring hat stets 100 Prozent gegeben und sich im Training nie hängenlassen. Er ist ein Vorzeigeprofi, wie er im Buche steht.“ In der BBA der Südwestfalen unterschrieb der gebürtige Gießener, der zuletzt nur auf durchschnittlich drei Punkte in zwölf Minuten Einsatzzeit kam, einen Vertrag bis Sommer 2028.
Bleiben wir an der Volme, steigen aber zwei Etagen nach oben, wo Phoenix Hagen die Tabelle des deutschen Basketball-Unterhauses anführt. Dort hat sich der nachverpflichtete niederländische Internationale Lucas N’Guessan inzwischen einen guten Namen gemacht, was er durch seine 13 Zähler und sechs Rebounds beim 95:74-Arbeitssieg über die SBB Baskets Wolmirstedt unterstrich. Nun einigten sich Club und Center auf eine vorzeitige Verlängerung der Zusammenarbeit. Der 28-Jährige unterschrieb einen Vertrag, der ihn bis Saisonende an den aktuellen ProA-Spitzenreiter bindet. In bislang 13 Partien wusste N’Guessan statistisch in Form von durchschnittlich zehn Punkten und vier eingesammelten Abprallern zu überzeugen. Mit 22 Zählern legte er beim 103:63-Erfolg über die Paderborn Baskets kurz vor Weihnachten einen persönlichen Bestwert auf und griff sich zudem in drei Spielen starke sieben Rebounds.
Ebenso wie Lokalrivale und Mitaufsteiger Bayer Giants Leverkusen ringen auch die RheinStars Köln um den Klassenerhalt. Damit dieser gelingt, haben sie auf dem Transfermarkt nochmals zugeschlagen und Kenny Baptiste aus der ersten französischen Liga bis Saisonende verpflichtet. Der bald 26 Jahre alte und 2,05 Meter große Forward spielte am Wochenende erstmals, konnte in seinen 22 Minuten Einsatzzeit bei sieben Punkten und vier Rebounds aber die deftige 58:99-Niederlage bei den HAKRO Merlins Crailsheim nicht verhindern. Baptiste stammt aus dem französischen Karibik-Department Guadeloupe, wo er im Herbst erstmals Vater wurde. Um vor Ort zu sein, hatte er im September seinen Vertrag mit Limoges CSP Elite nach der Vorbereitung aufgelöst. So kam er zwar aus einer längeren Pause, aber auch mit der Empfehlung eines Starting-Five-Spielers aus der 130.000 Einwohner zählenden Stadt 350 Kilometer südlich von Paris. „Kenny kann in der Offense auf den Positionen drei bis fünf eingesetzt werden und selbst auch alle verteidigen. So gewinnen wir an Variabilität“, so Headcoach Zoran Kukic über seinen Neuzugang.
Auch Schlusslicht Uni Baskets Münster hat personell nochmals nachgebessert beziehungsweise auf seine Verletzungsmisere reagiert. Neu im Kader steht inzwischen Philip Alston von den Wisconsin Herd aus der NBA-G-League. Der 24-jährige US-Amerikaner gilt als Wunschlösung bei den Ostwestfalen, weil er sowohl enorme Physis in die Spielweise des Zweitligisten einbringen wird als auch flexibel die Positionen drei, vier und fünf einnehmen kann. Bei der 63:82-Niederlage bei den Bozic Estriche Knights Kirchheim kam Alston 25 Minuten zum Einsatz, markierte starke 19 Punkte und pflückte fünf Abpraller aus dem schwäbischen Abendhimmel. Von einer „sensationellen Premiere“, sprach deshalb auch Uni-Cheftrainer Götz Rohdewald, wohl wissend, dass sein Neuzugang erst wenige Einheiten mit seinen neuen Mitspielern absolviert hatte. Bei Münster fehlten in Kirchheim die erkrankten Julian Larry und Paul Viefhues sowie die schon länger verletzten Adam Touray, Bo Hodges und Julius Ferber. Co-Trainer Torben Döding sprang deshalb als Ersatz-Playmaker ein und hielt 16 Minuten durch.
Getrennt haben sich die Unistädter derweil von Caleb Zurliene, der laut Manager Helge Stuckenholz um die Auflösung seines Vertrags gebeten hatte. Der mit Rückenproblemen kämpfende 23-jährige US-Guard stand in dieser Saison in nur zehn Partien auch nur rund zehn Minuten auf dem Parkett. Er ist inzwischen zu seiner Familie nach Illinois zurückgekehrt.
Die gegen Münster siegreichen „Ritter“ indes hatten Center Nico Bretzel weiter im Aufgebot. Da Lukas Zerner noch immer verletzt fehlt, haben die Teckstädter den Kontrakt mit dem 2,12 Meter Hünen bis zum Saisonende inklusive möglicher Playoffs verlängert. Da Antonio Dorn in die USA wechselte, suchte Knights-Cheftrainer Igor Perovic nach einem neuen Big Man, den er im Sommer bei BBL-Kooperationspartner ratiopharm Ulm in Nico Bretzel fand. Der ursprünglich nur bis zum Ende der Hinrunde datierte Vertrag wurde nun ausgedehnt. Nach acht Siegen aus den letzten zehn Spielen stehen die Teckstädter inzwischen auf Tabellenplatz sechs. Mit durchschnittlich neun Punkten und sechs Rebounds war der Big Man an diesem Aufschwung maßgeblich beteiligt.
Und dann sind da noch die Eisbären Bremerhaven, bei denen der sechswöchige Vertrag von Evan Walshe ausgelaufen ist. Der 27-Jährige, der aufgrund großer personeller Probleme den Kader der Nordlichter verbreitern sollte, ist inzwischen wieder zu den Bristol Flyers nach England zurückgekehrt. In seinen sechs Partien für die Eisbären erzielte Walshe im Schnitt zwei Punkte.
Kaum hatte die Mannschaft von Cheftrainer Steven Esterkamp den Guard wieder abgegeben, verletzte sich Big Man Hendrik Warner beim 89:80-Sieg gegen die PS Karlsruhe LIONS am Knöchel schwer. Der Center wird mehrere Wochen ausfallen, dafür aber meldete sich Till Isemann wieder einsatzbereit. Er hatte wegen eines gebrochenen Fingers pausieren müssen, brachte es bei der 79:84-Niederlage im Gipfeltreffen bei der BG Göttingen aber immerhin in elf Minuten auf sechs Punkte.
Der Beitrag BUNTE BÜHNE BASKETBALL (51) erschien zuerst auf GIESSEN 46ers.

