Team Frankfurt gelingt spektakulärer Heimsieg gegen Düsseldorf
Die Partie begann aus Frankfurter Sicht denkbar ungünstig. Düsseldorf erwischte den besseren Start, spielte sehr kontrolliert und setzte sich früh ab. Das erste Viertel ging deutlich mit 20:10 an die Gäste. Auch im zweiten Abschnitt fand Frankfurt nur phasenweise in den Rhythmus, konnte den Rückstand jedoch zumindest stabilisieren. Nach einem 17:19 im zweiten Viertel ging es mit einem klaren Rückstand in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel blieb Düsseldorf spielbestimmend. Frankfurt tat sich weiterhin schwer, eigene Ideen konsequent umzusetzen und lag zum Ende des dritten Viertels mit 20 Punkten zurück. Das dritte Viertel endete aus Frankfurter Sicht mit 9:17, die Gäste schienen das Spiel unter Kontrolle zu haben.
Was dann folgte, war ein außergewöhnliches Schlussviertel. Team Frankfurt zeigte eine enorme Energieleistung, verteidigte aggressiv und fand offensiv deutlich mehr Selbstvertrauen. Mit einem 30:7 im letzten Abschnitt kämpfte sich die Mannschaft Punkt um Punkt zurück in die Partie und drehte das Spiel in der Schlussminute.
In der Crunchtime überschlugen sich die Ereignisse. Antoine Long traf zunächst einen von zwei Freiwürfen zum 62:63-Anschluss. Nach starker Defense erzwang Frankfurt einen Ballverlust der Düsseldorfer. 30 Sekunden vor dem Ende übernahm Ilyas Freund Verantwortung und traf einen Dreier zum 65:63 – die erste Führung für Frankfurt im gesamten Spiel. Düsseldorf vergab im Anschluss einen Zweipunktewurf, Frankfurt sicherte sich den Rebound und wurde gefoult. Elia Barthelmé verwandelte anschließend einen von zwei Freiwürfen zum 66:63-Endstand.
Offensiv ragten Antoine Long und Ilyas Freund mit jeweils 15 Punkten heraus. Long ergänzte seine Leistung um sechs Rebounds und zwei Assists, Freund kam auf fünf Rebounds. Carl Hancker überzeugte unter den Körben mit acht Punkten und starken elf Rebounds.
Trainer Leon Suhr ordnete die Partie nach dem Spiel ein: „Das Spiel war eine doppelte Lernerfahrung. Wir haben drei Viertel lang nicht unser bestes Spiel gezeigt, waren inkonsequent in unseren Ideen und uns fehlte gänzlich an Selbstbewusstsein. Das hat uns klar gezeigt, woran wir in den nächsten Wochen arbeiten müssen. Im vierten Viertel konnten wir dann sehen, was in uns steckt und dass nichts unmöglich ist. Alle haben bis zur letzten Sekunde gekämpft und damit den Sieg klargemacht. Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns, auf dem wir uns aber keineswegs ausruhen werden.“
Mit dem Erfolg gegen den Tabellenführer bestätigt Team Frankfurt seine starke Position in der Relegationsrunde und nimmt wichtige Erkenntnisse für die kommenden Aufgaben mit.

