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GIESSEN 46ers plagen personelle Sorgen

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Nyama fällt am Sonntag (17 Uhr) zum Vorrunden-Abschluss in Koblenz aus / Ob Norl und Kigab spielen können, steht noch in den Sternen.

Wer Weihnachten feiert, egal ob christlich am 24. Dezember oder christlich-orthodox am 6. Januar, der freut sich meist auf das eine oder andere Präsent seiner Liebsten. Überraschungen anderer, negativer Art hielten indes die Profis der GIESSEN 46ers für ihren Cheftrainer bereit. Besonders an dessen Heiligem Abend vergangenen Dienstag. 

Erst meldete sich Roland Nyama für einige Wochen ab. Beim starken 95:66 gegen die SBB Baskets Wolmirstedt drei Tage zuvor landete der Deutsch-Kameruner in Folge eines rüden Tacklings unsanft auf dem Parkett, von wo aus er „Frenki“ Ignjatovic klar signalisierte: „Rien ne va plus, nichts geht mehr. Nimm mich raus!“ Eine Schulterverletzung wird den Routinier, der nach nur 5:23 Minuten mit einem Kühl-Pack auf der Bank Platz nehmen musste, einige Zeit zum Zuschauen verurteilen. 

Dann folgte Daniel Norl. Bei der 61:83-Pleite einen Tag vor Weihnachten gegen BBL-Absteiger BG Göttingen war der Deutsch-Amerikaner umgeknickt. Ein MRT ergab, dass er eine entzündete Achillessehne hat. Ob er am Sonntag (17 Uhr) bei den EPG Baskets Koblenz auflaufen kann, steht noch in den Sternen. Patient Nummer drei ist Abu Kigab: Der Kanadier mit sudanesischen Wurzeln, der als Nachfolger des nie seine Form aus Kroatien findenden Domagoj Vukovic erst vier Partien an der Lahn absolviert hat, leidet an einer Hüftprellung. Anfang der Woche pausierte er im Teamtraining. Ob er zum Vorrundenabschluss der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA auflaufen kann, entscheidet sich ebenfalls kurzfristig.

„Bisher lief personell alles einigermaßen glatt ab, nun aber müssen wir mit der einen oder anderen Verletzung leben“, will Branislav Ignjatovic nicht allzu lange klagen. Schließlich gilt sein ganzer Fokus der Truppe vom Deutschen Eck, die sich in dieser Saison gemausert hat. Vergangenes Jahr noch fast abgestiegen, hat sich Koblenz unter dem neuen und von den Dragons Rhöndorf gekommenen Headcoach Stephan Dohrn prächtig entwickelt. Mit acht Siegen aus bisher 16 Partien stehen die EPG Baskets auf Rang acht nur einen Erfolg schlechter da als die sechstplatzierten 46ers, so dass Ignjatovic davon spricht: „Koblenz ist keine Laufkundschaft.“

Was die Männer von Rhein und Mosel können, zeigten sie bereits in der Pre-Season, als sie die 46ers in deren zweitem Testspiel mit 90:83 besiegten. „Das war schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns Sonntag erwartet“, hebt der 59-Jährige warnend den Zeigefinger. Wohl wissend, dass die „Schängel“ in der Sommerpause (gezwungenermaßen) keinen Stein auf dem anderen gelassen haben und sogar Regisseur Ty Cockfield, mit dem sie im Frühjahr den Kontrakt erst vorzeitig verlängert hatten, gen NTD Baku in Aserbaidschan ziehen ließen. 

„Neuer Trainer, neuer Kader, neues System, da erwartet uns einiges“, weiß „Frenki“ Ignjatovic um die Koblenzer Stärken. Die da wären: eine starke Dreierquote von 37 Prozent, ein brauchbarer Rebound am Brett des Gegners (Rang drei hinter Hagen und Crailsheim) sowie viel Power in der Offense, die sich in durchschnittlich 91,4 Punkten (Gießen liegt bei 83) widerspiegelt. „Wir müssen mit unserer guten Defense, die wir zuletzt gegen Wolmirstedt und in Nürnberg endlich zeigen konnten, dagegenhalten und deren Angriffsrhythmus zerstören“, kennt der Gießener Stratege das Erfolgsrezept.

A propos Stratege: Bei der Mannschaft aus der jedoch meist nur zu einem Viertel besetzten EPG-Arena trägt diesen Titel Calvin Wishart. Der US-Pointguard verteilt nicht nur sechs Assists pro Partie, sondern er zeichnet im Schnitt auch für gut 15 Punkte verantwortlich. „Er ist der vielleicht beste Regisseur, den die ProA zu bieten hat“, hält „Frenki“ Ignjatovic große Stücke auf den 26-Jährigen, der im Sommer aus der BBL (Würzburg) in die mit 114.000 Einwohnern drittgrößte Stadt von Rheinland-Pfalz kam. Nur einmal in bisher 17 Partien traf Wishart nicht zweistellig. Außerdem ist der junge Mann aus Minneapolis auch jederzeit in der Lage, mal fünf, sechs Rebounds herunter zu pflücken. 

Ihm zur Seite steht mit Badu Buck ein guter Dreierschütze, der bereits in Paderborn, Schwenningen und Quakenbrück Zweitliga-Erfahrung sammeln konnte. Mit Aleksa Kovacevic haben die EPG Baskets einen Serben in ihren Reihen, der Mitte November für Aufsehen sorgte. Bei der satten 83:113-Packung gegen die Artland Dragons markierte der 23-Jährige in nur 26 Minuten 42 Punkte. Es war eine Leistung, die er in der Folge aber nicht mehr wiederholen konnte. Nur bei der 88:94-Niederlage in Paderborn stand ein zweistelliger Wert (15 Zähler) auf seinem Scoreboard.

Mit DJ Jeffries, der jederzeit zweistellig punkten und rebounden kann, und mit dessen US-Landsmann Tim Smith, der schon mal 27 Punkte wie beim letzten 107:89-Auswärtshammer in Bochum einstreuen kann, verfügt Koblenz über Power unter den Körben, die durch die deutschen Marko Bacak, Alexander Möller und Jonas Niedermanner noch verstärkt wird. Und da der nachverpflichtete Ex-Hagener Devonte McCall langsam, aber sicher in der Lage ist, den verletzten Jannis Sonnefeld vergessen zu machen, darf „Frenki“ Ignjatovic getrost von einer Prüfung reden, „nach der sich zeigen wird, ob wir wirklich den Turnaround hinbekommen haben.“

Eines ist für den 46ers-Cheftrainer jedenfalls sicher: „Es bleibt turbulent!“ Egal, ob Gießen am Sonntag in Koblenz mit oder ohne Roland Nyama, Daniel Norl und Abu Kigab aufläuft …

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