1. RLN | Dreams schwitzen bis zum Ende gegen Stade
Neues Jahr, neuer Spielverlauf, altes Ergebnis. Die Berlin Dreams starten ins Jahr 2026 mit dem 16. Sieg dieser Saison, aber zum ersten Mal müssen sie in einem Heimspiel bis zur letzten Minute schwitzen. Gegen den VfL Stade muss Headcoach Michael Wende auf etliche Spieler verzichten, darunter den US-amerikanischen Guard Wisdom Uboh und Center Leo Hollen. Zeitweise sieht er sein Team dem Gegner hinterherrennen, doch am Ende entscheiden die offensive Qualität des Kaders – mit vier von fünf Spielern beteiligt am entscheidenden Lauf (Kaan, Philipp, Ben und Marley als Passgeber) – und zwei defensive Aktionen von Kimoni N’Sonde das Spiel zugunsten der (73:68). Mit 17 Punkten sind Max Rieder und Marley Jean-Louis die besten Werfer der Berlin Dreams. Alexander Dimitrijevic erzielt ein Double-Double mit 11 Punkten und 12 Rebounds in den 24 Minuten vor seinem Platzverweis wegen zweier technischer Fouls.
„Das heutige Spiel hat uns sicher gefordert, aber es hat auch deutlich gezeigt, was für ein starkes Team wir sind. Wir hatten heute eine verkürzte Rotation, haben unsere Würfe nicht getroffen und trotzdem am Ende Spieler gefunden, die in den entscheidenden Momenten einen kühlen Kopf und eine feste Hand bewiesen haben“, kommentiert der Headcoach.
Stade geht riskante Wette ein
Aufgrund der widrigen Wetterbedingungen kommt Stade etwas verspätet in die Halle. Der Stress und das verkürzte Warm-up sind den Gästen jedoch nicht anzumerken. Sie nehmen das Tempo der Berlin Dreams an und lassen unseren Jungs die Dreier. Die Taktik geht auf, denn nur zwei von zwanzig Versuchen von jenseits der Dreierlinie finden in der ersten Halbzeit den Weg in den Korb. Auf der anderen Seite gelingt es Stade, unsere Defense auszutricksen, und sie sichern sich etliche Zweitchancen durch Offensivrebounds (zehn bis zum Seitenwechsel). Die Berlin Dreams reagieren auf die schlechte Wurfquote mit Spielzügen und Pässen in die Zone, wo sie 13 ihrer 21 Punkte im ersten Viertel (3/3 für Max und 2/2 für Alex) und 20 ihrer 34 Punkte in der ersten Halbzeit erzielen. Unsere Jungs schließen das erste Viertel in Führung ab (25:19), können sich aber nicht absetzen und kassieren kurz vor der langen Pause den Dreier zum Rückstand (34:35).
Achterbahn der Gefühle im dritten Viertel
Das dritte Viertel ist geprägt von einem langen Auf und Ab. Zwar baut Stade den Vorsprung um drei Punkte aus, doch Marley Jean-Louis und Max Riedel kontern mit einem 9:2-Lauf und sorgen damit für einen Führungswechsel (45:40/23.). Auch Alex Dimitrijevic beteiligt sich an diesem guten Moment, holt sich nach zwei Offensivrebounds und fünf Punkten jedoch sein zweites technisches Foul ab und muss die Halle verlassen. Ohne seinen Power Forward muss Headcoach Wende etwas kreativer werden und stellt über lange Zeit vier „kleinere” Spieler auf.
Stade nutzt die kurzzeitige Verwirrung auf Berliner Seite für einen schnellen 0:8-Lauf und übernimmt die Führung (49:51/26. Minute). Diese hält jedoch nicht lange, da mit Elias Groß der nächste Dreamer in den Vordergrund tritt: Er trifft nach Belieben und sorgt mit sieben Punkten für die nächste Wende vor der Viertelpause (57:54).
Dreams mit starker Teamleistung
Im letzten Viertel geht das nervenaufreibende Spektakel munter weiter. Max trifft den Dreier zum 60:58 (32.), Nils Regincos den zum 61:63 und damit zur neuen Führung der Gäste (34.). Die Berlin Dreams zeigen in der entscheidenden Phase die Breite und Qualität ihres Kaders und erarbeiten sich einen 7:0-Lauf mit der Beteiligung aller Spieler (68:63). In der Verteidigung machen unsere Jungs die Zone dicht, sodass Stade keine einfachen Würfe mehr findet. Hier glänzt vor allem Kimoni N’Sonde, der zweimal von Baysalli (17) herausgefordert wird und beide Male mit dem Ball aus dem Duell hervorgeht. Dadurch hält die Führung zum ersten Mal in der wilden zweiten Halbzeit länger als zwei Minuten (68:65/38.) und der Schlusspunkt wird eingeleitet: Marley netzt zunächst das 70:65 ein, dann macht er mit dem Dreier zum Endstand den Deckel drauf. Die Erleichterung ist auf der Tribüne und auf der Bank spürbar – die Siegesserie geht weiter.
| Harun Fakhro | 2 |
| Ben Lenhardt | 8 |
| Elias Samuel Groß | 11 |
| Max Riedel | 17 |
| Kaan Karabacak | 2 |
| Kimoni N’Sonde | 2 |
| Alex Dimitrijevic | 11 |
| Philipp Daubner | 3 |
| Marley Jean-Louis | 17 |
Best Performer Vfl Stade
Punkte: Adrian Bergmann (20)
Rebounds: Luca von Thun (12)
Assist: Nils Regincos (4)
18. Spieltag
Berlin Dreams-Stade 73:68
Rasta Vechta III-TuS Lichterfelde 99:72
Bremerhaven-Oldenburger TB 97:67
Bergedorf-Bargteheide 89:98
Göttingen-Wolfenbüttel 81:60
Braunschweig-Bramsche 87:64
Rendsburg-Freibeuter 96:81
Tabelle
| Berlin Dreams (16 Spiele) | 32 |
| TSV Bargteheide Bees (17) | 30 |
| SG Braunschweig (16) | 22 |
| VfL Stade (16) | 20 |
| TuS Red Devils Bramsche (17) | 20 |
| TSG Bergedorf Stargazers (15) | 16 |
| MTV Wolfenbüttel (16) | 14 |
| Oldenburger TB (17) | 12 |
| Aschersleben Tigers (16) | 12 |
| ASC 46 Göttingen (16) | 12 |
| Eisbären Bremerhaven (16) | 12 |
| TuS Lichterfelde (15) | 10 |
| Freibeuter 2010 (16) | 10 |
| Twisters Rendsburg (17) | 10 |
| Rasta Vechta III (16) | 10 |

