Basketball-EM: Álex Mumbrú hat das DBB-Team zum Erfolg gezwungen
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Die deutschen Basketballer haben EM-Gold gewonnen. Das gelang nur, weil sie einen überragenden Team- und Kampfgeist bewiesen haben. Diesen verdanken sie einem Mann. Die deutschen Basketballer haben ihren Plan in die Tat umgesetzt und sich am Sonntag nach einem packenden Finale gegen die Türkei mit dem EM-Titel gekrönt. Zwei Jahre nach dem WM-Erfolg in Manila durfte die Mannschaft um Kapitän Dennis Schröder den nächsten wichtigen Pokal in die Höhe recken. Gelingen konnte das nur durch einen überragenden Team- und Kampfgeist, den jede sportliche Mannschaft braucht, wenn sie erfolgreich sein will. Den Grundstein dafür hat ein Mann gelegt, der während des Turniers in die zweite Reihe gerückt ist – und doch über allem stand: Álex Mumbrú. Es war der Trainer der deutschen Basketballer, der seine Mannschaft zum Erfolg gezwungen hat. Ausstiegsklausel im Vertrag: Schröder fordert NBA-Rückkehr für EM-Defensivstar Pressestimmen zum EM-Titel: "Dennis Schröder hat sich unsterblich gemacht" Mumbrú musste zu Turnierbeginn wegen einer entzündeten Bauchspeicheldrüse ins Krankenhaus. In seiner Abwesenheit übernahm sein Assistent Alan Ibrahimagic. Mumbrú kämpfte sich zurück und kam pünktlich zum Achtelfinale gegen Portugal wieder in die Halle. Völlig entkräftet wollte er coachen, doch es ging nicht. Ab dem Viertelfinale musste Ibrahimagic an der Seitenlinie wieder übernehmen. Und Mumbrú? Der ging nicht etwa zurück ins Krankenbett, er blieb in der Halle und versuchte, das Team nach Kräften von der Bank aus zu unterstützen. Damit sendete er ein goldrichtiges Signal: Er lebte den unbedingten Willen vor – und seiner Mannschaft blieb gar nichts anderes übrig, als es ihm gleichzutun. Die Spieler erkannten das und stärkten ihrem Trainer mit einer rührenden Pressekonferenz den Rücken. Maodo Lo betonte: "Er ist hier. Er ist für uns da. Er gibt weiterhin die Impulse." Die Mannschaft könne Darstellungen, wonach der Trainer abwesend sei, nicht bestätigen. Es müsse anerkannt werden, was er trotz seiner gesundheitlichen Situation leiste. Das DBB-Team machte von Anfang an klar: Alles, was wir tun, tun wir als Einheit. Wir geben alles für den Titel. Nach dem Vorbild unseres Trainers. Der Turnierverlauf bot dann zahlreiche Belege für diese Mentalität. Die Botschaft war immer die gleiche Gegen Portugal im Achtelfinale tat sich Deutschland zu Beginn schwer. Die Dreier wollten einfach nicht fallen, die Verzweiflung war groß. Doch aufgeben, wenn der kranke Trainer sich gerade zurück auf die Trainerbank gesetzt hat? Keine Option. Also kämpfte das DBB-Team und zeigte eine starke Leistung im letzten Viertel mit einem am Ende hohen Sieg. Im Viertelfinale gegen Slowenien bot sich ein ähnliches Bild. In der ersten Halbzeit lagen die Profis um Kapitän Dennis Schröder zurück. NBA-Superstar Luka Dončić schien ein zu starker Gegner, Deutschland kam nicht ins Tempospiel. Doch Mumbrú saß auf der Bank und machte deutlich: Rückstand ist in Ordnung, sich hängen lassen nicht. Was folgte, war eine packende Schlussphase und der Einzug ins Halbfinale. Leichter wurde es dort auch nicht. Justus Hollatz fiel plötzlich wegen Knöchelproblemen aus. Doch er setzte sich zu Mumbrú auf die Bank. Ebenso wie Johannes Voigtmann, der in der Vorrunde wegen Knie-Problemen abgereist war und nach seiner OP zurückkam, um mental zu unterstützen. Die Botschaft war immer die gleiche: Es geht nur zusammen, und es geht immer weiter. Wieder kam Deutschland nach einem Rückstand zurück und sicherte sich den Sieg. Im Finale gegen die Türkei musste die Mannschaft um Schröder alles vereinen, was sie bereits zuvor gezeigt hatte. Am Ende lieferte sie erneut in den letzten Minuten des letzten Viertels ab. Und wie. Schröder war zur Stelle, Daniel Theis ebenso. In keinem Moment gab es Zweifel, dass Deutschland es nicht schaffen könnte. Aufgeben war verboten. Isaac Bonga sprach vom "Charakter", den dieses Team hat. Er zeichnet sich durch Unterstützung aus und nicht durch Starallüren Einzelner. Schröder gab seinen Teamkollegen den Credit, wenn er selbst nicht gut war. Und wenn es darauf ankam, waren sie alle bereit, füreinander alles zu geben – bis zum Titel. Schröder hatte diesen Álex Mumbrú nach eigenen Aussagen versprochen. Seinen Worten hat er mit der Mannschaft Taten folgen lassen – es sind die besten Voraussetzungen für die WM 2027 und Olympia 2028.

