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BUNTE BÜHNE BASKETBALL (28)

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Ehemalige Gießener Spieler setzen in der Fremde ihre Akzente

Die Saison 2024/25 in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA neigt sich dem Ende entgegen. In der noch vier Durchgänge umfassenden Crunchtime ringen neun Teams um sechs zu vergebende Playoff-Plätze, die lediglich Tabellenführer Science City Jena und Verfolger VET-CONCEPT Gladiators Trier – trotz der 86:88-Niederlage am Samstag bei den 46ers – schon erreicht haben. Er habe „noch nie ein so ausgeglichenes Unterhaus“ erlebt, wird Gießens Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic nicht müde zu betonen. Der Trainerfuchs weiß, von was er redet. Schließlich hat er bereits bei seinen vorherigen Stationen in Heidelberg, Kirchheim und Langen reichlich Zweitliga-Luft schnuppern können. Dass unten auch noch vier Teams gegen den Abstieg ringen, erhöht die Spannung einer Klasse, für die sich in der zweigeteilten ProB bereits vier Mannschaften in Stellung gebracht haben.

Die SSB Baskets Wolmirstedt haben die ProA fest im Visier und planen, bei einem sportlichen Aufstieg in der kommenden Saison in Magdeburg zu spielen. Aktuell haben mit den Rhein Stars Köln, den Bayer Giants Leverkusen und der BG Leitershofen/Stadtbergen (bei Augsburg) drei weitere Vereine öffentlich angekündigt, Interesse am Sprung in Liga zwei zu haben. Ähnliche Überlegungen scheint es offenbar auch bei den erst im vergangenen Sommer aus der ProA abgestiegenen Gartenzaun24 Baskets Paderborn zu geben. Allerdings muss in Westfalen noch die Frage des Spielortes abschließend geklärt werden, da die Maspernhalle umgebaut wird.

Umbau ist auch das Stichwort der HAKRO Merlins Crailsheim, die nach dem Bundesliga-Abstieg kaum einen Stein auf dem anderen beließen und bis auf „Mo“ Stuckey das gesamte Personal austauschten. Mit Erfolg: Neu-Trainer David McCray, der Jussi Laasko ersetzte, hat die Hohenloher nach zuletzt zwei Niederlagen wieder auf Kurs gebracht, was der 101:67-Sieg bei den allerdings stark ersatzgeschwächten VfL SparkassenStars Bochum zeigte. Ohne Tom Alte, Kilian Dietz und Lars Kamp, also ohne gelernten Center, bekamen die Ruhrpottler unter den Körben nichts zu fassen, was die Reboundbilanz von 33:52 unterstrich. Für Crailsheim sammelte Anthony Gaines zehn Abpraller ein und legte zudem noch neun Assists auf. Da zudem Tyreese Blunt auch noch sechs (von acht) Dreier versenkte, hatte Crailsheim bei seinem ersten Auftritt im Schatten des mächtigen Ruhrstadions keine Sorgen.

Die brauchen sich auch mehrere ehemalige Gießener, die inzwischen in der ProA bei anderen Clubs ihr Glück versuchen, nicht zu machen. Allen voran Tim Uhlemann, der für Phoenix Hagen beim 113:86-Erfolg bei Schlusslicht RASTA Vechta II mit 29 Punkten einen persönlichen Saisonbestwert aufstellte und darüber hinaus als Big Man auch noch fünf Treffer vom Perimeter landete. „Wir befinden uns derzeit in einer tollen Phase“, freute sich Chris Harris, der Coach der „Feuervögel“, über den fünften Sieg in Serie, zu dem mit Bjarne Kraushaar (zwei Punkte, fünf Rebounds, sieben Assists) und Dennis Nawrocki (16 Zähler, davon vier Dreier) weitere Akteure, die einst an der Lahn aktiv waren, Zählbares beisteuerten.

Center Robert Oehle trug in der Saison 2011/12 das damals noch mit Sponsor LTi beflockte Gießener Trikot. Inzwischen ist der Center mit den Artland Dragons akut abstiegsbedroht, was aber nur selten an seiner Performance liegt. Bei der 100:111-Niederlage gegen die PS Karlsruhe LIONS markierte der inzwischen 37-Jährige sein achtes Double-Double dieser Saison, bestehend aus 25 Punkten (Saison-Bestwert) und zehn eingesammelten Abprallern. Dass Oehle die Bretter beherrschte, lag jedoch auch daran, dass Löwen-Rückkehrer Maurice Pluskota, einer der besten Center der Liga und einst ebenfalls bei den 46ers aktiv, wegen einer Schienbeinverletzung fehlte, was Karlsruhe jedoch mit einer bärenstarken Trefferquote von weit außerhalb, beispielsweise durch die sechs Dreier von Lachlan Dent, auszugleichen wusste.

Auch der erst im vergangenen Sommer von den GIESSEN 46ers zum BBC Bayreuth gewechselte Dejan Kovacevic kommt in der Wagnerstadt immer besser in Schwung. 21 Punkte steuerte der Center zum 95:87-Erfolg bei den Nürnberg Falcons BC zum Gelingen bei, womit er seine persönliche Saison-Bestleitung nur um zwei Zähler verfehlte.

Grandios war die Vorstellung des aus Lich stammenden Ex-Nationalspielers Robin Christen, der Science City Jena fast im Alleingang zur Hauptrunden-Meisterschaft warf. Beim 97:85-Erfolg bei den Dresden Titans, die allerdings auf Topscorer Wes Dreamer verzichten mussten, traf der 33-Jährige sechs Dreier, markierte insgesamt 25 Punkte und streute auch noch zwölf Rebounds ein. „Für uns geht es in den nächsten Wochen darum, die fehlenden Jungs schnellstmöglich wieder fit zu bekommen, um in der entscheidenden Phase mit einem kompletten Kader in die Playoffs zu starten“, reklamierte Robin Christen das Fehlen von Raymar Morgan, Tyler Nelson, Lorenz Bank und Robin Lodders, die mit Beginn der K.o.-Matches aber wieder zur Verfügung stehen sollen.

Und dann wäre da noch der ehemalige Gießener Regisseur Achmadschach Zazai, der als Trainer der ART Giants Düsseldorf auf einem guten Weg ist, den Ligaverbleib zu schaffen. Gegen die Tigers Tübingen kamen die Landeshauptstädter von Nordrhein-Westfalen zu einem hart umkämpften 84:83-Sieg, der nach zwischenzeitlichem 21-Punkte-Rückstand (22:43, 19.) lange am seidenen Faden ging. Da jedoch der seit Wochen überragende Alexander Richardson seinen 17 Rebounds auch noch 16 Punkte beifügte und auch Emil Marschall (26) famos traf und unter anderem sechs Dreier einnetzte, feierte Zazai den zweiten Sieg in Folge. „Von 100 Leuten haben zur Pause 101 nicht mehr an uns geglaubt. Und dann spielen wir so eine zweite Halbzeit. Ich bin sehr stolz auf mein Team, es war ein wichtiger Sieg für den Klassenerhalt.”

Der Beitrag BUNTE BÜHNE BASKETBALL (28) erschien zuerst auf GIESSEN 46ers.

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