Beim Spiel um Platz fünf bei der U16-EM in Skopje/MKD traf das deutsche Team heute auf die Slowenische Auswahl. Die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann gewann ihr letztes EM-Spiel mit 65:52 (16:15, 8:10, 21:11, 20:16) und beendet die Europameisterschaft auf dem fünften Platz. Damit gelang die direkte Qualifikation für die U17-Weltmeisterschaft 2024 in der Türkei. Ein toller Erfolg für den deutschen Jugendbasketball.
Holpriger Start
Der Gegner aus Slowenien erwischte den besseren Start in die Begegnung. Die deutsche Auswahl konnte gute Chancen zu Beginn nicht nutzen und sah sich früh im Rückstand (0:5, 2.). Die ersten Punkte für die DBB-Jungen wurden in der Zone erzielt. Beide Teams schienen glücklos aus der Distanz, weswegen ein besonderes Augenmerk auf die Verteidigung in der Zone gelegt wurde. Die Slowenen erspielten sich immer wieder durch gute Ballbewegungen, leichte Abschlüsse am Korb und verteidigten somit die Führung (4:9, 5.). Erst mit der Einwechslung von Nevio Bennefeld, kam die DBB-Auswahl zu besseren Wurfmöglichkeiten. Einen Hookshot von Bennefeld und explosiver Drive von Declan Duru später, verkürzte das deutsche Team den Rückstand (8:9, 6.). Nun nahm die Partie Fahrt auf und Punkte wanderten stetig auf die Anzeigetafel (12:13, 8.). Ivan Crnjac sorgte von der Freiwurflinie für die erste deutsche Führung. Diese gaben die DBB-Jungen nicht mehr ab und gingen mit einem kleinen Vorteil in den zweiten Spielabschnitt (16:15, 10.).
Offensive Schwierigkeiten
Zu Beginn des zweiten Viertels erhöhte das deutsche Team den Druck auf den Gegner. Hinten wurde eng und physisch am Mann verteidigt und vorne zielstrebig und handlungsschnell zum Korb gezogen. So zwang die DBB-Auswahl die Slowenen zu schwierigen Würfen und Ballverlusten (9 Turnover nach 12 gespielten Minuten) und ermöglichte sich so einen direkten Spielstil in der Offensive (20:17, 13.). Davi Remagen statuierte ein Exempel, als er die leichtgeglaubten slowenischen Punkte im Fastbreak mit einem spektakulären Chase-Down-Block verhinderte. Dennoch gelang es dem Team nicht, diese Energie in den Folgeminuten in etwas Zählbares umzuwandeln. Zu oft schmiss die Mannschaft den Ball weg und lud den Gegner dadurch zu Punkten ein. So kam es, dass die Slowenen nach einem seltenen erfolgreichen Dreier die Führung zurück eroberten (20:22, 16.). Beide Nationalmannschaften spielten körperbetont und disruptiv in der Defense, weshalb kaum ein Spielfluss entstand. Viele schwierige Würfe – Viele Ballverluste – Kein offensiver Rhythmus. Jeder Punkt musste erarbeitet werden und beide Teams schenkten sich nichts. Der erneute gegnerische Treffer, jenseits der Dreipunktelinie sorgte für einen Fünf-Punkte-Rückstand (20:25, 17.). Auch die Schlussphase der zweiten Halbzeit, glich dem bisherigen Spielverlauf. Die DBB-Jungen erkämpften sich einen wichtigen 4:0-Lauf und verkürzten zum Viertelschluss den Rückstand. Trotzdem sah sich das Team von Dirk Bauermann nach einer 20-minütigen Defensiv-Schlacht im Rückstand (24:25, 20.).

