Wieder alles offen
In den ersten 30 Sekunden des zweiten Viertels verkürzten Rikus Schulte und Elias Rapieque auf 19:22. Doch ein Foul beim Dreier brachte kurzerhand wieder das 19:25 (13.). Die tschechischen Korbjäger machten ordentlich Lärm von der Bank. Bei den DBB-Youngstern kam es zu Absprachefehlern in der Defense. Dem tschechischen Team gelangen immer wieder leichte Punkte (27:36, 15.). Wie schon das ganze Turnier über half Sebastian Hartmann mit seinem konstanten Dreier dem Team. Mit seinem gelungenen Freiwurf konnte er die deutsche Mannschaft auf drei Punkte heranbringen (33:36, 17.). In die Halbzeit ging es nach einem erfolgreichen Last-second-Shot von Rikus Schulte mit 37:38.
An locker lassen nicht zu denken
Schon nach zwei gespielten Minuten in der zweiten Hälfte zogen die Tschechen wieder auf neun Punkte weg (39:48). Was folgte war die Timeout und der Umschwung. Ein schöner Spielzug von Elias Rapieque, der von Coast zu Coast zog und unter dem Korb auf Nils Machowski ablegte (43:48, 25.). Doch die tschechischen Jungs ließen sich nicht so einfach abschütteln. Durch zwei Freiwürfe von Nils Machowski zog die DBB-Auswahl gleich (51:51, 18.). Was für ein spannendes Viertel! Schafften die deutschen Jungs endlich die Führung? Ja. Wieder durch Nils Machowski (55:53, 29.). Kilian Brockhoff verwandelte in den letzten Sekunden einen Dreier und so ging das deutsche Team erstmalig führend in ein Viertel (58:55).
Bissig
Bei beiden Teams gelang offensiv erst einmal nichts. Doch wie stark kämpfte Lenny Liedtke unter dem Korb? Sehr stark. Das wurde mit zwei Freiwürfen belohnt, die er verwandelte. (59:55, 32.). Doch wie sich schon das ganze Spiel über abzeichnete – die Tschechen waren bissig. Das 61:61 war schnell hergestellt (34.). Doch die DBB-Auswahl wollte gewinnen, das spürte man. Nils Machowski machte heute ein ganz starkes Spiel und traf zuverlässig seine Freiwürfe (64:61, 35.). Einem Dreier von Sebastian Hartmann folgte ein Dunk des tschechischen Simon Svoboda zum Stand von 70:68 bei drei verbleibenden Minuten. Dann ging es wild zu. Erst ein Pass ins Aus, dann Freiwürfe für die Tschechen, eine vergebene Chance unter dem eigenen Korb, Rebound der Tschechen und der Dreier auf tschechischer Seite führten zum 70:74 (39.). Auf deutscher Seite fiel der Dreier nicht, Tschechien schickte man wieder an die Linie. Der erste fiel. Beim Kampf um den Rebound nach dem zweiten, Freiwurf kassierte man wieder ein Foul. Es kam zum 70:76. Die Zeit auf der Uhr reichte nicht mehr, um das Blatt noch zu wenden. Nach einem spannenden Spiel geht Tschechien 77:70 als Sieger vom Parkett.