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MLP Academics gegen BG Göttingen: Academics lassen die "Veilchen" nicht blühen

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Von Nikolas Beck

Heidelberg/Göttingen. Botaniker wissen: Weil Veilchen vor allem im Verborgenen blühen, symbolisieren sie in erster Linie Demut.

Basketballer wissen: Auch in der Bundesliga können "Veilchen" blühen. Die MLP Academics sorgten am Mittwochabend aber dafür, dass ein Aufblühen der BG Göttingen, die diesen Spitznamen trägt, den 1847 Zuschauern in der Arena verborgen blieb. Demütig zeigte sich der Aufsteiger hinterher freilich dennoch. "Jeder Sieg ist wichtig, aber wir sind immer noch nicht durch", sagte Max Ugrai nach dem 82:70 (36:28)-Coup beim Playoff-Kandidaten mit Blick auf den Abstiegskampf.

Ohne den erkrankten Ex-Göttinger Kyan Anderson, für den Osasu Osaghae in den Kader rückte, gingen die Heidelberger von Beginn an hoch konzentriert zu Werke. Defensiv hielten sie den zweitbesten Scorer der Liga, Kamar Baldwin, in der ersten Hälfte bei sechs Punkten und das ligaweit gefährlichste Team aus der Distanz bei 19 Prozent Dreierquote. Offensiv punkteten endlich auch wieder Brekkott Chapman und Shy Ely, die in den vergangenen Wochen neben sich gestanden waren, zuverlässig. Folgerichtig ging es mit einer Acht-Punkte-Führung in die Halbzeitpause (36:28).

Eine "Trotzreaktion" hatte sich Branislav Ignjatovic nach der Niederlage am Samstag in Würzburg gewünscht. Vor allem in Bezug auf die Intensität, mit der seine Schützlinge in der Verteidigung zu Werke gehen sollten. Und die Heidelberger hatten offenbar gut zugehört. Zwar gelang auch den Academics beileibe nicht alles. Aber mit jenem Erfolgsrezept, mit dem sie vor allem zu Beginn der Saison für so manche Überraschung gesorgt hatten, raubten sie dem Gastgeber den letzten Nerv: Vorne gut auf den Ball aufpassen und hinten so unangenehm wie möglich sein.

Vor den finalen zehn Minuten war der Vorsprung bereits auf 20 Zähler angewachsen (57:37). Zwar versuchte der Hallensprecher konsequent, dem Publikum sowie den perplexen Göttinger Korbjägern Hoffnung auf ein Basketball-Wunder einzureden. Aber spätestens als vier Minuten vor Schluss BG-Coach Roel Moors seinen diesmal nahezu wirkungslosen Topstar Baldwin vom Feld nahm, war die Partie entschieden – und auch der Mann am Mikrofon gab auf.

Durch den neunten Erfolg im 24. Spiel kletterten die Heidelberger auf Rang zwölf. Mindestens zehn Siege benötige es, um sicher in der Liga zu bleiben, hatte Ignjatovic vor der Partie prognostiziert. Zehn Spiele stehen noch aus.

Gut möglich also, dass die Heidelberger nicht mehr allzu lange Veilchen verschenken müssen. Botaniker wissen: Mit der Version in Blau bittet man noch um etwas Geduld.

Göttingen: Baldwin 10, Vargas 10 (2 Dreier), Brown 8 (1), Mönninghof 8 (1), Roberson 8 (2), Hartwich 7, Toolson 7 (1), Grimes 6, Frey 4, Giotis 2, Wüllner, Hujic.

Heidelberg: Chapman 18 (1), Martin 17, Ugrai 16, Geist 9, Ely 8 (1), Würzner 5 (1), Lowery 5 (1), Watkins 2, Osaghae 2, Friederici, Heyden, Kuppe.

Stenogramm: 5:4 (3.), 11:15 (8.), 18:22 (1. Viertel), 22:29 (13.), 22:34 (18.), 28:36 (Halbzeit), 29:41 (23.), 34:54 (28.), 37:57 (3. Viertel), 47:65 (33.), 56:74 (38.), 70:82 (Endstand).

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