Schlussspurt in der Hauptrunde der WNBL. Mit zahlreichen Nachholspielen sollen in den kommenden Tagen die Tabellenstände in den einzelnen Gruppen komplettiert werden, um vor dem Gang in die Play-Offs und Play-Downs klare Platzierungen zu bekommen. Wir haben die für den kommenden Dienstag angesetzten Partien schon einmal mit in unsere Vorschau genommen. Und los geht es:
In der Gruppe Nordwest geht es nach wie vor ganz eng zu im Kampf um die Play-Off-Plätze drei und vier. Die BasketGirls Ruhr (5/5) könnten mit einem Sieg in Osnabrück (7/2) einen ebenso überraschenden wie großen Schritt in Richtung Play-Offs machen. Das direkte Duell in Oberhausen (4/5) gegen die Cologne Regio Ladies (4/6) birgt natürlich große Spannung und ist die wohl letzte Chance für die Gäste. Nur ein Wunder könnte die TG Neuss Junior Tigers (3/7) noch in die Play-Offs hieven, aber als ersten Schritt müsste man dazu Tabellenführer Metropol Girls (10/0) bezwingen, wohl ein Ding der Unmöglichkeit. Oberhausen hat gegen die OSC Junior Panthers hingegen sicher eine Chance, ein Sieg wäre enorm wertvoll und würde das Mittelfeld noch enger zusammenrücken.
Ob das denn mit den ChemCats (2/1) dieses Mal klappt in der Gruppe Nordost? Wenn ja, dann ist die Partie gegen die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel (8/1) ein „Spitzenspiel“, denn beide Teams haben erst einmal verloren. Aber diese Aussage hinkt bei drei und neun absolvierten Spielen natürlich gewaltig. Lassen wir uns überraschen! Hinsichtlich der Anzahl der Siege könnten die Junior-LIONS (1/8) den TuS Lichterfelde (1/5) überholen. Ob das allerdings gelingt, müssen die Gastgeberinnen beantworten, die zuletzt zuhause gegen ALBA Berlin siegreich waren und die für einen weiteren Sieg unbedingt ihre Konstanzprobleme ablegen müssten.
In der Gruppe Mitte „winkt“ bereits das Topspiel zwischen dem Team Mittelhessen (6/1) und den Rhein-Main Baskets (6/1) am kommenden Dienstag, das voraussichtlich über den abschließenden Stand an der Tabellenspitze (mit) entscheidend ist. Es gibt nicht wenige Experten, die sich diese Begegnung auch als WNBL-Finale 2022 vorstellen können. Doch zuvor werden noch einige weitere Partien gespielt. Dabei ist die BG Bonn 92 (8/2) im Lokalderby in Rhöndorf (2/8) klar favorisiert, aber auch vom Erfolg der Dragons am vergangenen Spieltag gegen die Main Sharks (1/8) gewarnt. Noch ein Lokalderby steht in Marburg (5/4) an, wo das Team Mittelhessen gastiert und sich keinen Ausrutscher leisten darf. Das gilt natürlich genauso auch für die Rhein-Main Baskets gegen die Main Sharks, ehe es dann in den großen Showdown geht. Den kann sich Bonn „genüsslich“ aus der Ferne anschauen.
In der Gruppe Süd ist momentan „alles klar“ auf den einzelnen Positionen. Nur größere Überraschungen könnten daran noch etwas ändern. Am kommenden Wochenende ist da allerdings kaum etwas zu erwarten. Obwohl das Basketball Team Saar-Mosel (0/8) immer mal wieder durchaus ansehnliche Viertel oder Hälften spielt, liegt ein Erfolg gegen das RegioTeam Stuttgart (5/5) wohl außer Reichweite. Das gilt wohl auch für die TS Jahn München (3/5) beim ungeschlagenen Primus Flying Towers Speyer (10/0). Dieses Spiel galt zuletzt wegen einiger Coronafälle als gefährdet.

