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Michael und Uli Roth: ___Die "Heisemer Buwe" werden 120

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Hirschberg-Leutershusen. (wabra) Zwei der wohl prominentsten "Heisemer" haben am heutigen Dienstag Geburtstag: Uli und Michael Roth, die 1962 in Heidelberg das Licht der Welt erblickten, werden jeweils 60. Ulrich Roth und sein Zwillingsbruder Michael sind in Leutershausen aufgewachsen. Vater Ossi Roth, ein exzellenter Basketballer und 63-facher Nationalspieler aus Heidelberg, schrieb auch bei der Sportgemeinde Leutershausen Geschichte.

Und die Söhne Uli und Michael Roth reiften zu hoch qualifizierten Handballern heran. Viele Meisterschaften errangen die Roth-Buwe in ihrer Jugendzeit für die SGL. Ein großer Erfolg war 1981 der Titel des Süddeutschen A-Jugend-Meisters. Die SGL galt damals bei Bundesligavereinen als die "Talentschmiede" der bundesdeutschen Handball-Szene.

Im Jahr 1982 wechselte Uli zum Erstligisten MTSV Schwabing. Von 1987 bis 1990 spielte der 1,96 Meter große Kreisläufer beim TV Großwallstadt, 1990 wurde Uli Roth von der SGL für die Erste Handball-Bundesliga zu seinem Heimatverein verpflichtet. Die SGL trug zu jener Zeit ihre Heimspiele in der Weststadthalle in Bensheim aus. Es war mit ein besonderer Verdienst des Kapitäns ("Bulle") Roth, dass die SGL 1991/92 Deutscher Vizemeister wurde.

Es war nicht verwunderlich, dass sich beide Spieler aufgrund ihrer besonderen Leistungen für Aufgaben im A-Nationalteam des DHB empfahlen. Von 1982 bis 1989 bestritt Uli Roth 154 A-Länderspiele und war bis 1989 Rekordnationalspieler. Lange Zeit trug er die Spielführerbinde des Nationalteams.

Beruflich war Uli Roth einige Jahre bei Golden Team in Weinheim und bei Radio Regenbogen tätig. Von 1997 bis 2017 war er Manager von PUR und ist seit 1997 bis heute Geschäftsführer der Management-Agentur Live Act Music sowie Musik- und Sportmanager. Bei der SGL fungierte er einige Jahre im Vorstand und ist Gesellschafter der SGL Handball GmbH. Ferner bekleidet er das Amt des Zweiten Vorsitzenden beim Verein "Kinder-Initiative Strahlenburg".

Sein Bruder Michael Roth ("Schorle") galt als sehr beweglicher, technisch brillanter und wurfstarker Akteur, der sowohl in der Angriffsmitte als auch am Kreis spielen konnte. Er wechselte Anfang der 1980er-Jahre von der SGL zum TUS Hofweier und danach zum MTSV Schwabing. 1985 schloss er sich dem TV Großwallstadt an. Anschließend spielte er beim TV Eitra und später beim TUSEM Essen. Von 1982 bis 1989 absolvierte er für die deutsche Männer-Handballnationalmannschaft 44 A-Länderspiele. Als Trainer betreute er ab 1994 den TSV Östringen und ab 2002 die SG Kronau-Östringen (ab 2007 Rhein Neckar Löwen). Von 2004 bis Ende der Saison 2009 trainierte er den TV Großwallstadt. Weitere Trainerstationen folgten; ab 1. Oktober 2020 war er kurz Trainer der Nationalmannschaft von Bahrain. Seit Beginn 2022 trainiert er den Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau.

Unvergessen: Im Jahr 1984 standen Uli und Michael mit der Nationalmannschaft im Endspiel bei den Olympischen Spielen in Los Angeles. In einem packenden Finale verlor man denkbar knapp gegen Jugoslawien. Den Silber-Medaillen-Gewinnern bereitete man damals in Leutershausen einen überwältigenden Empfang. Uli Roth versprach dort in seinen Dankesworten, irgendwann nach Leutershausen wieder zurückzukehren, was er letztlich auch umsetzte.

Als Nationalspieler und Olympia-Teilnehmer wurden beide 1984 vom Bundespräsidenten mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.

2009 erkrankten Uli und Michael Roth nahezu gleichzeitig an Prostatakrebs. Sie verarbeiteten dies in den Büchern "Unser Leben – Unsere Krankheit" (2009) und "Hurra, dass wir noch Leben" (2020). Beide beteiligten sich an der Sendung "Showtime of my Life – Stars gegen Krebs" des Senders VOX. Am heutigen Dienstag ist die "Men’s Night" mit Michael Roth zu sehen.

Die RNZ wünscht den "Heisemer Buwe" alles Gute! > siehe auch Sport

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