Nach dem Ausschluss ausländischer Zuschauer*innen bei den Winterspielen Peking 2022 war klar, dass auch das Deutsche Olympische Jugendlager (DOJL) neu planen muss und nicht vor Ort in Peking stattfinden kann. Das DOJL wird nunmehr vom 3. bis 13. Februar 2022 im Sportcamp Nordbayern (Bischofsgrün) des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV) ausgetragen. Dort wartet ein buntes Programm mit Workshops, Vorträgen, Spielen, aktivem Verfolgen der Olympia-Berichterstattung und vielem mehr auf die Teilnehmenden. Natürlich im Rahmen eines umfassenden Sicherheits- und Hygienekonzeptes.
Unter den 40 teilnehmenden Jugendlichen sind auch zwei Basketballer*innen: China-„Expertin“ Malin Beuck von den TSV TOWERS Speyer-Schifferstadt (2. DBBL-Süd) und Laurenz Kooymann (MTV Wolfenbüttel, Landesliga, NBV-Jugendvorstand) freuen sich auf die Zeit im DOJL.
„Ich habe durch eine meiner Teamkolleginen in der 2. Bundesliga vom DOJL erfahren. Ich habe dann im Internet nach Informationen gesucht, einige Berichte von Teilnehmer*innen gelesen und danach war für mich klar, dass ich Teil davon sein möchte. Noch dazu finden die Winterspiele ja in Peking statt und chinesische Kultur interessiert mich schon lange“, sagt Beuck zu ihrem ersten „Kontakt“ mit dem DOJL.
Auf die Frage, wie seine DOJL-Teilnahme zustande kam, antwortet Kooymann: „Über meine Arbeit in der Jugendorganisation des Niedersächsischen Basketball Verbandes habe ich vom Geschäftsführer Danny Traupe die Ausschreibungsmail von der Deutschen Sportjugend weitergeleitet bekommen. Daraufhin war ich am DOJL interessiert und habe mich beworben – zum Glück mit Erfolg.“
Beuck schildert detailliert ihre Vorfreude auf das DOJL: „Das Deutsche Olympische Jugendlager in Peking verbindet für mich zwei meiner Leidenschaften: Ich interessiere mich schon lange für China, chinesische Kultur, Land und Leute. Inzwischen studiere ich sogar International Business Management mit Schwerpunkt East Asia (China). Dazu betreibe ich schon mein Leben lang Sport. Zwar war mein Fokus immer auf dem Basketball, allerdings habe ich auch andere Sportarten ausprobiert. Wenn alle vier Jahre die Olympischen Spiele im Fernsehen zu sehen sind, dann schaue ich mir die verschiedensten Sportarten an. Olympia ist die einzige Zeit, wo der Fernseher praktisch ununterbrochen läuft. Jetzt ein Teil – wenn auch nicht als Teilnehmerin – des olympischen Gedankens zu werden, ist für mich daher eine tolle Sache. Zwar nicht in Peking, aber dennoch mit anderen Sportlern in den Austausch zu gehen ist dabei sicher auch eine Besonderheit.“

