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Nachberichte Playoffs ProA Spieltag 5

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Gruppe 1:

29.04.2021 18:00 Uhr Science City Jena vs. Bayer Giants Leverkusen 96:92

Der Jenaer Aufstiegstraum darf weiter gelebt werden. Die Bundesliga-Basketballer von Science City gewannen am Donnerstagabend gegen die BAYER Giants Leverkusen nach dramatischer Schlussphase mit 96:92 und bringen den Rheinländern ihre erste Playoff-Niederlage bei. Während Science City in der Tabelle der Playoff-Gruppe 1 nun mit den Rheinländern auf 8:2 Punkte gleichziehen konnte, entscheidet sich der weitere Playoff-Verlauf am Sonntagnachmittag.

Während sich die Ostthüringer von Beginn an hochmotiviert präsentierten, die Gäste allerdings ebenfalls ihre starke Playoff-Form nachweisen konnten, entwickelte sich vom Start weg ein offener Schlagabtausch, der nach einer 24:18-Führung der Thüringer mit 43:36 in die Halbzeitpause ging. Auch nach Beginn der zweiten Hälfte neutralisierten sich beide Teams, um beim Stand von 68:60 das Schlussviertel zu eröffnen. Nachdem Haris Hujic die Rheinländer 7.3 Sekunden vor der Sirene noch einmal auf 94:92 verkürzen ließ, sicherte Jenas Center Robin Lodders den sportlich überlebenswichtigen Heimerfolg mit zwei verwandelten Würfen von der Freiwurflinie. Unabhängig von den 18 Punkten durch Jenas Topscorer Julius Wolf überzeugten die Gastgeber mit einer mannschaftlich geschlossenen Leistung. Auf Seiten der Leverkusener ragten JJ Mann mit 24 und Sheldon Eberhardt mit 25 Punkten heraus.

29.04.2021 18:30 Uhr Artland Dragons vs. ROSTOCK SEAWOLVES 80:79

Die Quakenbrücker schlagen die ROSTOCK SEAWOLVES mit 80:79 (37:43), feiern damit den ersten ProA-Post-Season-Erfolg ihrer Geschichte und belohnen sich so für den enormen Aufwand der vergangenen Wochen. Vor dem finalen Viertel hatte das Team von Headcoach Tuna Isler noch mit zehn Punkten zurückgelegen, Kampfgeist, Leidenschaft und spielerische Klasse ließen das Pendel schlussendlich jedoch in Richtung der Drachen ausschlagen.

Dass die SEAWOLVES nicht mit der Absicht eines Punktelieferanten ins Artland gereist waren, untermauerten sie am Donnerstagabend bereits innerhalb der ersten zwei Minuten. Behnam Yakhchali in doppelter Ausführung vom Perimeter, und Chris Carter via And-One waren die Motoren des 9:3-Zwischenstandes. Die Dragons bekamen die Rostocker Offensive in der Folge jedoch immer besser unter Kontrolle und auch die eigenen Angriffsbemühungen fruchteten Mitte des Viertels immer besser.

Zwar übernahm Zach Ensminger die Quakenbrücker Offensive jetzt wieder mehr und mehr, allerdings häufte sich zu Beginn des zweiten Viertels auch die Fehlerquote des gesamten Teams im Ballvortrag. Insgesamt kam das Spiel der Drachen jetzt trotzdem deutlich flüssiger daher, die Wölfe verstanden es zunächst jedoch den Puffer zwischen sich und ihrem Kontrahenten aufrecht zu erhalten. Nach zwei unsportlichen Fouls von Till Gloger und Trevor Lacey innerhalb von 14 Sekunden war jedoch auch Bauermann zur Auszeit gezwungen – und die Dragons nutzten diesen einen einzigen Angriff für die maximale Punktausbeute. Zwar kamen die Dragons mit viel Energie aus der Pause und drückten den Rückstand zunächst auch ein wenig, dennoch liefen die ersten drei Minuten für die Quakenbrücker alles in allem suboptimal.

Doch immer, wenn es so aussah, als kämen die Dragons wieder näher an den Favoriten ran, schlug dieser zurück. Auf einen Ensminger-Dreier hatte Yakhchali die passende Antwort, Reischel erhöhte vor dem finalen Durchgang sogar nochmals auf 68:58 und stellte die Hausherren so vor eine enorme Aufgabe. Und das Muster der permanenten Antwort zog sich auch durch den Beginn des Schlussviertels.

Aufgegeben hatten sich diese Dragons allerdings noch lange nicht. Ensminger und Simmons nahmen ihr Team nun mit sieben Punkten in Folge auf ihre Schultern, nach Adrian Breitlauchs Ecken-Dreier zum 70:71-Anschluss war die Partie sechs Minuten vor dem Ende wieder komplett offen. Das Momentum schien nun zu kippen – Simmons und Oehle schubsten es schließlich über die Kippe. Mit einem And-One brachte der Center seine Mannschaft erstmals in Front, nach dem Freiwurf zum 76:73 waren allerdings noch drei Minuten auf der Uhr. Und zunächst schien die Partie wieder gegen die Drachen zu laufen. . Simmons, der sich in der zweiten Halbzeit deutlich steigerte und alle seine 13 Punkte in den letzten 20 Minuten erzielte, glich die Partie 1:16 Minuten vor dem Ende wieder aus, eintüten sollte den ersten ProA-Playoff-Erfolg jedoch schließlich Zach Ensminger. An der Freiwurflinie traf der Point Guard zwar nur einen seiner zwei Versuche, da Rostock bis zum Ende jedoch keinen seiner fünf Abschlüsse versenken sollte, verließen die Dragons das Parkett schlussendlich als Sieger.

Gruppe 2:

29.04.2021 19:30 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. VfL Kirchheim Knights 94:100

Nach einer lange Zeit engen und spannenden Begegnung müssen sich die Eisbären ohne den angeschlagenen Kevin Yebo und den nach kurzer Einsatzzeit verletzt ausgewechselten Leon Friederici in der Verlängerungen den Gästen aus Kirchheim geschlagen geben.

Beide Mannschaften begannen die Partie mit viel Tempo und hoher Einsatz- und Spielfreude. Den besseren Start in den zweiten Spielabschnitt erwischten die Gäste, die Eisbären-Headcoach Michael Mai nach anderthalb gespielten Minuten mit einem 7:0-Lauf zu einer frühen Auszeit zwangen. Diese schien Früchte getragen zu haben, zeigten sich seine Spieler danach defensiv erheblich verbessert. Die Führung wechselte im weiteren Spielverlauf mehrmals  hin und her und keines der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen. Zwei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit kam es dann zum lang erwarteten Comeback von Eisbären-Scharfschütze Joshua Braun, der mit seiner zweiten Ballberührung direkt seinen ersten erfolgreichen Distanzwurf verwandelte, was der Bank der Eisbären neues Leben einhauchte.

Das dritte Viertel ging so weiter, wie das Zweite aufgehört hatte. Das Spiel verlor in dieser Phase jedoch ein wenig den Fluss. Kein Team konnte sich auf mehr als zwei Punkte absetzen, die Führung wechselte munter hin und her und die Offensiven blieben meistens Stückwerk oder waren durch Einzelaktionen geprägt.

Zu Beginn des vierten Viertels konnten sich die Eisbären dann erstmalig mit fünf Punkten ein wenig absetzen. Die Knights blieben aber immer in Schlagdistanz und ließen sich nicht entscheidend abschütteln. Die Begegnung blieb daher eng und umkämpft, wirkte in dieser Phase ein wenig verfahren und war von vielen Spielunterbrechungen, Freiwürfen und Auszeiten geprägt. Man merkte beiden Teams an, dass viel auf dem Spiel stand. Die Intensität wurde auf beiden Seiten nochmal erhöht und die Knights übernahmen nach einem Dreier des starken Till Pape bei knapp zwei Minuten Restspielzeit erneut die Führung.

In den letzten 50 Sekunden überschlugen sich die Ereignisse, das Spiel fand nach der regulären Spielzeit beim Stand von 84:84 keinen Sieger, sodass es in die Verlängerung ging.

Die Eisbären warfen noch einmal alles in die Waagschale, konnten den Rückstand aber nicht mehr entscheidend verkürzen, weswegen sie sich den Kirchheim Knights mit 94:100 geschlagen geben mussten.

Eisbären-Headcoach Michael Mai: „Wir haben gekämpft und hätten das Spiel vor der Verlängerung gewinnen können. In der Endphase waren wir nicht fokussiert genug. Kirchheim hat in der Verlängerung hingegen viel besser gespielt.“

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