2. Basketball-Bundesliga: MLP Academics gleichen gegen die Falcons aus
Von Michael Wilkening
Nürnberg. Die MLP Academics Heidelberg haben eine große Moral bewiesen und am Dienstagabend das zweite Spiel der Halbfinalserie bei den Nürnberg Falcons 67:62 (31:34) gewonnen. Damit steht es in der Best-of-five-Serie in der 2. Basketball-Bundesliga 1:1-Unentschieden, drei Erfolge werden benötigt, um das Finale zu erreichen. Der Sieg bei den Falcons war doppelt wertvoll, denn die Academics vermittelten ihrem Kontrahenten nach 14 Siegen hintereinander erstmals wieder das Gefühl einer Niederlage.
„Wir haben aus dem ersten Spiel die richtigen Lehren gezogen“, sagte Branislav Ignjatovic. Bei der 77:87-Niederlage am Ostersamstag in Heidelberg hatte dem Serben die Verteidigungsleistung seiner Mannschaft nicht gefallen. Am Dienstag funktionierte der Spielplan für die Academics deutlich besser. „Wenn wir so spielen und unsere Stärken zum Tragen bringen können, sind wir schwer zu schlagen.“
In der ersten Halbzeit litt das Spiel der Heidelberger lange unter einer miserablen Wurfquote. Erst in den letzten vier Minuten vor der Pause wurde die Ausbeute effektiver, sodass nach 20 Minuten „immerhin“ 42 Prozent der Würfe ihr Ziel gefunden hatten, zwischenzeitlich landete nur jeder dritte Wurf der Academics im Korb. Besonders schlecht war es von der Dreierlinie, erst der achte Versuch fand sein Ziel, als Eric Palm erfolgreich war.
Obwohl die Ignjatovic-Schützlinge gut verteidigten, gerieten sie nach 14 Minuten erstmals zweistellig in Rückstand. Beim 17:27 mussten die Heidelberger aufpassen, die Falcons nicht wie im ersten Match früh weit davonziehen zu lassen. Das verhinderten die Academics, in dem sie einige Fehler der Nürnberger ausnutzten und wieder herankamen. Philipp Heyden traf 90 Sekunden vor der Pause zum 31:31-Ausgleich, ehe die Falcons mit einem erfolgreichen Dreier konterten.
1500 Zuschauer machten in der engen Halle in Nürnberg viel Rabatz, doch selbst mit der Hilfe der Anhänger gelang es den Falcons nicht, sich von den Academics abzusetzen. Die Heidelberger erwiesen sich als zäh und hartnäckig und trotzten auch einer frühen hohen Foulbelastung. Niklas Würzner hatte schon Mitte des zweiten Viertels drei Fouls begangen und kassierte kurz nach der Pause bereits das vierte. Auch Shyron Ely war vor Beginn des letzten Viertels bereits mit vier Fouls belastet, sodass Ignjatovic seinen Bankspielern Vertrauen schenken musste – und die Reservisten Marc Liyanage, Sebastian Schmitt oder Eric Palm dies mit einer guten Leistung rechtfertigten.
Nach 30 Minuten stand es 49:49-Remis und als sich die Nürnberger vier Minuten vor dem Ende beim 59:54 entscheidend abzusetzen drohten, schlugen die Heidelberger noch einmal zurück. Mit einem 9:1-Lauf gingen sie selbst 63:60 in Führung, wobei Jaleen Smith den Korbleger zum 63:60 verwandelte (39.).
Der US-Amerikaner, der in der ersten Halbzeit nur zwei seiner zehn Wurfversuche traf, schwang sich zum Matchwinner auf, denn er traf auch zum 65:61 und verwandelte fünf Sekunden vor dem Ende zwei Freiwürfe zum Endstand. Mit den letzten sechs Zählern für die Heidelberger kam er am Ende auf starke 21 Punkte – und jubelte anschließend mit seinen Teamkollegen über den Auswärtssieg.
Nürnberg Falcons: Wainright 21/2, Oehle 9, Pongo 8, Kent 5/1, Haßfurther 5/1, Sanders 4, Omuvwie 4, Schröder 4, Parker 2, Gahlert, Bauer, Maier.
MLP Academics Heidelberg: Smith 21, Oppland 15/1, Heyden 15, Ely 6, Palm 6/1, Würzner 3, Ney 1, Schmitt, Liyanage, Schöpe, Aichele.
Spielfilm: 6:10 (5.), 19:14 (10.), 27:17 (14.), 31:31 (19.), 34:31 (Hz.), 42:42 (25.), 49:49 (30.), 59:54 (36.), 60:63 (39.), 62:67 (Endstand). Zuschauer: 1500.

