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2. Basketball-Bundesliga: Die MLP Academics Heidelberg gewinnen gegen Ehingen Urspring mit 85:81

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Von Michael Wilkening

Heidelberg. Am Ende flog das Sakko doch noch durch die Luft, nachdem es lange danach ausgesehen hatte, als ob Branislav Ignjatovic komplett angezogen bleiben müsste. Aber in den letzten Minuten drehte seine Mannschaft am  Sonntagabend die Partie gegen Ehingen Urspring, gewann 85:81 (39:43) und bescherte den MLP Academics Heidelberg den 15. Saisonsieg in der 2. Basketball-Bundesliga. Das sollte nach menschlichem Ermessen reichen, um die Playoffs zu erreichen - und aus diesem Grund warf Ignjatovic direkt nach Spielschluss seine Anzugjacke in die Höhe. Der Freude musste Ausdruck verliehen werden.

Die Heidelberger hatten ein Spiel gewonnen, in dem sie zunächst nur beim 5:2 nach nicht einmal zwei Minuten vorne gelegen hatten, ehe die Begegnung in den letzten Minuten noch einmal eine Wendung fand. Shyron Ely sorgte zweieinhalb Minuten vor dem Ende mit einem krachenden Dunk für das 77:75 - großer Jubel bei den 900 Zuschauern in der Halle am Olympiastützpunkt. Der Topscorer leitete das famose Ende für die Academics ein, war aber nicht der spielentscheidende Mann beim Kraftakt gegen den Tabellennachbarn aus Ehingen.

Mit acht Punkten innerhalb von 85 Sekunden hatte zuvor Eric Palm für das 75:75 gesorgt und mit seinen sehenswerten Treffern aus der Distanz seinem Team den entscheidenden Energieschub verabreicht, um die junge und überaus talentierte Mannschaft aus Ehingen zu schlagen. "Eric war der Matchwinner", lobte Ignjatovic den Mann mit der Nummer zwölf auf dem Rücken. "Ich bin froh, dass ich dem Team helfen konnte, wir hatten es heute wirklich schwer", sagte Palm. Der US-Amerikaner war wie seine Kollegen abgekämpft, denn er musste alles aus sich herausholen, um siegfähig zu werden.

In der ersten Halbzeit waren die Heidelberger gefühlt deutlicher unterlegen als es das Resultat auf der Anzeigetafel ausgesagt hatte. Beim 39:43 waren die Academics noch voll im Spiel, obwohl sie eine deutlich schlechtere Wurfquote als ihr Gegner hatten und auch bei den Rebounds im Hintertreffen lagen. Aber es spricht für die erfahrene Heidelberger Mannschaft, dass sie sich in dieser Phase nicht abschütteln ließ. "Es ist wirklich schwierig, nicht den Mut zu verlieren, wenn man immer nur hinterherläuft. Aber wir haben das geschafft", sagte Ely, der ein entscheidender Faktor dafür wurde, dass sich die Beharrlichkeit lohnen sollte.

Nach der Pause reagierte Ignjatovic mit einer taktischen Umstellung auf die Überlegenheit der Ehinger und betraute Ely mit der Bewachung von Kevin Yebo, der zuvor nicht zu kontrollieren war. Gleichzeitig spielten die Academics jetzt in einer körperlich kleineren Aufstellung und kompensierten dadurch die Stärke des Gegenübers. Jetzt wurde das Match zwischen der besten Defensive (Heidelberg) und der besten Offensive der Liga (Ehingen) zu einem Duell zweier gleichstarker Mannschaften. Die Ehinger behielten zwar die Führung bis zweieinhalb Minuten vor dem Ende, spürten aber immer den Atem der Academics im Nacken.

Die Zuschauer in der Halle am OSP spürten, dass sich die Partie drehen würde, wenn es den Heidelbergern gelingen würde, in Führung zu gehen und deshalb wurden sie von Minute zu Minute lautstärker. Es benötigte nur noch einen Spieler, der über sich hinauswachsen und damit den Rest des Teams tragen würde. Diese Rolle übernahm Palm, der die Beharrlichkeit der Heidelberger personifizierte. Vier der ersten fünf Dreier-Versuche waren danebengegangen, als der US-Amerikaner es wieder von außen wagte und zwei Mal hintereinander traf. "Ich hatte ein gutes Gefühl, also habe ich die Würfe genommen", erklärte Palm später. Manchmal kann ein Basketball-Spiel so einfach erklärt sein.

MLP Academics Heidelberg: Smith 16 Punkte / 2 Dreier, Ely 16/2, Palm 16/3, Heyden 12, Würzner 11, Ney 6, Oppland 4, Liynage 3/1, Schmitt 1, Brunnenkant, Schöpe, Aichele.

Ehingen Urspring: Yebo 22/1, Bonifant 15/4, Simmons 13/1, Leissner 12/2, Monteroso 8, Uhl 5/1, Hasbargen 4, Otto 2, Strangmeyer.

Spielfilm: 7:13 (5.), 18:22 (10.), 32:33 (17.), 32:41 (19.), 39:43 (Hz.), 51:51 (25.), 61:66 (30.), 65:71 (35.), 77:75 (38.), 85:81 (Endstand); Zuschauer: 900.

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