Basketball-Playoffs: Academics Heidelberg verlieren zweites Viertelfinale in Trier mit 70:83
Trier. (miwi) Trotz einer kämpferisch starken Vorstellung haben die MLP Academics Heidelberg am Mittwochabend das zweite Playoff-Viertelfinale bei den Gladiators Trier mit 70:83 (43:45) verloren und damit in der Best of five-Serie der 2. Basketball-Bundesliga den 1:1-Ausgleich kassiert. Über weite Strecken hielt die Mannschaft von Branislav Ignjatovic die Begegnung offen und schnupperte am erhofften Auswärtssieg, allerdings leistete sie sich zwei Schwächephasen.
"Wir haben uns in der zweiten Halbzeit von der Aggressivität der Trierer beeindrucken und aus dem Konzept bringen lassen", sagte Niklas Würzner. Der Spielmacher ärgerte sich über die verpasste Gelegenheit, mit einem Auswärtssieg einen großen Schritt in Richtung Halbfinale zu machen: "Die einfachen Würfe sind nicht mehr reingegangen."
Nach 20 Minuten war die Begegnung noch völlig offen, obwohl die Heidelberger dreieinhalb grausame Minuten erlebt hatten. Just als sich die Ignjatovic-Schützlinge einen Acht-Punkte-Vorsprung erspielt und die Zuschauer in der Arena hatten verstummen lassen (15:23/ 8.), ging plötzlich gar nichts mehr. Mit einem 15:0-Lauf schafften die Trierer die Wende und lagen in der zwölften Minute mit 30:23 vorne. Von da liefen die Academics einem Rückstand hinterher, schafften aber den Anschluss, weil in der Schlussphase der ersten Halbzeit Kapitän Albert Kuppe mit zwei Dreiern aufwartete. Obwohl die Heidelberger bei der Wurfquote und den Rebounds schlechter waren, hatten sie den Anschluss geschafft, und Shyron Ely vergab mit der Pausensirene knapp den Ausgleich, so dass die Gladiators mit 45:43 führten.
In der zweiten Halbzeit hielten die Academics die Partie sechs Minuten lang offen und gingen durch einen Dreier von Ely beim 54:53 sogar noch einmal in Führung, doch unmittelbar im Anschluss ließen sie einen weiteren Lauf der Trierer zu, die bis auf 62:54 davonzogen und den Vorsprung mit 2700 Zuschauern im Rücken bis zum Ende des dritten Viertels transportierten (66:58). "Das Publikum hat seinen Teil dazu beigetragen, dass wir nicht mehr die Wende geschafft haben", sagte Würzner.
Die Heidelberger kämpften zu diesem Zeitpunkt schon mit Foulproblemen, denn Eric Palm und Evan McGaughey hatten bereits vier Pfiffe gegen sich kassiert und saßen deshalb auf der Bank oder mussten sich in den Zweikämpfen unter dem Korb zurückhalten, um nicht mit dem fünften Foul aus dem Spiel zu sein.
Knapp sechs Minuten vor dem Ende war die Chance auf den Auswärtssieg endgültig dahin, nachdem die Gladiators mit zwei Dreiern hintereinander den Vorsprung auf 74:60 ausbauten. Von diesem Rückschlag erholten sich die Heidelberger nicht mehr, zu einer Aufholjagd fehlte ihnen trotz sichtbarem Willen die Energie.
Gladiators Trier: Grün 15/1, Shoutvin 13, Schmikale 13/3, Schmitz 12/3, Alston 12, Joos 9, Bucknor 6, Smit 2, Dranginis 1, Hennen, Henkel, Nortmann. MLP Academics Heidelberg: McGaughey 14/2, Ely 14/1, Palm 12/3, Ney 10, Würzner 8, Kuppe 6/2, Seiferth 4, Smith 2, Rosenbohm, Schöpe, Aichele. Spielfilm: 11:11 (5.), 23:23 (10.), 36:30 (15.), 45:43 (Hz.), 53:54 (26.), 62:54 (28.), 66:58 (39.), 76:60 (36.), 83:70 (Endstand); Zuschauer: 2721.

