2. Basketball-Bundesliga: Diese Niederlage schmerzt die Academics nicht
Hamburg. (miwi) Eigentlich war der Plan ein ganz anderer, doch er wurde schlicht nicht umgesetzt - und am Ende stand eine Niederlage der MLP Academics Heidelberg bei den Hamburg Towers. Zum Abschluss der Hauptrunde unterlagen die Heidelberger in der 2. Basketball-Bundesliga in der Hansestadt 81:82 (44:43).
Branislav Ignjatovic nahm das Ergebnis trotzdem gelassen, eher sogar pragmatisch. "Besser, uns unterlaufen solche Fehler jetzt als in den Playoffs, wo sie richtig schmerzen würden", sagte der Academics-Coach. Seine Mannschaft hatte sich schließlich bereits vor dem Duell bei den Towers den dritten Platz in der Liga gesichert, und bekommt es ab kommenden Sonntag im Playoff-Viertelfinale mit den Gladiators Trier zu tun. Der Auftakt steigt in der Halle am Olympiastützpunkt und möglicherweise wird es zu einem Vorteil, dass die Heidelberger das erste und ein mögliches finales Duell der Best-of-five-Serie vor den eigenen Fans austragen. "Ich glaube, jedes Spiel dieser Serie wird sehr eng", sagt Ignjatovic, "wir können zufrieden und auch stolz darauf sein, was wir bislang in dieser Spielzeit geleistet haben."
Seit Montag bereiten sich die Heidelberger auf die entscheidende Phase der Saison vor, nur der Ostersonntag war frei. Mit Ausnahme von Lennart Steffen, der weiterhin an den Folgen seiner Knöchelverletzung leidet, stehen Ignjatovic alle Akteure zur Verfügung. "Das war wichtig", sagte Ignjatovic, der bei den Towers darauf geachtet hatte, seine Schlüsselspieler nicht übermäßig zu strapazieren.
Nach einem formidablen ersten Viertel, das eine 31:16-Führung einbrachte, konnten die Heidelberger das Niveau nicht ganz halten. So gab man den Hamburgern noch vor dem Seitenwechsel die Möglichkeit, wieder aufzuschließen (43:44). Vor 3 400 Zuschauern war immerhin für eine spannende zweite Hälfte gesorgt und das blieb bis in die letzten Sekunden so. Die Heidelberger hatten dabei die besseren Karten für einen Sieg, denn sie lagen wenige Sekunden vor dem Ende der Begegnung mit drei Punkten vorne (81:78).
Doch die eigentliche Maxime, die Hamburger zu foulen, um ihnen maximal ein Zwei-Punkte-Spiel zu ermöglichen, schlug fehl. Hrvoje Kovacevic, der in der vergangenen Saison bei den Academics spielte, traf einen Dreier, wurde dabei sogar noch gefoult und brachte die Hamburger mit dem Bonus-Freiwurf in Führung. Auf diesen Rückschlag fanden die Heidelberger keine Antwort mehr, ein letzter Wurf verfehlte sein Ziel.
Hamburg Towers: Kindzeka 20 Punkte / 2 Dreier, Williams 19/1, Kovacevic 15/2, Freese 9, Schmidt 7, Kamp 4, Wolf 2, Vrabac 2, Gertz 2, Logins 2, Fritze, Behr.
MLP Academcis Heidelberg: Smith 19/3, Ely 18/1, Würzner 8/1, Seiferth 8, McGaughey 8/2, Palm 7, Ney 7, Kuppe 3/1, Aichele 2, Rosenbohm 1, Schöpe.
Spielfilm: 6:14 (5.),16:31 (10.), 32:40 (15.), 43:44 (Hz.), 54:51 (16.), 59:63 (30.), 68:70 (35.), 70:74 (38.), 82:81 (Endstand). Zuschauer: 3400.

