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Heidelberg: Stadträte stimmen für "kleine" Großsporthalle

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Von Timo Teufert

Eigentlich war sich die Mehrheit der Gemeinderäte schon im Sportausschuss einig: An der Speyerer Straße soll eine Großsporthalle gebaut werden, in der Platz für den Schul- und Vereinssport ebenso ist wie für Spiele der Basketballer der MLP Academics oder der Handballer der Rhein-Neckar-Löwen. Die einzige offene Frage war: Wie viele Plätze soll die neue Arena haben? 4000, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, oder doch besser 5000, um auch größere Veranstaltungen abdecken zu können?

Zunächst stellte Architekt Zvonko Turkali im Haupt- und Finanzausschuss seine Planungen vor: Das Gebäude steht als Solitär auf den ehemaligen Patton Barracks und hat deshalb weder eine Vorder- noch eine Rückseite. "Über die Gestaltung haben wir uns viele Gedanken gemacht", sagt Turkali. Neben rotem Sandstein greift er in der Fassade auch die Silhouette der Hügel des kleinen Odenwalds auf. Für die Variante mit 4000 Sitzplätzen ist eine Investitionssumme von 24,5 Millionen Euro angesetzt, bei der 5000er Variante sind es 30,1 Millionen Euro. Allerdings liegen unterschiedliche Annahmen zugrunde: In der kleineren Halle wären 3000 Sitz- und 1000 Stehplätze. Bei der größeren ist man zunächst nur von Sitzplätzen ausgegangen. Auf Wunsch der CDU hatte die Verwaltung noch einmal eine Variante, die in der Mitte liegt, mit 3750 Sitz- und 1250 Stehplätzen durchgerechnet. Diese würde 28 Millionen Euro kosten.

"Die Halle darf nicht zu klein sein, wir müssen mit Weitblick planen", mahnte Matthias Kutsch (CDU). Nur so könne man die Nutzer aus dem Profisportbereich langfristig halten. Er plädierte deshalb für die Halle mit 5000 Steh- und Sitzplätzen. "Die Frage nach der Kapazität ist eine der schwierigsten Fragen bei der Projektentwicklung", bestätigte Claus Binz, Leiter des Instituts für Sportstättenberatung. In der Basketballbundesliga gebe es elf von 18 Vereinen, deren Hallen mehr als 4000 Zuschauer fassten. Wenn die Halle auch für Konzerte genutzt werden solle, müsse sie 3000 bis 5000 Besucher fassen. "Für die Rhein-Neckar-Löwen wäre eine etwas größere Halle sicher attraktiver", sagte Claus Binz. Doch dafür hätte das Engagement des Vereins wohl größer sein müssen.

"Die SPD wird ausschließlich für die 4000er Variante stimmen. Der mittlere Vorschlag hat uns nicht überzeugt und bringt aus unserer Sicht nicht mehr Nutzen", sagte SPD-Fraktionschefin Anke Schuster. OB Eckart Würzner erinnerte an die lange Planungszeit und sagte: "Wir haben uns auch aus finanziellen Gründen nicht für die größte Variante entschieden." Für die "kleine" Halle mit 4000 Plätzen sind jährliche Betriebskosten von 2,05 Millionen, für die Halle mit 5000 Steh- und Sitzplätzen 2,36 und für die 5000er Sitzplatzvariante 2,54 Millionen Euro erforderlich.

Als sich eine Mehrheit für die 4000er Variante abzeichnete, beantragte Kutsch eine Öffnungsklausel für das europaweite Bieterverfahren: Sofern es eine Baufirma geben sollte, die zum gleichen Preis mehr Plätze bauen könne, sollte das möglich sein. Zehn Stadträte stimmten dem zu, fünf waren dagegen, zwei enthielten sich. Für die kleine Variante stimmten zwölf Räte, Judith Marggraf (GAL), Beate Deckwart-Boller sowie Peter Holschuh (beide Grüne) und Hilde Stolz (Bunte Linke) dagegen, Waseem Butt enthielt sich. Endgültig entscheidet der Gemeinderat am 29. Juni.

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