Benefizrallye Baltic Sea Circle: Mehr als 10.000 Euro Spenden eingefahren
Von Ursula Brinkmann
Mosbach. "Eine gute Ernte einfahren" heißt es umgangssprachlich über erfolgreiche Projekte. Das mit dem (Ein)fahren ist bei der Benefiz-Rallye "Baltic Sea Circle" noch ein bisschen wörtlicher zu nehmen. Denn acht Räder (ohne Reserverad) drehten sich im Kern um die gute Sache, die konkret heißt, den ambulanten Kinderhospizdienst im Neckar-Odenwald-Kreis und das Tierheim Dallau finanziell zu unterstützen. Mit der Übergabe der "eingefahrenen" Spendensumme findet das Autoabenteuer von vier Mosbachern nun seinen Abschluss.
Es sind weit mehr Euros zusammen gekommen als Kilometer zurückgelegt worden: 10.340 Euro. Die zurückgelegte Strecke betrug exakt 2660 Kilometer weniger. Zwei Schecks - der eine über 7340 Euro, der andere über 3000 Euro - überreichte das Team "Kreizgelenkverreisser" dieser Tage an je zwei Vertreterinnen des Kinderhospizdienstes (Elisabeth Hildenbrand und Felizitas Zürn) und des Tierheims (Stefanie Lörsch und Miriam Zimmermann). Mit großer Freude wurden die symbolischen Schecks entgegengenommen.
Zu verdanken haben die Empfängerinnen den Geldsegen drei Männern und einer Frau: Simone Konrad, Andreas Stammel, Fred Beyer und Mirko Urmösi sind in zwei Gelände-Oldtimern 7680 Kilometer durch zehn Länder gefahren (ohne GPS und Navi!), haben Aufgaben gelöst und über diesen Gute-Sache-Roadtrip um die Ostsee fleißig berichtet.
Um überhaupt starten zu können, so sehen es die Rallye-Regeln vor, muss mindestens eine Summe von 750 Euro für Charity-Projekte gesammelt sein. Das haben die Mosbacher Offroad-Sportler weit hinter sich gelassen. Und auch selbst in die Spendenkasse eingezahlt. Da sind die Kosten für Sprit, Startgebühr und Sonstiges noch nicht mitgerechnet.
Fleißig berichtet hat auch die RNZ und war daher wohl nicht ganz unschuldig an der formidablen Spendensumme, eine der höchsten von fast 300 Starterteams. Rund 600.000 Euro, so kann man auf der Website der "Kreizgelenkverreisser" nachlesen, sind 2019 zusammengekommen. "Wir haben Geld für Projekte vor Ort gesammelt", ist für Simone Konrad der Bezug zur Heimat und auch zu den beiden ausgewählten Organisationen von Bedeutung. Dafür haben sie sich auf den Weg gemacht. Spaß am Steuer und eine Portion Abenteuerlust waren natürlich auch mit im Spiel. Russland ein Stück weit kennenzulernen, habe ihn außerdem gereizt, sagt Mirko Urmösi. "Wir haben da nur gute Erfahrungen gemacht." Weshalb eine Neuauflage, sprich eine erneute Teilnahme am "Baltic Sea Circle" nicht ausgeschlossen wird...

