Ski Alpin: Aicher flucht nach Fehler – Shiffrin gewinnt den Weltcup
0
0
Es hätte ein Wunder gebraucht, um den Gesamtweltcup doch noch zu gewinnen. Nach einem kurzen Hoffnungsschimmer musste sich Emma Aicher geschlagen geben. Die deutsche Skirennfahrerin Emma Aicher hat den Triumph im Gesamtweltcup verpasst. Die 22-Jährige fiel nach einem schweren Patzer im zweiten Lauf des abschließenden Riesenslaloms noch von Rang drei auf Platz zwölf zurück und konnte die führende Mikaela Shiffrin dadurch nicht mehr einholen. Die US-Amerikanerin fuhr beim Sieg der Kanadierin Valerie Grenier im norwegischen Hafjell auf Platz elf und sicherte sich damit zum sechsten Mal die große Kristallkugel der besten Athletin einer Saison. Aicher verließ den Zieleinlauf nach ihrem Patzer sichtlich frustriert. Tränen bei Shiffrin Shiffrin sagte: "Es ist sehr emotional. Das waren meine ersten Tränen seit Olympia . Ich bin so dankbar dafür, in dieser Position zu sein, und ich bin auch dankbar für den Zweikampf mit Emma. Was sie im ersten Durchgang gemacht hat, war spektakulär und zeigt, dass sie es kann." Aicher war mit 85 Zählern Rückstand auf Shiffrin ins letzte Rennen des Winters gegangen. Um im Gesamtklassement noch vorbeizuziehen, hätte sie gewinnen müssen und Shiffrin nicht punkten dürfen. Die Chancen der jungen Deutschen waren also minimal – doch sie wirkte fest entschlossen, sie zu nutzen. Mit einer famosen Fahrt schob sich Aicher, die es zuvor noch nie in einem Riesenslalom auf das Podest geschafft hatte, im ersten Durchgang auf Rang drei vor. Shiffrin lag vor dem Finale gerade mal auf Platz 17 – und damit außerhalb der Punkteränge. Shiffrin zog durch ihren sechsten Gesamtweltcupsieg mit Rekordhalterin Annemarie Moser-Pröll, der österreichischen Dominatorin der 1970er-Jahre, gleich. Für Aicher, die große deutsche Zukunftshoffnung, war es auch so die erfolgreichste Saison ihrer bisherigen Laufbahn. Unter anderem gewann sie diesen Winter zwei Olympia-Silbermedaillen und drei Weltcup-Rennen.

