Anna Veith will es noch einmal wissen
Knapp fünf Monate nach ihrem Kreuzbandriss hat Anna Veith am Mittwoch in Wien erstmals über ihre Zukunft im Skiweltcup gesprochen. Die Olympiasiegerin hatte sich Anfang des Jahres beim Riesenslalom-Training in Pozza di Fassa einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen.
Heute stand die 29-Jährige, bei einer Pressekonferenz auf der Donauinsel, den Fragen der Journalisten zur Verfügung. Mit dabei waren auch ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel und Michaela Kirchgasser.
Zur Freude ihrer vielen Fans, verkündete Veith, dass sie es noch einmal wissen möchte und auch in der kommenden Saison ihre Karriere fortsetzen wird.
Anna Veith: „Natürlich hat es Überlegungen gegeben und ich hab versucht, in mich reinzuhören. Aber ich bin Sportlerin durch und durch. Ich habe gemerkt, dass mir der Sport sehr sehr wichtig ist und deswegen möchte ich es noch einmal versuchen, ein Comeback zu starten. Nach der Verletzung bin sehr motiviert und freue mich auf den Winter. Ich hatte in der Zeit meiner Verletzung viel Abstand zum Skifahren gehabt und trotz der schweren Verletzung gemerkt dass mein Körper sehr gut reagiert. Die Fortschritte sind sehr gut, und es macht mir wieder Spaß. Für die kommende Saison gibt es mehrere Ziele, die ich mir gesetzt habe. Ich will in zwei Diziplinen wieder ganz an die Spitze kommen. Der Weg dorthin ist weit. Jetzt ist das erste Ziel mal, zurück auf Schnee zu kommen. Wann ich wieder an den Start gehen kann, weiß ich noch nicht. Sölden ist immer schwierig, weil es vom Kalender her sehr abgeschottet ist. Ich mache mir keinen Druck, mache alles Schritt für Schritt.“
ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel macht Anna Veith keinerlei Druck: „Ich bin zuversichtlich, dass sie es wieder zurückschafft. Wenn Anna wieder an den Start geht hängt von ihr ab. Von uns aus hat sie Zeit genug.“

